• Wenn jemand wohlhabend werden will, muss er die Bedeutung von Schulden richtig bewerten.
  • Ich habe mein Traumauto bekommen und gleichzeitig mein Vermögen weiter aufgebaut.
  • Reich werden beginnt mit der richtigen Denkweise, den richtigen Worten und dem richtigen Plan.

Heute möchte ich Ihnen wieder ein Ammenmärchen vorstellen. Viele Finanzberater hören nicht auf, unverdrossen zu empfehlen: „Arbeiten Sie hart, sparen Sie Geld, kommen Sie aus den Schulden heraus, leben Sie nach Möglichkeit unter Ihren Verhältnissen und investieren Sie in ein breit gestreutes Portfolio von Investmentfonds.“ Das Problematische an dieser Empfehlung ist, dass sie falsch ist – einfach, weil sie veraltet ist.

Ich sage das nicht, weil ich etwas grundsätzlich gegen Ratschläge für Menschen habe, die wohlhabend werden wollen. Für Menschen löst das Vermeiden von Dispokrediten und der Weg aus Ratenkrediten weder die Aufgabe, einmal genug Geld zu haben und den gewünschten Lebensstil zu genießen noch sorgt es für Zufriedenheit. Grundsätzlich stimme ich dem Prinzip zu, dass für die meisten Menschen, Dispo- und Ratenkredite zu vermeiden, ein guter Ratschlag und zumindest ein erster Schritt ist. Aber nur aus einer Verschuldung herauszukommen, reicht nicht aus, wohlhabend zu werden und dabei das Leben zu genießen.

Wenn Sie wohlhabend werden wollen, müssen Sie lernen, die Bedeutung von Schulden richtig zu bewerten. Sie müssen wissen, wie Sie mehr von der richtigen Art von Schulden machen können, und verstehen, wie Sie die Hebelkraft der Schulden für sich nutzen können. Wenn Sie nicht bereit und offen sind, zu lernen, wie Sie die Macht von Schulden einschätzen und nutzen können, dann ist es in der Tat ein guter Rat, Kreditkarten wegzuwerfen, Dispo- und Ratenkredite zurückzuführen und besser unter seinen Verhältnissen zu leben. Das Ammenmärchen, unter den eigenen Verhältnissen zu leben, ist nicht der richtige Weg, um ein richtiges Vermögen auszubauen.

Eine Denkweise, die arm macht
„Lebe unter deinen Verhältnissen“ ist ein schlechter Rat, weil er Sie auffordert, zu eng und zu klein zu denken. Statt Sie aufzufordern, kreativ zu werden, um mehr Geld zu verdienen, lehrt er Sie nur, Ihr Geld sparsam und zurückhaltend ausgeben. Sie stellen nur das Geld, das Sie heute durch Ihre Arbeit verdienen, Ihre Bedürfnisse und Wünsche gegenüber.

Wann immer wir etwas Schönes außer der Reihe wollten, sagte mein armer Vater: „Das können wir uns nicht leisten.“ Wenn wir uns damit erst einmal zufriedengaben und bei anderer Gelegenheit erneut fragten, antwortete er: „Der wichtigste Ratschlag, den ich euch für euer Leben geben kann, ist, besser unter euren Möglichkeiten zu leben.“ Das Widersprüchliche ist, dass es meinem armen Vater eigentlich sehr gut ging. Er hatte eine gute, stabile, hochrangige Führungsposition im Schulamt. Er wurde respektiert. Er war gut ausgebildet und hatte mehrere höhere Abschlüsse. Aber von Geld verstand er sehr wenig.

Obwohl mein armer Vater das Ammenmärchen eines „Leben unter den eigenen Verhältnissen“ predigte, litt er selbst sein ganzes Leben lang unter finanziellen Zwängen. Gegen Ende seines Lebens beklagte er sich bei meinen Geschwistern und mir, dass er uns nicht viel hinterlassen könne. Wir sagten ihm natürlich, dass wir ihn liebten, und das spielte keine Rolle. Er war darüber aber sehr unglücklich. Das größte Problem für meinen armen Vater – und für die meisten Menschen – bestand darin, dass seine „Das kann ich mir nicht leisten. Lebe besser unter deinen Verhältnissen“-Denkweise ihm eine ganze Welt von finanziellen Chancen verschlossen hat. Deshalb nenne ich es ein Ammenmärchen.

