• „Sind Sicherheit und Freiheit nicht dasselbe?“
  • Wenn Sie das tun, was alle anderen tun, werden Sie am Ende das haben, was alle anderen haben.
  • Tatsache ist, dass Menschen, die nur am härtesten arbeiten, nicht reich werden.

Als ich jung war, sagte mir mein armer Vater immer wieder, dass ich zur Schule gehen müsse, damit ich später eine gute Stelle bekommen könne. Für meinen armen Papa war es das Wichtigste im Leben, eine gute Arbeitsstelle zu haben. Obwohl mein armer Vater sehr hart arbeitete, hatte er immer Geldsorgen. Er kam leider auch nie einen Schritt weiter. In Wirklichkeit war es gerade seine Arbeit, die ihn vom Erfolg abhielt. Er schuftete tagein, tagaus für andere. Seine Lohnerhöhungen reichten gerade aus, um mit den Preissteigerungen Schritt zu halten – und dann musste er natürlich auch noch eine Menge Steuern an den Staat zahlen.

Auf der anderen Seite hatte mein reicher Vater nie einen 8 Stunden Tag, er war sehr erfolgreich und sehr wohlhabend. Mein reicher Vater hatte verstanden, dass die allgemeine Empfehlung, „eine gute Stelle zu bekommen“, nichts anderes als ein Ammenmärchen war. Statt eine Anstellung zu suchen, schuf er Arbeitsplätze. Statt für andere zu arbeiten, arbeitete er für sich selbst. Statt hohe Steuern zu zahlen, nutzte er konsequent Steuergesetze, um die Steuerbelastung zu mindern. Die Auffassung, dass eine Anstellung die wichtigste Säule für die eigene finanzielle Absicherung darstellt, ist ein großer Teil dieses Ammenmärchens. Die Realität sieht leider so aus, dass man auch mit einer guten Anstellung nicht sicher sein kann.

Schauen Sie sich einfach nur an, was in der Vergangenheit während eines wirtschaftlichen Abschwungs passierte. In einer Konjunkturphase, in der Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, ist es immer besser, auf der richtigen Seite zu stehen und selbst ein Unternehmen zu besitzen, als von der Gnade eines Chefs abzuhängen.

Wie das Ammenmärchen funktioniert
„Suchen Sie sich eine gute Stelle“ ist auch deshalb ein Ammenmärchen, weil Sie keine wirkliche Kontrolle über Ihr Einkommen haben. Es macht Sie letzten Endes auch noch ärmer, weil überall in der Welt auf Arbeitseinkommen die höchsten Steuern fällig werden. Meistens legen Angestellte großen Wert auf Sicherheit. Für sie ist Sicherheit mindestens genauso wichtig wie Geld. Sie mögen in anderen Bereichen ihres Lebens große Risiken eingehen. Aber wenn es um Geld geht, suchen sie stets die sichere Seite. Diese Fehleinschätzung wird noch schlimmer, wenn man es langfristig betrachtet: Wenn Sie Ihre Arbeit gut machen, wenn Sie sich auf der Karriereleiter nach oben kämpfen, was ist Ihre Belohnung? Eine überschaubare Lohnerhöhung und eine noch größere Belastung durch Steuern.

Ein Unternehmer will nicht die Karriereleiter eines Unternehmens erklimmen. Er oder sie möchte die Karriereleiter kontrollieren. Ein Unternehmer wird nicht von einem monatlichen Gehalt angetrieben, sondern von den Ergebnissen. Viele Unternehmer gründen ein Unternehmen, weil sie Motive haben, die wichtiger sind als die Sicherheit des Arbeitsplatzes und ein festes Gehalt. Für viele Unternehmer sind ihre Motive wichtiger als Geld. Sie sind leidenschaftlich bei ihrer Arbeit – ihrer Mission – und lieben, was sie tun. Viele Unternehmer tun auch dann noch ihre Arbeit, wenn es dort nicht viel zu verdienen gibt. Mein reicher Vater sagte: „Viele Angestellte sind nur so lange mit Engagement bei ihrer Arbeit, solange es das monatliche Gehalt gibt.“

Der Übergang vom Angestellten zum Unternehmer
Ich weiß, dass ich nicht von Natur aus als Unternehmer geboren wurde. Ich musste ausgebildet werden. Mein reicher Vater führte mich durch einen Prozess, bei dem ich als Angestellter anfing und schließlich zum Unternehmer wurde. Für mich war es kein einfacher Prozess. Ich musste erst viel verlernen, bevor ich anfangen konnte, die Lektionen zu begreifen, die er mir beibringen wollte.

