• Ich kaufe Gold und Silber, weil sie seit Tausenden von Jahren echtes Geld sind
  • Warum ich wenig von ETFs halte
  • Denken Sie immer daran: Gold und Silber wird es noch lange geben

In meiner Firma Rich Dad sagen wir: „Wissen ist das neue Geld.“ Denn Reichtum erlangt man durch die Fähigkeit, das Geschehen auf den Märkten zu verstehen und entsprechend zu handeln. Das bedeutet, dass Sie, wenn die Weltwährungen wie der Dollar, Yen oder der Euro ins Schwanken geraten, genug Wissen haben, um in Dinge zu investieren, die Sie gegen einen Währungsverfall absichern. Wie zum Beispiel Gold.

Gold war meine erste richtige Anlage als junger Erwachsener. Ich begann, in Gold zu investieren, bevor ich anfing, in Immobilien zu investieren. Im Jahr 1972, im Alter von 25 Jahren, begann ich mit dem Kauf von Goldmünzen, als Gold etwa 70 Dollar pro Unze kostete. Für mich sind Gold und Silber aber immer nur eine Absicherung und kein primäres Investitionsziel. Wie ich bereits einmal geschrieben habe, ist es immer klug, liquide Anlagen zur Verfügung zu haben. Meine Frau Kim und ich halten ein Jahreseinkommen in liquiden Anlagen, die bei Bedarf schnell verkauft werden können.

Für viele Menschen ist ihre bevorzugte Art von liquiden Anlagen entweder Aktien oder Bargeld. Meiner Meinung nach ist Bargeld wertlos. Ich würde es nicht als Investition betrachten. Es verliert seinen Wert und kann sehr schnell auf null oder nahe null fallen. Wenn dies der Fall ist, werden Vermögenswerte mit einem inhärenten Wert, wie Gold und Silber, immer mehr wert – nicht weniger. Ich baue aus verschiedenen Gründen nicht auf Aktien, aber einer davon ist, dass man nie weiß, welche oder wann eine Katastrophe all Ihre Einkünfte vernichtet (denken Sie nur an 2008). Ich kaufe Gold und Silber, weil sie seit Tausenden von Jahren echtes Geld sind. Ich fühle mich sicherer, wenn ich mein Geld in Edelmetallen bewahre statt in Fiat-Währungen, also Papierwährungen ohne inneren Wert.

Was ist ein ausgewogenes Portfolio
Es gibt viele Menschen, die damit angeben, ein gut diversifiziertes Portfolio zu haben. Was sie wirklich meinen, ist, dass sie viele verschiedene Aktien, Anleihen und Investmentfonds besitzen. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Portfolio, das mit einer besonderen Art von Vermögenswerten gefüllt ist, nämlich mit Papiervermögen. Das ist meiner Ansicht nach nicht ausgewogen. Ein ausgewogenes Portfolio wird Investitionen aus den vier Anlageklassen enthalten: Unternehmen, Immobilien, Papieranlagen und Rohstoffe.

Für mich besteht ein Teil meines ausgewogenen Portfolios unter anderem aus Edelmetallen wie Gold und Silber. Sie sind nicht mein primäres Anlageziel. Aber sie sind viel besser als das Festhalten an Bargeld. Letztlich zielt meine primäre Anlagestrategie auf das, was ich schon immer verfolge: Cashflow. Bevor wir uns damit befassen, wie man Gold und Silber kauft, sollten Sie sich über eine populäre Alternative der Edelmetallanlage informieren, insbesondere über ihre Fallstricke. Wenn ich von einer Investition in Gold oder Silber spreche, dann meine ich, dass man das Edelmetall in echt in den Händen halten muss.

Warum ich wenig von ETFs halte
Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund. ETFs bilden immer einen bestimmten Index ab und werden in der Regel an der Börse gehandelt. Hier ist der Grund, warum ich einen Gold-ETF nicht anrühren würde: Unser globales Bankensystem basiert auf dem sogenannten Mindestreserve-System. Einem System, das seit Tausenden von Jahren die Welt regiert. Im Folgenden finden Sie eine einfache Erklärung des Systems. Nehmen wir an, Sie waren vor tausend Jahren ein Ladenbesitzer. Sie haben 10 Goldmünzen. Sie müssen Tausende Kilometer durch die Welt reisen, um Waren für Ihren Laden zu kaufen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie dabei auf schlechte Menschen stoßen.