Um es klar zu sagen: Ich will in keinem Fall so verstanden werden, dass ich dafür bin, Geld, das man gar nicht hat, für Verbindlichkeiten wie Autos, ein eigenes Haus, unnötige Versicherungen etc. auszugeben. Ich plädiere dafür, dass Sie anfangen sollten, darüber nachzudenken, wie Sie mehr Geld verdienen, damit Sie sich die besseren Dinge im Leben leisten können. Ich bitte Sie deshalb, Ihr Leben an einer Denkweise der Fülle und nicht an einer Denkweise des Mangels auszurichten. Denken Sie größer und nicht klein und verzagt.

Eine Denkweise, die reich macht
Mein reicher Vater sagte: „Statt unter meinen Verhältnissen zu leben, verdiene ich lieber mehr Geld, um das zu bekommen, was ich will. Statt zu sagen: ‚Das kann ich mir nicht leisten‘, frage ich: ‚Wie kann ich mir das leisten?‘“ Wenn meine Ehefrau Kim und ich etwas Verrücktes kaufen wollen, versuchen wir nicht, irgendwo Geld einzusparen, um es uns leisten zu können, sondern wir erwerben einen Vermögenswert, um die Kosten für das, was wir wollen, abzudecken. Statt also immer danach zu suchen, was wir einsparen können, um uns etwas leisten zu können, suchen wir immer umgekehrt danach, unser Vermögen zu erweitern, um die Kosten für das, was wir wollen, zu decken. Das ist eine völlig andere Denkweise. So hat es mir mein reicher Vater beigebracht.

Vor einigen Jahren zum Beispiel wollte ich mir ein sehr teures Auto kaufen. Es war reiner Luxus. Ich hätte den Wagen problemlos bar bezahlen können, aber ich wollte nicht mein Geld nicht für einen neuen Verbindlichkeitswert verschwenden. Stattdessen habe ich in Vermögenswerte investiert, die genügend Cashflow für mein neues Spielzeug abwerfen würden. Es dauerte etwas länger, aber sechs Monate später warfen meine Vermögenswerte genug Cashflow ab, um mein Auto zu bezahlen.

Ich habe mein Traumauto bekommen und gleichzeitig mein Vermögen weiter aufgebaut. Das ist der Kern des Denkens, für den mein reicher Vater im Gegensatz zu meinem armen Vater stand. Denken Sie wie ein Investor oder ein Unternehmer: Finden Sie heraus, was Sie wollen, dann arbeiten Sie einen Plan aus, um mithilfe von Vermögenswerten auf elegante Weise dorthin zu gelangen. Wenn Sie sich nur in den Grenzen Ihrer bestehenden finanziellen Möglichkeiten bewegen, werden Sie es kaum schaffen. Vermögenswerte aufbauen. Sie werden über reines Kostensenken und Ansparplänen niemals dahin kommen, dass Sie sich wirklich etwas leisten können.

Ändern Sie Ihre Denkweise
„Reich werden beginnt mit der richtigen Denkweise, den richtigen Worten und dem richtigen Plan. Wenn man das hat, sind die weiteren Handlungsschritte klar“, sagte mein reicher Vater.

Ihre Wahrnehmung der Realität ist nur das, was Sie gerade selbst für real halten – oder anders ausgedrückt: Ihre Wahrnehmung ist Ihre Realität. Auf die Frage: „Ist es schwer, seine Realität zu verändern?“, antworte ich mit: „Das kommt darauf an.“ Für mich war es ein schwerer innerer Kampf, mich von der Wahrnehmung meines armen Vaters zu trennen und die Vorstellungen meines reichen Vaters zu übernehmen. Ich vergleiche den Wechsel von einer Wahrnehmung, die in die Mittelschicht und die verarmte Unterschicht prägt, zu einer Wahrnehmung der Vermögenden gern damit, als würde man lernen, mit der linken Hand zu essen, nachdem man jahrelang mit der rechten Hand gegessen hat. Es ist zwar nicht schwer, und jeder kann es tun, wenn er durchhält – aber ganz so leicht ist es auch nicht.

Wenn Sie denken wollen wie mein reicher statt wie mein armer Vater, fangen Sie damit an, sich zu fragen: „Wie kann ich mir das leisten, oder was muss ich tun, um es mir leisten zu können?“ Hören Sie auf, nur zu sagen: „Das kann ich mir nicht leisten.“ Dabei werden Sie automatisch von einer armen zu einer reichen Denkweise wechseln und auch aus der Denkfalle ausbrechen, die Ihnen durch das Ammenmärchen Nr. 4 „Leben Sie unter Ihren Verhältnissen“ gestellt wird.

Robert Kiyosaki

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