• Das große Problem mit dem Ammenmärchen „Geld sparen“ ist, dass es früher zutraf
  • Sparer sind oft die Verlierer
  • Die 10 besten Lernfragen meines reichen Vaters

Eine der am tiefsten verwurzelten Ansicht zum Thema Geld ist das Ammenmärchen „Geld anzusparen, um reich zu werden“. „Wenn du Geld sparst, wirst du auch Geld haben“, oder „Spare Geld für schlechte Zeiten“, oder „Ein gesparter Cent ist ein verdienter Cent“. All dies sind gängige Lektionen, die Eltern ihren Kindern über Geld beibringen. Leider gibt es ein großes Problem mit diesen gut gemeinten Lektionen: Es sind reine Ammenmärchen.

Das große Problem mit dem Ammenmärchen „Geld sparen“ ist, dass es früher zutraf. Vor ein oder zwei Generationen zahlte sich das Sparen von Geld noch aus. Man konnte einen bestimmten Geldbetrag beiseitelegen und sich damit zur Ruhe setzen. Ihre Eltern oder Großeltern hätten genau das tun können, und es hat funktioniert. Aber was damals funktioniert hat, funktioniert in der heutigen Wirtschaft nicht mehr. Um das zu verstehen, müssen Sie die Geschichte des Geldes verstehen.

Das Dilemma begann 1971. Der damalige amerikanische Präsident Richard Nixon löste am 15. August 1971 den amerikanischen Dollar aus dem Goldstandard heraus. Beim Goldstandard konnte jeder 35 Dollar gegen eine Feinunze Gold eintauschen. Der Wert des Dollars war also an den Goldpreis geknüpft. Als Nixon diese Verbindung auflöste, destabilisierte er die Wirtschaft und setzte die Inflation und eine Reihe anderer Faktoren in Gang, die sich bis zum heutigen Tag auf die Kaufkraft des Dollars auswirken. Das wiederum hatte auch Auswirkungen auf viele andere Währungen – auch auf die Deutsche Mark. Diese Währungen waren nämlich ihrerseits an den Dollar gebunden.

Vor 1971 war Geld Geld, das durch den Wert von Gold gestützt wurde. Wenn Sie jedes Jahr 10 Prozent Ihres Einkommens auf Ihr Sparbuch legten, konnte daraus genug für den Ruhestand werden. Nach 1971 wurden der US-Dollar und alle Währungen dieser Welt zu Währungen, die mit nichts Wertvollem außer dem guten Glauben und der Kreditwürdigkeit der jeweiligen Staaten im Wert steigen und fallen konnten. Die Währungen degenerierten zu Papierwährungen, die beliebig vermehrt werden können. Aus diesem Grund gab es in der Wirtschaft so viele Schwankungen, Spitzen und Täler.

Sparer sind oft die Verlierer
Aus den folgenden drei Gründen vermeiden finanziell kluge Menschen das Sparen.

Grund Nr. 1 Steuern
„Menschen, die hart arbeiten und Geld sparen, haben es schwer, ein Vermögen aufzubauen, weil sie relativ gesehen immer mehr als andere Steuern zahlen“, sagte mein reicher Vater. Er führte weiter aus, dass die Regierung die Sparer besteuerte – egal, ob sie Gehalt beziehen, Geld sparen, konsumieren oder etwas vererben. Sie werden in Form von Lohn- und Einkommenssteuer, Kapitalertragssteuer, Umsatzsteuer, Mineralölsteuer, Stromsteuer, Tabaksteuer, Alkoholsteuer und Erbschaftssteuer zur Kasse gebeten. Mein reicher Vater erklärte auch, dass noch eine andere Steuer die Sparer schröpft. Es ist eine versteckte Steuer mit dem Namen Inflation.

Grund Nr. 2 Inflation
Mein reicher Vater benutzte den einfachen Betrag von 1.000 Dollar, um zu erklären, warum Sparer fast immer zu Verlierern in der heutigen Wirtschaft werden.

Er erklärte mir: „Deine 1.000 Dollar werden sofort von der Inflation angegriffen, sodass sie jedes Jahr weniger wert werden.“ Mein reicher Vater erklärte weiter, dass die wenigen Zinsen, die die Bank mir zahlt, jedes Jahr sowohl von den Steuern als auch von der Inflation angegriffen werden.

„Die Regierung nimmt dir 25 Prozent der Zinserträge durch Kapitalertragssteuern plus Solidaritätszuschlag plus Kirchensteuern weg – und die Inflation frisst dann den Rest der Zinserträge oder sogar noch mehr.“ Das Ergebnis ist dann oft ein Nettoverlust. Deshalb war mein reicher Vater davon überzeugt, dass hart zu arbeiten und Geld zu sparen, ein sehr mühsamer Weg sei, um reich zu werden.

