• Dies könnte der größte Vermögenstransfer in der modernen Geschichte werden
  • Reiche kennen den Unterschied zwischen falschem und echtem Geld sehr gut
  • Sie können auch Ihr eigenes Papiergeld drucken, Sie müssen nur aktiv werden

Ich hoffe sehr, dass ich mich irre, aber ich habe das Gefühl, dass wir auf eine schwere Rezession zusteuern. Im Moment läuft nur noch unsere Gnadenfrist ab. Heute ist unsere Welt mit vielen vergleichbaren Probleme konfrontiert, mit denen sie vor der Weltwirtschaftskrise vor 90 Jahren auch zu kämpfen hatte. Die Regierungen der Welt sind heute wie damals mit einer massiven und kaum tragbaren Verschuldung konfrontiert. Überall auf der Welt sind die Menschen paralysiert. Sie klammern sich aus Sicherheitsgründen an ihr Geld und sparen. Und das ist nicht gut für entwickelte Länder, insbesondere für die USA, die für den größten Teil ihres Wirtschaftswachstums auf Konsumausgaben angewiesen sind.

Das Problem der ersten Weltwirtschaftskrise war die Unfähigkeit der Länder, ihre Kriegsschulden zu begleichen, da der Goldstandard einengend war. Seit Nixon 1971 den Dollar aus dem Goldstandard herausgenommen hat, sind die USA und andere Länder nun in der Lage, sich einen Weg aus der Verschuldung zu bahnen, und sie versuchen es. Heute ist das Problem der Druck von Billionen von Dollar, Yen und Euros, mit denen die Zentralbanken die Märkte fluten. Die Wirtschaft wird abgestützt wie ein aufgeblasener Ballon voller heißer Luft – und leider wird die kleinste Nadel ihn zum Platzen bringen. Robert J. Samuelson, ein bekannter amerikanischer Wirtschaftsjournalist, schreibt im Magazin Newsweek: „Es gibt jetzt unheimliche, wenn auch grobe Parallelen [zur Weltwirtschaftskrise]. Heute gilt der Wohlfahrtsstaat als Maß aller Dinge, früher war es der Goldstandard. Angesichts der alternden Gesellschaften haben die fortgeschrittenen Länder mehr Leistungen versprochen, als ihr heutiges und zukünftiges Steueraufkommen tragen kann. Früher wurde zu viel Geld für Kriegsspiele ausgegeben.“

Die Schulden sind einfach zu hoch, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Das gilt sowohl auf staatlicher als auch auf persönlicher Ebene. Als Reaktion darauf drucken die Regierungen weiterhin mehr und mehr Geld ganz aus dem Nichts und macht es dadurch immer weniger wert. Das ganze Geschacher um die Schulden des eigenen und die eines anderen Landes zu decken, ist wie ein großer Raum voller Händler, die sich gegenseitig Schuldscheine aushändigen, ohne dass jemand wirklich etwas zahlt. Das Einzige, was diese „Rettungsaktionen“ erkaufen, ist Zeit. Das Problem ist, dass Sie alle Zeit der Welt haben könnten, es aber nicht besser werden würde, wenn das eigentliche Problem nicht angegangen wird: die massiven und nicht tragbaren vergifteten Staatsschulden weltweit.

Viele Menschen werden in den kommenden Jahren wie das Kaninchen im Angesicht der Schlange gelähmt sein. Aber für die finanziell Erfahrenen wird dies die Chance ihres Lebens sein. Für diejenigen, die nicht finanziell besonders ausgebildet sind, schlage ich vor, zumindest etwas Gold oder Silber zu kaufen – so viel Sie sich leisten können –, um sich vor der Inflation zu schützen. Wenn Sie aber über hohes finanzielles Know-how verfügen, halten Sie Ausschau nach Unternehmensbeteiligungen. Wenn die Vermögenswerte abstürzen, sollten Sie bereit sein, zuzuschlagen und sich billig einzukaufen.

Das Wichtigste, was man bei Wirtschaftskrisen wissen muss, ist, dass Reichtum nie verschwindet. Er wandert und ist dann einfach nur woanders. Dies könnte der größte Vermögenstransfer in der modernen Geschichte werden. Sie haben die Wahl, ob Sie auf der Nehmerseite stehen oder alles verlieren wollen. Die Trennlinie verläuft zwischen denen, die finanziell intelligent sind, und denen, die es nicht sind.

Ich traue dem Dollar nicht
Am 15. August 1971 beendete Präsident Richard M. Nixon angeblich nur „vorübergehend“ die Bindung des US-Dollars an Gold. Als er dies tat, wurde der US-Dollar zu reinem Papiergeld. Der Grund dafür ist, dass der Dollar nicht mehr an echtem Geld wie Gold gebunden war. Sein Wert stützt sich nun allein auf das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten. Oder anders formuliert: Er wurde zu einem riesigen Schuldschein.

Warum hat Nixon das getan? Weil die Handelsdefizite zwischen den USA und anderen Ländern zu stark anstiegen. Weil die USA mehr importierten, als sie exportierten. Wenn die anderen Länder nun ihr Gold gefördert hätten, in dem sie ihre Dollars aus den Handelsüberschüssen präsentierten, hätte die USA nicht genügend Gold liefern können. Deshalb gab Nixon den Goldstandard für sein Land auf. Und alle Länder, deren Währungen an den Dollar und damit auch an Gold gebunden waren, konnten nun wie die USA ihre Notenpressen so gut wie ungehindert in Gang setzen.

