• Finanzielle Freiheit ist viel mehr, als nur genug Geld zu haben.
  • Der Weg von einem abhängigen zu einem unabhängigen Leben ist in erster Linie eine innere Reise.
  • Im Leben geht es immer um Wahlmöglichkeiten.

Das Jahr 1985 war für meine Frau und mich das schlimmste Jahr unseres Lebens und auch eines der längsten. Wer sagt, Geld sei unwichtig, der ist offensichtlich nie lange ohne Geld gewesen. Meine Frau und ich haben uns in dieser Zeit sehr oft gestritten. Angst, Ungewissheit und Mangel zerrten an den Nerven. Oft streiten wir gerade mit dem Menschen, der uns am meisten liebt. Aber es war unsere Liebe, die uns zusammenhielt. Unsere Bindung als Paar wurde durch diese Widrigkeiten stärker. Wir wussten, wohin wir gehen wollten. Wir wussten nur nicht, ob wir jemals dort ankommen würden.

Wir wussten, dass wir immer sichere gut bezahlte Arbeitsplätze finden konnten. Wir waren beide Hochschulabsolventen mit guten beruflichen Fähigkeiten und einer soliden Arbeitseinstellung. Aber es ging uns nicht um Arbeitsplatzsicherheit. Wir wollten finanzielle Freiheit. Oft höre ich Leute Dinge sagen, wie „Wenn ich nur eine Million hätte, wären alle meine Geldprobleme gelöst“, oder „Wenn ich nur diese hoch bezahlte Stelle hätte, wären alle meine Geldprobleme gelöst“. Sie können es kaum glauben, wenn ich Ihnen sage, dass es kein Geld braucht, um finanziell frei zu sein.

Die meisten Menschen definieren ihre finanzielle Freiheit, als etwas, das für den Ruhestand reicht. Sie arbeiten ihr ganzes Leben sehr hart und zahlen zusätzlich Geld in ihre steuerlich geförderte private Altersvorsorge ein. Sie hoffen, dass sie bis zum Ruhestand ihre sprichwörtliche Million oder die Zahl, die sie im Kopf haben, eingesammelt haben. Oftmals wird diesen Menschen dann noch geraten, ihre Ausgaben im Ruhestand zu kürzen und ihren Lebensstandard zu reduzieren, weil sie außer ihrer gesetzlichen Rente und ihren Bezügen aus der privaten Altersvorsorge kein festes Einkommen haben werden.

Sie arbeiten ihr ganzes Leben lang hart, nur um ihren Lebensstandard zu reduzieren, wenn sie endlich Zeit haben, die Früchte ihrer Arbeit zu genießen. Das ergibt für mich einfach keinen Sinn – und es fühlt sich für mich in keiner Weise nach finanzieller Freiheit an. Finanzielle Freiheit ist viel mehr, als nur genug Geld zu haben. Es ist die Freiheit, so zu sein, wie man wirklich ist, und zu tun, was man im Leben wirklich will. Viele von uns verlieren dies aus den Augen. Sie setzen andere an oberste Stelle und verlieren sich in vielen verschiedenen Rollen als Eltern, Ehepartner, Angestellte und Freunde.

Es ist nicht so, dass das per se schlecht sein muss. Allerdings behindert uns das sehr häufig dabei, herauszufinden, wer wir im Leben sein wollen. Das Erstaunliche ist, wenn man in sich selbst investiert, zahlt sich das nicht nur für einen selbst, sondern für alle, die einen lieben, in hohem Maße aus. Sie freuen sich, mit jemanden verbunden zu sein, der in sich ruht und mit Freude durch das Leben geht.

Finden Sie Ihr persönliches „Warum“
Sie sollten wissen, was Sie wirklich motiviert, finanziell frei sein zu wollen. Das hilft Ihnen immens, Ausreden zu überwinden. Menschen benutzen Ausreden, wenn sie etwas nicht tun wollen. Natürlich nennen sie es nicht Ausreden, sondern Gründe. Diese „Gründe“ klingen immer vollkommen nachvollziehbar und klar. Aber in Wirklichkeit sagen die „Gründe“ oft nichts anderes als „Das werde ich nicht tun“, oder „Das will ich nicht tun“.

