• Ein Betrüger kann Sie nur überlisten, wenn Sie ihm vorher Ihr Vertrauen schenken.
  • Anstatt hart zu arbeiten, arbeite ich lieber smart.
  • Konfrontieren Sie Ihren Verstand mit Dingen, die Sie herausfordern.

Wenn man von einem Ammenmärchen spricht, geht es oft um einen Betrug. Betrug zerstört Vertrauen, aber ein Betrüger kann Sie nur überlisten, wenn Sie ihm vorher Ihr Vertrauen schenken. Wenn ich von den Betrügereien spreche, die von den Ultrareichen aufgebaut werden, um Sie letzten Endes arm zu halten, dann gehört es zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt, Sie davon zu überzeugen, dass diese Betrügereien nicht den Tatsachen entsprechen. Das, was Ihnen erzählt wurde – so viele Jahre lang –, sind alles Ammenmärchen und damit glatter Betrug.

Der Grund dafür, dass es schwer ist, Sie vom Gegenteil zu überzeugen, liegt darin, dass so vielen von uns jahrelang beigebracht wurde, mit Überzeugung und Vertrauen an diese Ammenmärchen zu glauben. Unsere Täuschung begann so früh, dass wir nie wirklich eine Chance bekamen, anders zu denken. Das ist der Unterschied zwischen dem Denken meiner Väter. Mein armer Vater tat, was man ihm sagte, und starb in sehr bescheidenden Verhältnissen. Mein reicher Vater, der sich in finanziellen Dingen sehr gut auskannte, wurde reich, weil er wusste, wie Geld funktionierte.

Wenn es um harte Arbeit ging, erzählte mein reicher Vater immer wieder eine Geschichte aus Mark Twains Tom Sawyers Abenteuer. Tom treibt ein cleveres Spiel mit den Kindern seiner Nachbarschaft. Er soll einen Zaun anstreichen und lässt es nach so viel Spaß aussehen, dass alle anderen Kinder ihm anbieten, ihm etwas Geld zu geben, wenn er ihnen nur erlaube, für ihn das Anstreichen zu übernehmen. Mein reicher Vater sagte: „Anstatt hart zu arbeiten, arbeite ich lieber smart. Smarte Arbeit bedeutet, andere dazu zu bringen, harte Arbeit für dich nicht nur zu tun, sondern auch tun zu wollen. Und smarte Arbeit bedeutet auch, Geld für sich arbeiten zu lassen und nicht umgekehrt.“

Wenn Menschen heute davon sprechen: „Arbeite nicht zu hart. Arbeite lieber klug“, meinen sie nicht, in einem abhängigen Verhältnis Arbeitszeit gegen Geld zu verkaufen. Was sie sagen wollen, ist: Arbeite unabhängig als Unternehmer oder Investor. Das ist das neue Denken in unserem Informationszeitalter. Deshalb sind finanzielle und emotionale Intelligenz heute entscheidend und werden in Zukunft noch wichtiger werden.

Wie das Ammenmärchen funktioniert
Es scheint auf den ersten Blick eine einfache mathematische Gleichung zu sein: Anstrengung = Belohnung. Man arbeitet härter, man verdient mehr und man bekommt mehr Anerkennung für seine Mühen. Es scheint, als wäre alles so in guter Ordnung. Früher hat das vielleicht auch einmal so funktioniert. Es gibt zwei Probleme mit dieser Gleichung. Erstens, wie ich im Ammenmärchen Nr. 2: „Eine gute Anstellung bekommen“, geschrieben habe: Wenn Sie als Angestellter härter arbeiten, bekommen Sie vielleicht mehr Geld, aber es bedeutet auch, dass Sie nicht nur absolut, sondern auch relativ mehr Steuern zahlen müssen.

Wenn man also härter arbeitet, führt das eigentlich immer dazu, dass man finanziell bestraft wird. Das zweite Problem ist, dass Sie hart für etwas Bestimmtes arbeiten: Geld. Dieses Geld ist jedoch von Tag zu Tag weniger wert. Im 21. Jahrhundert ist das Durchschnittseinkommen im Vergleich zur Inflation gesunken – und es sinkt weiter. Vergessen Sie dabei auch nie, wer die offizielle Inflationsrate mit welchen politischen Motiven ausrechnen lässt. Wenn Sie zehn Jahre lang hart an Ihrem Arbeitsplatz gearbeitet haben, ist das Geld, das Sie heute verdienen, wahrscheinlich weniger wert als vor 10 Jahren, als Sie zu arbeiten begannen.

Anstatt hart für Geld zu arbeiten, sollten Sie besser smart arbeiten, indem Sie Geld hart für sich arbeiten lassen. Das ist es, was die Reichen tun. Meiner Meinung nach gehört der alte Rat aus dem Industriezeitalter, nur hart zu arbeiten, in die Mottenkiste der Geschichte.