Grund Nr. 3 Risiko
Wenn Sie hart arbeiten, um Geld zu sparen, setzen Sie bei Ihrer „Sicherheit“ auf Ihr Gespartes. All diejenigen, die ihre ganze Energie darauf verwenden, Geld zu sparen, in der Hoffnung, es zu vermehren, trifft es hart, wenn ihr hart verdientes Geld Stück für Stück verloren geht.

„Menschen, die hart arbeiten und sparen, denken oft, dass es riskant sei, zu investieren“, sagte mein reicher Vater. „Und wenn man etwas für riskant hält, hört man auf, sich weiter damit zu beschäftigen.“ Anstatt ein kalkuliertes Risiko einzugehen, Geld durch Investitionen exponentiell zu vermehren, gehen die meisten Menschen den vermeintlich „sicheren“ Weg: Sie sparen ihr Geld, weil sie glauben, dass sie nur das verstehen und alles andere zu kompliziert ist. Leider ist, wie wir oben gelernt haben, Sparen keinesfalls sicher. Im Gegenteil: Es ist wegen der Steuern und der Inflation oft die riskanteste Art, sein Geld anzulegen.

Die 10 besten Lernfragen meines reichen Vaters
Sie sollten diese 10 Fragen beherzigen, mit denen mich mein reicher Vater immer konfrontierte, wenn es um das Thema Sparen ging.

  1. „Wie lange brauchst du, um 1 Million zu sparen?“ Danach fragte er immer: „Wie lange würdest du brauchen, um ein Darlehn über 1 Million aufzunehmen?“
  2. „Wer wird auf lange Sicht reicher? Jemand, der sein ganzes Leben lang arbeitet und versucht, eine Million zu sparen? Oder jemand, der weiß, wie man sich eine Million zu 10 Prozent Zinsen leiht und sie so anlegen kann, dass eine jährliche Rendite von 25 Prozent auf diese geliehene Million möglich ist?“
  3. „Wem würde eine Bank lieber Geld leihen? Jemandem, der hart für Geld arbeitet, oder jemandem, der weiß, wie man Geld leiht und dieses Geld sicher und intelligent für sich arbeiten lässt?“
  4. „Wer müsstest du sein und was müsstest du wissen, um deine Bank anzurufen und zu sagen: ‚Ich möchte mir eine Million Dollar leihen‘, und den Bankier dann sagen zu lassen: ‚In einer Stunde habe ich die Papiere zur Unterschrift für Sie fertig‘?“
  5. „Warum besteuert die Regierung deine Ersparnisse, gibt dir dann aber eine Steuererleichterung, wenn du dich für bestimmte Anlagen verschuldest?“
  6. „Wer muss finanziell klüger und finanziell besser ausgebildet sein: eine Person mit einer Million Ersparnissen oder eine Person mit einer Million Schulden?“
  7. „Wer muss finanziell klüger mit Geld umgehen: jemand, der hart für Geld arbeitet, oder jemand, der Geld hat, das hart für ihn arbeitet?“
  8. „Wenn du die Wahl hättest, würdest du dich für die Schule entscheiden, um zu lernen, wie man hart für Geld arbeitet, oder würdest du lieber in eine Schule gehen, um zu lernen, wie man Geld hart für sich arbeiten lässt?“
  9. „Warum leiht dir eine Bank gern Geld, um mit Immobilien zu spekulieren, aber keines, damit du damit an der Börse handelst?“
  10. „Warum zahlen die Menschen, die am härtesten arbeiten und am meisten sparen, mehr Steuern als Menschen, die weniger arbeiten und mehr Kredite aufnehmen?“

Es liegt auf der Hand, dass meine beiden Väter völlig unterschiedliche Standpunkte vertraten, wenn es um die Themen Arbeit, Geld, Sparen und Schulden ging. Der große Unterschied in den Standpunkten wird durch diese Aussage meines reichen Vaters besonders klar: „Die Armen und die Mittelschicht haben es schwer, reich zu werden. Sie müssen versuchen, nur mit ihrem eigenen Geld reich zu werden. Wenn man reich werden will, muss man wissen, wie man das Geld anderer Leute benutzt, um reich zu werden, nicht nur das eigene.“

Wenn Sie also Ihr Geld nicht auf ein Sparbuch bei Ihrer Bank legen sollten, was können Sie tun? Die Antwort ist, offensiv zu werden. Geld auf die Bank zu bringen, ist passiv. Sein Geld in den Umlauf zu bringen, bedeutet, es für sich arbeiten zu lassen. Warum sollten Sie Ihr Geld auf die Bank bringen, wo es an Wert verliert, wenn Sie es für sich selbst in Vermögenswerten anlegen können, wo Sie Ihr Geld in mehr Geld umwandeln können?

Das sieht für mich nach einer weit besseren Idee aus. Anstatt dem Ammenmärchen Nr. 5 „Geld sparen“ zu glauben, ermutige ich Sie, Ihr Geld auszugeben und es in Cashflow-Vermögensanlagen zu investieren.

Robert Kiyosaki

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