• Sie müssen den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit kennen
  • Es gibt drei weitere erstklassige Vermögenswerte
  • Investiere für den Cashflow, nicht für eine Wertsteigerung

Dies wird das letzte Ammenmärchen sein, das ich Ihnen vorstelle. Ich hoffe, Sie berücksichtigen jedes Einzelne bei Ihren finanziellen Entscheidungen! Manchmal erscheint es mir, als ob jeder „Finanzexperte“ die Meinung vertritt: „Ihr Haus ist Ihr größtes Kapital.“ Als ich mein Buch Rich Dad Poor Dad schrieb, stellte ich fest, dass ein Haus in Wirklichkeit eine Belastung ist. Was folgte, waren Reaktionen, als hätte ich in ein Wespennest gestochen. Die sogenannten Experten versuchten, mich verbal im wahrsten Sinne des Wortes fertigzumachen. Zu dieser Zeit boomte der Immobilienmarkt, sodass man leicht auf dieses Ammenmärchen hereinfallen konnte.

Finanzberater, Immobilienmakler und Steuerberater bezeichnen Ihr Haus als Vermögenswert. Aber in Wirklichkeit ist ein Vermögenswert nur etwas, das Ihnen auch Geld bringt. Wenn Sie ein Haus haben, das Sie vermieten, dann ist es ein Vermögenswert. Wenn Sie ein Haus haben, ob bezahlt oder nicht, in dem Sie selbst wohnen, dann kann es kein Vermögenswert sein. Statt Ihnen Geld zu bringen, kostet es Sie Geld. Das ist wiederum die einfache Definition einer Verbindlichkeit. Es trifft sogar doppelt zu, wenn Ihr Eigenheim noch mit Hypotheken belastet ist. Dann ist es ein Vermögen, das allerdings Ihrer Bank gehört. Ihr Haus arbeitet dann für die Bank, aber es spült Ihnen nichts in die Tasche.

Ich sage damit nicht, dass Sie kein Haus kaufen sollen – nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich möchte nur, dass Sie den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit verstehen. Wenn ich für mich ein neues größeres Haus möchte, kaufe ich im Idealfall zunächst andere Vermögenswerte, die genügend zusätzlichen Cashflow generieren, mit dem ich dann das neue Haus bezahlen kann.

Was ist ein Vermögenswert?
Sie müssen den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit kennen und vor allem in Vermögenswerte investieren. Wenn Sie vermögend werden wollen, ist das alles, was Sie wissen müssen.

Das ist Regel Nummer 1 – und die einzige Regel!

Das mag absurd einfach klingen, aber die meisten Menschen haben keine Vorstellung davon, wie entscheidend diese Regel ist. Die meisten Menschen geraten in finanzielle Schwierigkeiten, weil sie den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit nicht wirklich kennen. „Reiche Menschen erwerben Vermögen. Die Armen und die Mittelschicht erwerben Verbindlichkeiten, die sie für Vermögenswerte halten“, sagte mein reicher Vater.

Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet gehören Vermögenswerte zu Ihren Pros und Verbindlichkeiten zu Ihren Contras. Sie benötigen Vermögenswerte, um Ihre Verbindlichkeiten zu kompensieren. Sobald Sie dieses Ammenmärchen durchschaut haben, mit dem Sie sicher aufgewachsen sind, fällt es Ihnen leichter, in diesen Grundbegriffen zu denken. Aber was genau sind Vermögenswerte?

Die einfache Definition: Ein Vermögenswert ist etwas, das Ihnen Geld bringt. Dies wird durch vier verschiedene Kategorien erreicht, eine davon sind Immobilien. Wenn ich von Immobilien spreche, meine ich nicht Ihr persönliches Haus oder Ihre Eigentumswohnung, die eine Belastung darstellen. Was ich meine, ist eine Investition in Immobilien, die eine hervorragende Investition ist, wenn sie Ihnen jeden Monat Geld in Form von Mieteinnahmen bringt.