Um das Ausreden-Stadium hinter sich zu lassen, sollten Sie Ihre persönliche Antwort finden, warum Sie investieren wollen. Einige wollen mehr Freizeit mit der Familie verbringen. Andere wollen die Welt bereisen. Wieder andere wollen mehr Zeit in ihre Fitness und Gesundheit investieren. Was auch immer Ihr Grund ist, er muss überzeugend genug sein, um Ihre Entscheidungen und Ihr Handeln weiter vorwärtsbringen zu können. Im Folgenden finden Sie einige Ideen, die Ihnen helfen sollen, Ihre persönlichen Gründe für den Vermögensaufbau zu bestimmen.

Suchen Sie sich zuerst einen ruhigen Ort ohne Ablenkungen. Eine Umgebung, die es Ihnen ermöglicht, in Ruhe mit sich selbst ins Gespräch zu kommen.  Lassen Sie sich mit diesem Prozess Zeit. Überstürzen Sie es nicht. Vielleicht fällt Ihnen Ihr persönliches „Warum“ sofort ein. Oder Sie merken, dass Sie mehr Zeit zum Nachdenken brauchen und sich noch einmal oder sogar mehrmals auf die innere Suche begehen müssen.

  1. Fragen Sie sich selbst: „Was ist der wahre Grund für meinen Wunsch, finanziell unabhängig zu sein?“ Denken Sie darüber nach:
    • Was Sie tun würden, wenn Sie nie wieder arbeiten müssten.
    • Was Sie tun würden, wenn Sie alle Zeit der Welt hätten, um genau das zu tun, was Sie wollen.
    • Wie anders Ihr Leben wäre, wenn Geld keine Rolle mehr spielen würde.
  2. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt.
  3. Fragen Sie sich noch einmal: „Was ist mein tiefster Grund, finanziell unabhängig sein zu wollen?“ Schauen Sie tiefer. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt.
  4. Fragen Sie sich dann noch einmal und gehen Sie noch tiefer: „Was ist wirklich mein innerster und von Herzen kommender Grund, finanziell unabhängig sein zu wollen?“ Schreiben Sie wieder alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt.

Es mag Ihnen vielleicht etwas einfach und oberflächlich erscheinen, aber wenn Sie sich die Frage immer wieder stellen und jedes Mal tiefer in sich gehen, bis Ihnen Ihr persönliches „Warum“ kristallklar vor Augen steht, werden Sie überraschende Antworten finden, die Sie später trotz aller Widrigkeiten weitermachen lassen.

Ändern Sie Ihre Denkweise und damit Ihre Zukunft
Wenn Sie heute das Gefühl haben, immer wieder gegen Mauern zu laufen und nicht den erhofften Erfolg zu erzielen, bitte ich Sie, einen Blick auf Ihre Geisteshaltung zu werfen. Wie sehen Sie die Welt? Fallen Sie gern in alte Gewohnheiten und Vorgehensweisen zurück, die Sie auch schon in der Vergangenheit nicht weit gebracht haben? Wenn das zutrifft, ist es jetzt an der Zeit, sich zu ändern.

Der Weg von einem abhängigen zu einem unabhängigen Leben ist in erster Linie eine innere Reise. Es ist eine Reise von alten zu neuen Grundüberzeugungen. Der Prozess ist ähnlich wie beim Lernen, Fahrrad zu fahren. Am Anfang fällt man immer wieder hin. Oft ist es frustrierend und peinlich, besonders wenn Freunde zusehen. Aber nach einer Weile hört das Stürzen auf und das Fahrradfahren geht ganz von allein. Wenn man wieder hinfällt, ist das nicht so schlimm, weil man jetzt weiß, dass man wieder aufstehen und weiterfahren kann.

Es gab eine Frage, die mich persönlich weitermachen ließ. Es war die Frage meines reichen Vaters. Als ich kurz davorstand, aufzuhören und umzukehren, sagte er: „Du kannst doch jederzeit aufhören. Warum also jetzt aufhören?“ Der Kern dieser Frage half mir, mich wieder zu motivieren und weiterzumachen. Er erinnerte mich daran, dass ich schon die Hälfte des Weges hinter mir hatte, warum also umkehren? Der Weg zurück war derselbe wie der Weg nach vorn.

Im Leben geht es immer um Wahlmöglichkeiten. Wenn wir jung sind, entscheiden andere über uns. Wenn wir wachsen und reifen, lernen wir, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen. Das ist ein langsamer, stetiger Prozess, der sowohl von Freude als auch von Enttäuschung geprägt ist. Jetzt ist es an der Zeit, eine der zentralen Entscheidungen Ihres Lebens zu treffen. Wollen Sie Ihre finanzielle Unabhängigkeit erreichen oder nicht?

Robert Kiyosaki

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