• Sie müssen die neuen Regeln verstehen und sie zu Ihrem Vorteil nutzen
  • Finanzieller Analphabetismus beeinträchtigt Ihre Fähigkeit, finanziell unabhängig zu werden
  • Wie bei vielen Dingen im Leben kommt finanzielle Bildung nicht über Nacht

Es mag ungerecht sein, dass sich die Regeln im Umgang mit Geld geändert haben, dass diese Änderungen Sie dann auch noch ärmer machen und dass sie sich dann auch noch Ihrer Kontrolle entziehen. Aber so ist es leider. Wenn Sie in diesen Zeiten reich werden wollen, dann müssen Sie zuerst akzeptieren, dass das Finanzsystem ungerecht ist. Sie müssen dann die neuen Regeln verstehen und sie zu Ihrem Vorteil nutzen. Das erfordert finanzielles Know-how – und finanzielles Know-how kann nur durch die Lösung realer, finanzieller Probleme aufgebaut werden.

Mein reicher Vater sagte: „Die Reichen werden immer reicher, weil sie lernen, finanzielle Probleme zu lösen. Die Reichen sehen finanzielle Probleme als Gelegenheiten, zu lernen, zu wachsen, klüger und reicher zu werden. Die Reichen wissen, dass sie umso größere Aufgaben bewältigen können, je höher ihr finanzielles Know-how ist. Anstatt wegzulaufen, sich fernzuhalten oder so zu tun, als gäbe es gar keine Geldprobleme, freuen sich reiche Menschen auf finanzielle Herausforderungen. Sie wissen, dass Probleme in erster Linie Chancen sind, um klüger zu werden. Deshalb werden sie auch reicher.“

Wenn er die Situation der verarmten Unterschicht beschrieb, sagte mein reicher Vater: „Arme sehen Geldprobleme nur als Probleme. Viele fühlen sich auch als Opfer des Geldes. Viele haben das Gefühl, dass sie die Einzigen mit Geldproblemen sind. Sie glauben, wenn sie mehr Geld hätten, wären ihre Geldprobleme vorbei. Sie wissen wenig darüber, dass ihre eigene Einstellung zu Geldproblemen das eigentliche Problem ist. Ihre Einstellung verursacht ihre Schwierigkeiten. Ihr Unvermögen, sie zu lösen oder zu vermeiden, verlängert ihre Probleme nur noch und macht sie größer. Anstatt reicher zu werden, werden sie ärmer. Anstatt ihr finanzielles Know-how zu erweitern, vergrößern die Armen nur ihre finanziellen Probleme.“

Während die Armen Opfer des Geldes sind, sind die Angehörigen der Mittelschicht Gefangene des Geldes. Wenn er die Mittelschicht beschrieb, sagte mein reicher Vater: „Die Mittelschicht löst ihre Geldprobleme anders. Anstatt das Geldproblem im Kern zu lösen, glaubt sie, ihre Geldprobleme austricksen zu können. Die Mittelschicht gibt viel Geld aus, um die Kinder in gute Schulen zu schicken, damit sie später einen sicheren Arbeitsplatz bekommen können. Die meisten sind intelligent genug, um gutes Geld zu verdienen. Sie kaufen sich ein Haus, pendeln zur Arbeit, gehen auf Nummer sicher und steigen mit großem Arbeitseinsatz die Karriereleiter Stück für Stück hinauf. Sie sparen für den Ruhestand, indem sie in Lebensversicherungen, Aktien, Anleihen und Investmentfonds investieren. Sie sind überzeugt, dass ihre akademische oder berufliche Ausbildung und ihre Arbeitsmoral ausreichen, um sie von der grausamen Welt des Geldes zu schützen.“

Die Folgen einer schlechten finanziellen Allgemeinbildung
Wir alle wissen alle, wie wichtig es ist, lesen, schreiben und gut sprechen zu können. Allgemeinbildung ist die Verbindung der Menschen mit der Außenwelt. Finanzielle Allgemeinbildung ist die Fähigkeit, Dinge zu erkennen, die der Durchschnittsmensch nicht sehen kann, und das eröffnet Chancen. „Finanzieller Analphabetismus“, wie ich es gern nenne, beeinträchtigt Ihre Fähigkeit, finanziell unabhängig zu werden. Hier sind einige Beispiele:

  1. Finanzielle Analphabeten leben ständig in Angst und Sorge. Sie können sich noch nicht einmal wie die Mittelschicht an ein falsches Gefühl der Sicherheit klammern. Ohne finanzielle Allgemeinbildung sind die Selbstachtung und das Selbstwertgefühl oft gering, was Menschen unfähig macht, effektiv und entschlossen zu handeln.
  2. Ich habe festgestellt, dass finanzielle Analphabeten oft verschlossen und engstirnig wirken. Viele glauben, dass die Reichen böse, gierig und unbarmherzig sind. Viele glauben, dass mehr Geld eigene Probleme lösen könnte. Aber wie wir bei Lotteriegewinnern und hoch bezahlten Sportlern sehen, stimmt das leider nicht. Hätte man einer dieser beiden Gruppen in der Schule etwas mehr über den Umgang mit Geld beigebracht, hätten sie ihr gewonnenes oder erworbenes Vermögen nicht schon bald nach Erhalt des Geldes verloren.
  3. Ohne Finanzkenntnisse versteht Menschen nicht, was in der Weltwirtschaft vor sich geht. Sie neigen dazu, andere für ihre Geldprobleme verantwortlich zu machen. Viele geben dann den Reichen die Schuld für ihre Schwierigkeiten. Die meisten Menschen sind aber Opfer des Steuersystems. Wenn sie hören, dass die Reichen wenig bis gar keine Steuern zahlen, werden sie wütend. Anstatt herauszufinden, wie die Reichen weniger Steuern zahlen (oder wie sie die Steuern, die sie selbst zahlen, minimieren können), nennen sie die Reichen „Betrüger und Verbrecher“.
  4. Finanzielle Analphabeten sehen nicht die Chancen direkt vor ihren Augen. Stattdessen vertrauen sie Fremden – der Bank –, die sie vorher noch nie getroffen haben, ihr Geld an. Sie vertrauen Fremden mehr als sich selbst. Millionen von Menschen fragen: „Was soll ich mit meinem Geld machen?“, und legen dann ihr weniges Geld irgendwo langfristig an, ohne je wirklich zu wissen, wer ihr Geld tatsächlich „verwaltet“.