Es gibt drei weitere erstklassige Vermögenswerte: Unternehmen, Wertpapiere und Rohstoffe. Wenn Sie Unternehmer oder Gesellschafter sind, gehört Ihr Unternehmen oder Ihre Beteiligung auch zur Kategorie Vermögenswert. Zu den Wertpapieren zählen Aktien, Anleihen, Investmentfonds und so weiter. Zu den Rohstoffen schließlich gehören Gold und andere Ressourcen wie Öl und Gas. Meine Frau und ich begannen anfangs damit, unser Geld mit Immobilien zu verdienen. Wir investierten in Häuser und Wohnungen, die wir vermieten konnten und die eine laufende Rendite abwarfen. Danach haben wir diversifiziert, sodass wir jetzt etwas Geld in allen vier Anlageklassen haben.

Investiere für den Cashflow, nicht für eine Wertsteigerung
Es ist nachvollziehbar, wenn viele glauben, dass ihr Haus ein Vermögenswert ist. Sie erwarten, dass ihnen ihr Haus auf längere Sicht bedingt durch Inflation und steigende Nachfrage einen erheblichen Wertzuwachs bringt. Menschen glauben gern an dieses Ammenmärchen und belasten auch noch ihr Haus mit zusätzlichen Krediten, um Autos, Urlaub, Fernseher und mehr zu kaufen. Es ist noch nicht so lange her, da erteilte ein Einbruch auf dem Immobilienmarkt vielen von ihnen eine sehr schmerzhafte Lektion. Sie erkannten sehr schnell, dass ihre Häuser doch keine wirklichen Vermögenswerte waren.

Wenn es eine Sache gibt, die die Vermögenden anders machen als die Armen, dann ist es, dass sie ihr Geld arbeiten lassen, statt für ihr Geld zu arbeiten. Was bedeutet das? Ihr Geld liegt nicht einfach auf einem Sparkonto herum, sammelt wenig bis gar keine Zinsen und wartet auf bessere Zeiten. Geld wird investiert und bringt eine echte Rendite. Unterschiedliche Investitionen führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Frage ist, welche Ergebnisse wollen Sie erzielen?

Kapitalgewinne sind einmalige Gewinne, die Sie durch den Verkauf einer Investition erzielen. Die Strategie hinter Kapitalgewinnen lautet: „Kaufe billig, verkaufe teuer!“ Um Kapitalgewinne zu realisieren, müssen Sie die Anlage verkaufen. Solange die Marktpreise steigen, gewinnen Investoren durch Kapitalgewinnen. Wenn aber die Märkte nachgeben und die Preise fallen, verlieren Anleger. Sie realisieren Kapitalverluste statt Kapitalgewinne.

Natürlich können Sie auch mit einem Haus Glück haben, wenn alles passt. Aber wie wiederholbar ist dieser Prozess? Ich halte dagegen, denn jedes Mal, wenn Sie ein neues Projekt beginnen, stehen Sie vor einer Vielzahl unbekannter Variablen, um eine Immobilie umzuwandeln und dann wieder zu verkaufen. Vielleicht haben Sie Glück und es gelingt Ihnen. Aber Sie könnten genauso gut einen Flop landen. Die Risiken sind einfach sehr hoch.

Cashflow ist ein laufender Einkommensstrom, den Sie aus einer Investition erhalten. Sie können dieses Geld je nach Investition monatlich, vierteljährlich oder jährlich erhalten. Die Strategie hinter dem Cashflow besteht darin, zu kaufen und zu halten. Ein weiterer Vorteil der Fokussierung auf den Cashflow besteht darin, dass die Sorge, nicht genug Geld für den Ruhestand zu haben, wegfällt. Durch die Kumulierung von Vermögenswerten, die einen monatlichen Cashflow liefern, kommt jeden Monat Geld herein, bis Sie sich entscheiden, die Anlagen zu verkaufen. Außerdem zähle ich den Cashflow zum sogenannten passiven Einkommen, das in der Regel eher niedriger besteuert wird.

Schließlich können Sie vom ersten Tag an Geld verdienen, denn sobald Sie einen Mieter in die Immobilie bekommen, beginnt das Einkommen zu fließen. Sie müssen nicht warten, bis eine Immobilie an Wert gewinnt, um eine Rendite zu erzielen.

Mein reicher Vater hat mir beigebracht, nicht wegen einer erwarteten Wertsteigerung zu investieren, sondern immer für den Cashflow zu investieren. Eine Wertsteigerung ist willkommen und ist für mich das Sahnehäubchen auf dem Kuchen. Ich ermutige Sie, meinem Beispiel zu folgen.

Robert Kiyosaki

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