Es war anfangs schwierig für mich, nachzuvollziehen, was mein reicher Vater zu sagen hatte. Was er sagte, war genau das Gegenteil von dem, was mein armer Vater mir beibringen wollte. Jedes Mal, wenn mein reicher Vater über Unternehmertum sprach, sprach er über Freiheit. Jedes Mal, wenn mein armer Vater mit mir darüber sprach, in die Schule zu gehen, um später eine Stelle zu bekommen, sprach er über Sicherheit. Der Zusammenprall dieser beiden Prinzipien, der sich in meinem Kopf abspielte, verwirrte mich.

Schließlich fragte ich meinen reichen Vater nach dem Unterschied der beiden Prinzipien. Ich fragte: „Sind Sicherheit und Freiheit nicht dasselbe?“ Lächelnd antwortete er: „Sicherheit und Freiheit sind nicht dasselbe. Tatsächlich sind sie Gegensätze. Je mehr Sicherheit man sucht, desto weniger Freiheit hat man. Wenn man im Gefängnis sitzt, ist man besonders geschützt. Als Häftling genießt man die größte Sicherheit.“ Er fuhr fort: „Wenn du mehr Freiheit willst, musst du auf Sicherheit verzichten. Mitarbeiter wünschen sich Sicherheit. Unternehmer suchen Freiheit.“ Die große Frage ist also: Kann jeder ein Unternehmer werden? Meine Antwort lautet: „Ja, aber es beginnt mit einer Änderung der inneren Einstellung. Sie beginnt mit dem Wunsch nach mehr Freiheit zulasten der Sicherheit.“

Tun, was reiche Leute tun
Das zu tun, was reiche Leute tun, ist einfach. Einer der Gründe dafür, dass es so viele wohlhabende Menschen gibt, die in der Schule keine Glanzleistung gegeben haben, ist, dass der „To-do“-Teil des Reichwerdens einfach ist. Man braucht keinen Einser-Abschluss, um reich werden zu können. Der „To-do“-Teil des Vermögensaufbaus ist definitiv kein Hexenwerk. Tatsache ist, dass Menschen, die nur am härtesten Arbeiten, nicht reich werden. Wenn Sie reich werden wollen, müssen Sie unabhängig denken und nicht mit der Masse mitgehen. Meiner Meinung nach besteht ein großer Vorteil der Erfolgreichen darin, dass sie anders denken als alle anderen. Wenn Sie das tun, was alle anderen tun, werden Sie am Ende das haben, was alle anderen haben. Und was die meisten Menschen haben, sind Jahre harter Arbeit, unfaire Steuern und lebenslange Schulden.

Wenn mich jemand fragt: „Was muss ich tun, um ein Unternehmer zu werden?“, dann lautet meine Antwort: „Sie müssen zunächst nicht das ändern, was Sie bislang tun. Sie müssen zuerst Ihre Einstellung ändern, wie Sie die Dinge sehen. Mit anderen Worten: Wer oder was wollen Sie sein? Daraus ergibt sich automatisch, was Sie tun sollten.“ Wenn man ein Unternehmer werden will, geht es nicht so sehr um das Tun, sondern um das Sein. Es ist nicht so wichtig, was die Person A oder ich im Vergleich tue. Der Unterschied liegt darin, wie Sie denken und wer Sie in ihrem innersten Kern sind. Die gute Nachricht ist, dass es nicht viel Geld kostet, sein Denken zu ändern. Im Gegenteil, es kann sogar völlig kostenlos sein. Die schlechte Nachricht ist, dass es wirklich schwer ist, seine tiefen Überzeugungen über Geld zu ändern, die von Generation zu Generation weitergegeben oder von Freunden, der Arbeit und der Schule vertreten werden.

Aber es ist machbar.

Robert Kiyosaki

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