Was passiert dabei? Wenn eine Währung nicht an echtes Geld gebunden ist, sind Regierungen in der Lage, immer mehr Geld aus dem Nichts zu drucken. Dies führt zwangsläufig irgendwann zu einer Inflation, also zur Abwertung der Kaufkraft dieser Währung. Niemand hat den US-Dollar oder die anderen Weltwährungen wie Yen und Euro jemals zum Goldstandard zurückgeführt. Wurde es einfach vergessen? Wann und aus welchen Gründen wurde aus vorübergehend dauerhaft? Ich finde es bemerkenswert, dass auf allen Dollarscheine die Worte stehen: „In God we trust.“ (zu Deutsch: „In Gott vertrauen wir.“) Warum werden wir gebeten, auf Gott zu vertrauen? Was geschah mit dem echten Geld, mit Gold und Silber? Gold und Silber werden noch auf der Welt sein, wenn die letzten Schaben und Ratten ausgerottet sind. Warum also haben die USA „In Gott vertrauen wir“ auf all ihren Geldscheinen?

Dies ist nicht das erste Mal in der Weltgeschichte, dass politische Führer gefälschtes Geld benutzen, um sich selbst reicher und mächtiger zu machen. Papiergeld wurde zuerst von den Chinesen während der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) erfunden. Es wurde dort jahrhundertelang verwendet, bevor sich diese Praxis im 17. Jahrhundert auch in Europa durchsetzte. Das chinesische Reich brach zusammen, nachdem die Eliten erkannt hatten, dass es recht einfach war, Papiergeld zur Finanzierung von Kriegsspielen zu drucken und sich selbst Denkmäler zu errichten. Die Römer benutzten Gold- und Silbermünzen. Sie stellten Falschgeld her, indem sie die Ränder der Münzen beschnitten. Dann schufen die Römer mehr Falschgeld, indem sie ihre Münzen verunreinigten: Sie mischten ihre Gold- und Silbermünzen mit unedlen Metallen wie Kupfer, Zinn und Nickel.

1965 begann die US-Regierung damit, die amerikanischen Silbermünzen zu entwerten, weshalb Silbermünzen am Rand einen Kupferstich aufweisen. Der Grund, warum Papiergeld so gefährlich ist, liegt darin, dass die meisten Menschen nicht wissen, dass ihr Geld eigentlich gefälscht ist. Also tun sie, was man ihnen beigebracht hat: Sie sparen es. Das Problem ist, dass Sparer die eigentlichen Verlierer sind, wenn Geld gefälscht ist. Wie Robert J. Samuelson in der Newsweek schreibt, wird Geld mit der Zeit immer wertloser. Reiche kennen den Unterschied zwischen falschem und echtem Geld sehr gut. Aus diesem Grund verwenden Reiche Papiergeld, um echtes Geld, d. h. Gold und Silber, sowie Vermögenswerte mit einem realen Wert wie Immobilien und Rohstoffe zu kaufen. Auf diese Weise drucken sie ihr eigenes Papiergeld (Cashflow), das sie dann zum Kauf von mehr echtem Geld und Vermögenswerten verwenden. Auch Sie können Ihr eigenes Papiergeld drucken, Sie müssen nur aktiv werden.

Lektion: Jeder kann etwas tun, man muss es nur tun
Albert Einstein wird mit den Worten zitiert: „Nichts geschieht, bis sich etwas bewegt.“ Und es trifft mehr als je zuvor zu. Ich sehe so viele Menschen, die Dinge sagen wie: „Ich möchte reich werden“, oder „Ich wünschte, ich könnte das tun“, oder „Mir passiert nie etwas Gutes“, aber es sind im Prinzip immer die gleichen Menschen, die nie etwas zur Verbesserung ihrer Situation unternehmen. Eine solide Finanzausbildung kann sich jeder leisten, ob reich oder arm, klug oder nicht so klug. Egal, ob man in einem reichen oder armen Land lebt. Mit dem Internet kann jeder zu Reichtum in der Weltwirtschaft kommen. Alles, was man tun muss, ist, neue Ideen zu übernehmen und sich ernsthaft um seine finanzielle Bildung zu kümmern – und dann handeln.

Handeln ist wichtig, weil wir nur so aus unseren Fehlern lernen. Die Vorstellung, dass Fehler schlecht sind, ist dumm und zu kurz gegriffen. Wenn Menschen keine Fehler machen, lernen sie nicht, und deshalb ist mein armer Vater auch arm geblieben. Anstatt den Verlust seines Arbeitsplatzes und seine Gehversuche als kleiner Unternehmer als Segen zu betrachten, betrachtete er sein Versagen aus der Sicht eines strengen Lehrers und bestrafte sich selbst für seine angeblichen Fehler. Er starb als armer Mann und erkannte nicht, dass sein eigentliches Versagen in seiner verpassten Chance lag, zu lernen und zu wachsen.

In der Schule werden die Schüler, die die meisten Fehler machen, als dumm und faul abgestempelt. In der realen Welt werden die Menschen, die die meisten Fehler machen und aus ihnen lernen, klügere Menschen.

Ohne Schadenfreude freue ich mich darüber, dass ich heute viel mehr Geld verdiene als meine Klassenkameraden, die die Einser-Schüler waren und gute Ärzte, Architekten und Anwälte wurden. Ich verdiene mehr Geld, einfach weil ich mehr Fehler gemacht und Gott sei Dank aus ihnen gelernt habe.

Robert Kiyosaki

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