Sie gehen zu einem örtlichen „Banker“, der sich bereit erklärt, Ihre 10 Goldmünzen in seinem Safe aufzubewahren. Der „Banker“ stellt Ihnen einen Zettel aus, auf dem steht, dass Sie 10 Goldmünzen bei ihm deponiert haben. Sie reisen dann mit nur einem Stück Papier Tausende Kilometer durch die Welt. Ihre Goldmünzen sind sicher. Dann kaufen Sie neue Waren für Ihr Geschäft, geben Ihr Stück Papier demjenigen, der Ihnen die Waren verkauft hat, und fahren nach Hause. Die Person, die Ihnen seine Waren verkauft hat, geht zu seiner „Bank“, legt Ihr Stück Papier vor und erhält ‚sein‘ Gold. Nach einer Weile erkennen sowohl Sie als auch die Person, die Ihnen Ihre Ware verkauft hat, dass Papier viel bequemer ist als Goldmünzen. Sie beide hinterlegen Ihr Gold bei Ihren Bankern und benutzen die Einlagenzertifikate, in denen die beteiligten Banker bestätigen, dass das entsprechende Gold bei ihnen eingelagert ist – wie Papiergeld.

Menschen, die Geld brauchen, gehen nun zur Bank und bitten um einen „Kredit“. Der Banker leiht 9 Ihrer 10 Goldmünzen aus. Die eine Goldmünze, die er in seinem Tresor aufbewahrt, ist die „Mindestreserve“. In diesem Beispiel beträgt die Mindestreserve 1 Goldmünze oder 10 Prozent. Hier wird es spannend: Die Person, die 9 Ihrer 10 Goldmünzen ausgeliehen hat, geht zu seiner Bank und zahlt Ihre 9 Goldmünzen ein. Sein Banker behält wieder 10 Prozent als Mindestreserve, sagen wir vereinfacht 1 Goldmünze. Die restlichen 8 von den 9 Goldmünzen verleiht er wieder an andere Kreditnehmer aus, die ihrerseits dasselbe mit ihrer Bank tun. Der Kreislauf der wundersamen Geldvermehrung ist nun in vollem Gange. Aus Ihren 10 (echten) Goldmünzen könnten so leicht 1.000 (gefälschte) Goldmünzen werden. Und alles ist in bester Ordnung – solange niemand echte Goldmünzen will.

So funktioniert das moderne Bankensystem. Der Grund dafür, dass ich meine echten Goldmünzen in meinem eigenen privaten Tresor und keine Papiergoldmünzen in einem Tresor eines börsengehandelten Fonds (ETF) haben möchte, liegt darin, dass es für jede echte Goldmünze schätzungsweise 100 bis 500 gefälschte Papiermünzen gibt. Alles wird wunderbar funktionieren, bis jeder (sein) echtes Gold haben will. Das Mindestreserve-Bankwesen der Banken gilt für alles, nicht nur für Geld oder Gold. Das gesamte Bankensystem basiert auf dem Vertrauen aller Beteiligten, dass es schon gut gehen wird. Ich vertraue lieber auf echtes Gold und Silber als auf unsere Finanzeliten, die unser Geld drucken und unsere Regierung, unsere Zentralbanken, Banken, Anleihen- und Aktienmärkte leiten. Denken Sie immer daran: Gold und Silber wird es noch lange geben. Lange nachdem Sie, ich, die Finanzeliten und selbst Schaben und Ratten verschwunden sind.

Wo Sie Gold und Silber kaufen können
Das Erste, was Sie beim Kauf von Edelmetallen tun müssen, ist, einen vertrauenswürdigen Händler zu finden, der Ihnen guten Service und Beratung bietet. Für den Kauf von physischem Gold und Silber stehen grundsätzlich zwei Arten zur Auswahl, nämlich der Onlinekauf oder Kauf vor Ort bei einer Bank oder einem spezialisierten Goldhändler.

Wie in jedem Markt variieren Preis und Servicequalität von Händler zu Händler, daher ist die Suche nach einem vertrauenswürdigen Händler ein entscheidender erster Schritt. Im Idealfall gibt es mehrere im Umkreis von einer Autostunde. Aber Edelmetallhändler sind rar, und viele Edelmetalle werden online oder per Telefon gekauft und per Post geliefert. Für einen reinen Edelmetallhändler müssen Sie in der Regel online gehen. Der einfachste Weg, diese Händler zu finden, ist, „Gold und Silber kaufen“ übers Internet zu suchen. Dutzende von Händlern werden auftauchen. Auch finden Sie Videos und Übersichtsartikel zum Onlinekauf. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, sich ausführlich zu informieren, bevor Sie sich am Ende an einen der Händler wenden.

Robert Kiyosaki

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