Arbeiten Sie anders
Lassen Sie mich zunächst einmal sagen, dass „klug oder smart Arbeiten“ keine Aufforderung ist, harte Arbeit zu vermeiden. „Klug arbeiten“ bedeutet einfach, die eigenen Anstrengungen auf Aktivitäten zu konzentrieren, die den größten Nutzen bringen. Letztlich kommt es nicht darauf an, wie viel Geld Sie verdienen, sondern wie viel Geld Sie behalten und wie lange Sie dieses Geld für sich arbeiten lassen. Jeden Tag treffe ich viele Menschen, die viel Geld verdienen, aber auch ihr ganzes Geld ausgeben.

Sobald sie etwas mehr Geld verdienen, geben sie es wieder aus. Oft kaufen sie ein größeres Haus oder ein neues Auto. All das führt zu langfristiger Verschuldung und zum Zwang, wieder mehr und härter zu arbeiten. Es bleibt wenig übrig, um eigene Vermögenswerte zu vermehren. Das Geld fließt so schnell ab, dass man meinen könnte, sie hätten eine Art finanzielles Abführmittel genommen. Mein reicher Vater hat mir beigebracht, dass wirklich reiche Leute klüger arbeiten, nicht härter. Unternehmer sind erfolgreich, weil sie andere Menschen dazu bringen, hart für sie zu arbeiten, und nicht, weil sie selbst hart arbeiten. Einige der erfolgreichsten Menschen, die ich kenne, arbeiten deutlich weniger als vierzig Stunden pro Woche.

Sie finden ausreichend Zeit, sich zu entspannen, sich mit Familie und Freunden zu treffen und ihr Leben zu genießen. Währenddessen arbeiten ihre Unternehmen und Angestellten für sie und verdienen Geld – genau wie bei Tom Sawyer. Bei einem richtigen Unternehmen bedeutet Erfolg einfach, das Geschäftsmodell zu skalieren, zu wachsen und, falls nötig, mehr Mitarbeiter einzustellen. Mit anderen Worten: Sie arbeiten weniger, verdienen noch mehr und genießen mehr Freizeit. Meiner Erfahrung nach erfordert es eine andere Denkweise und andere Fähigkeiten, um auf dieser Seite erfolgreich zu sein. Wenn Menschen offen und flexibel sind, um ihre innere Haltung und Einstellungen zu verändern, dann wird ihnen der Weg zu mehr finanzieller Sicherheit oder Freiheit meiner Meinung nach leichter fallen. Für alle anderen Menschen könnte dieser Weg zu schwierig sein, weil sie herrschenden Ammenmärchen immer noch zu viel Glauben schenken.

Wie fängt man an, wie ein reicher Mensch zu denken?
Ich werde oft gefragt, wie man anfängt, wie ein reicher Mensch zu denken. Ich empfehle immer, klein anzufangen und sich zuerst um Know-how zu bemühen, statt loszurennen und sich in irgendeine Geldanlage zu stürzen. Wenn sie ernsthaft lernen und sich inspirieren lassen wollen, um wie ein reicher Mensch zu denken, empfehle ich mein Cashflow-Brettspiel.

Ich habe dieses Spiel entwickelt, um den richtigen Umgang mit Geld zu vermitteln. Das Spiel ermöglicht das notwendige mentale, physische und emotionale Training, um den allmählichen Wandel vom Denken wie ein armer oder bürgerlicher Mensch zum Denken wie ein reicher Mensch zu vollziehen. Es lehrt Sie, über das nachzudenken, was mein reicher Vater als wichtig bezeichnete – und das war nicht das hohe monatliche Gehalt oder das große Haus oder der neueste Wagen, sondern der Aufbau von Bargeld produzierendem Vermögen.

Dann werfen Sie noch einen Blick auf die Leute, mit denen Sie zusammen sind. Repräsentieren sie eher eine Verlierer-Mentalität, die Sie mental herunterzieht? Müssen Sie Ihre alten „Freunde“ gegen neue eintauschen, die Ihnen helfen, besser zu werden, als Sie heute sind, und Ihnen neue Impulse vermitteln? Schauen Sie sich schließlich an, was Sie lesen und hören. Beschäftigen Sie Ihren Verstand mit Dingen, die Ihren Status quo verstärken? Oder konfrontieren Sie Ihren Verstand mit Dingen, die Sie herausfordern und Sie motivieren, mehr aus sich zu machen, als Sie heute noch sind?

Robert Kiyosaki

P.S. Wollen Sie finanziell unabhängig sein und wöchentlich 1.168 € oder sogar 2.551 € zusätzlich verdienen? Ich erkläre Ihnen in meiner Hauptausgabe des „Rich Dad Poor Dad Newsletters“ welche wenige Dinge dafür nötig sind! Wer sich noch heute anmeldet, erfährt meine 29 Geheimnisse, die die Reichen nutzen. Klicken Sie hier um direkt zu beginnen!