Die Grundlagen einer finanziellen Allgemeinbildung
Viele Menschen haben Vorschläge, wie das Problem der mangelnden Finanzkenntnisse gelöst werden kann. Leider lässt vieles von dem, was als Finanzwissen bezeichnet wird, zu wünschen übrig. Meiner Erfahrung nach geht es dabei fast immer um Konzepte wie Sparen, Einzahlungen in eine betriebliche Altersvorsorge oder Lebensversicherung, einen Hochschulabschluss, die Tilgung von Schulden und Bildung von Wohneigentum. Kurz gesagt, sie konzentriert sich beim Umgang mit Geld auf veraltete Ideen. Angesichts der enormen Kosten des finanziellen Analphabetismus und des verbreiteten Mangels an echter Finanzkenntnis stelle ich Ihnen kurz meine vier einfachen Grundlagen für Ihre finanzielle Allgemeinbildung vor.

Finanzielle Allgemeinbildung – Lehrsatz Nr. 1

Erkenne den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit.
Unser Rechnungswesen verwendet eine Definition, die viele Verrenkungen erfordert, damit sich Menschen und Unternehmen reicher fühlen, als sie wirklich sind. Dadurch bleiben Buchhalter und Steuerberater gut beschäftigt und ihre Kunden schwelgen in Unwissenheit. Die Reichen verwenden eine andere Definition, die ganz einfach ist und der Wirklichkeit entspricht. Ein Vermögenswert ist alles, was Geld bringt, und eine Verbindlichkeit ist alles, was Geld kostet.

Finanzielle Allgemeinbildung – Lehrsatz Nr. 2

Unterscheide zwischen Cashflow und Kapitalgewinne.
Die meisten Menschen investieren für Kapitalgewinne aufgrund von Wertsteigerungen. Die Reichen investieren für Cashflow. Einfach gesagt: Investitionen in erwartete Kapitalgewinne sind wie Glücksspiele. Man investiert sein Geld und hofft, dass der Preis steigt. Viele Menschen kaufen zum Beispiel ein Haus in der Hoffnung, dass sie es später für mehr Geld verkaufen können. In der Zwischenzeit müssen sie ihre Hypothek und den laufenden Unterhalt des Hauses bezahlen. Das Geld fließt Ihnen durch die Finger und das Haus wird zu einer Belastung.

Der Punkt ist, dass Sie bei Investitionen in Kapitalgewinne keine Kontrolle darüber haben, ob zukünftig der Preis steigt oder fällt, und das größere Problem ist, dass Sie, wenn Sie nicht aufpassen, hohe Steuersätze auf den Kapitalgewinn zahlen. Indem sie für den Cashflow statt für Kapitalgewinne investieren, haben die Reichen die Kontrolle über ihr Einkommen und zahlen niedrigere Steuersätze – manchmal sogar gar nichts.

Finanzielle Allgemeinbildung – Lehrsatz Nr. 3

Nutze Schulden und Steuern, um Vermögen zu bilden.
Wenn es um Steuern geht, wissen die Reichen, dass Regierungen Steuergesetze erlassen, um bestimmte Arten von Verhalten zu fördern. Wenn Regierungen wollen, dass Sie erschwinglichen Wohnraum bauen, geben sie Ihnen Steuervorteile. Wenn sie wollen, dass Sie alternative Energien fördern, geben sie Ihnen Steuervorteile. Wenn Sie mehr Arbeitsplätze schaffen, geben Ihnen die Regierungen ebenso Steuervorteile.

Die meisten Steuervorteile sind dazu da, um Unternehmern und Investoren zu helfen. Mit dem richtigen finanziellen Know-how können auch Sie das Steuerrecht nutzen, um nicht nur reicher zu werden, sondern auch geringere Steuern zu zahlen. Gute Schulden zu nutzen und durch Steuern reicher zu werden, erfordert gute Finanzkenntnisse.

Finanzielle Allgemeinbildung – Lehrsatz Nr. 4

Triff finanzielle Entscheidungen selbst.
Wenn man seinen eigenen Kenntnissen über Geld nicht vertraut, lässt man meistens andere Menschen finanzielle Entscheidungen für sich treffen. Die Reichen folgen nicht der Masse. Sie setzen ihre eigenen Trends und sind weg, wenn die Trends zum Mainstream werden. Was ist ihr Geheimnis? Sie denken selbst über Geld nach und treffen ihre eigenen Finanzentscheidungen, weil sie selbst über eine hohe finanzielle Intelligenz verfügen.

Der Schlüssel zum Aufbau eines beachtlichen Vermögens liegt in umfangreichem Wissen und breitem Erfahrungsschatz. Damit gewinnen Sie die Sicherheit, sich für die besten Handlungsschritte zu entscheiden. Diese Art von Wissen und Erfahrung führt zu einer großen finanziellen Reife. Sie entsteht nur, wenn Sie sich intensiv um Ihre finanzielle Ausbildung kümmern.

Wie bei vielen Dingen im Leben kommt finanzielle Bildung nicht über Nacht – sie muss erarbeitet werden!

Robert Kiyosaki

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