• Er bezahlte uns, indem er uns zu Unternehmer ausbildete
  • „Arbeite, um zu lernen, nicht um zu verdienen“
  • Mathematik auf elementarem Niveau – mit Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division – reicht

Mein armer Vater war das, was im Allgemeinen als Einser-Schüler bezeichnen wird. Er war Schulsprecher und Redner auf der Abschlussfeier. Er liebte die Schule. Er schloss sein Studium an der Universität in nur zwei Jahren mit einem vierjährigen Abschluss ab. Er besuchte die besten Universitäten seines Fachs Mein reicher Vater beendete nicht einmal die achte Klasse. Sein Vater starb früh, sodass er den Familienbetrieb übernehmen musste. Obwohl seine formale Bildung begrenzt war, wurde er schließlich zu einem der reichsten Männer seiner Branche.

Mein armer Vater und mein reicher Vater waren wirklich sehr gegensätzlich. Beide waren sehr gute Männer, aber sie waren nie einer Meinung. Wenn ich heute zurückblicke, kann ich sehr gut beurteilen, wie wertvoll für mich die Zeit mit meinem reichen Vater war, vor allem, wenn es ums Geld ging. Zwischen meinem neunten und achtzehnten Lebensjahr verbrachte ich immer ein oder zwei Tage pro Woche nach der Schule und zwei Samstage im Monat damit, kostenlos für meinen reichen Vater zu arbeiten.

Mein reicher Vater hat weder seinen Sohn noch mich mit Geld bezahlt. Er bezahlte uns, indem er uns zu Unternehmern ausbildete. Er hat uns nicht bezahlt, weil er uns nicht zu Angestellten machen wollte, die für Geld arbeiten. Er bildete uns zu Arbeitgebern aus. Er brachte uns bei, wie man die Fähigkeiten und das Geld anderer Menschen für sich arbeiten lassen kann. Mein reicher Vater hat mich nicht bezahlt, weil er nicht wollte, dass ich anfange, wie ein Angestellter zu denken. Er hatte das Gefühl, der Rest der Welt würde mich lehren, so zu denken. Mit anderen Worten: Er trainierte mich, anders über Geld zu denken – was unbezahlbar war! Er hat seinem Sohn und mir nicht gesagt, was wir tun sollten. Er gab uns Wahlmöglichkeiten. Anstatt mir zu sagen, ich solle „nach einem Job suchen“, ermutigte mich mein reicher Vater, wie ein Unternehmer zu denken und stattdessen „nach Möglichkeiten zu suchen“.

Mit diesem Rat habe ich viele Dinge getan, um Geld zu verdienen. Zum Beispiel stand ich samstags um fünf Uhr morgens auf, um mit meinen Freunden zu surfen, denn morgens ist die Brandung meistens besser. Dann ging ich in das Büro meines reichen Vaters und arbeitete ein paar Stunden für ihn. Um Geld zu verdienen, ging ich dann nachmittags zum Golfplatz und arbeitete als Caddy. Ich trug eine Golftasche neun Löcher weit und bekam dafür 1 Dollar. Es war nur ein Neun-Loch-Platz, also konnte ich mit zwei Taschen 2 Dollar verdienen. An einem Samstagnachmittag verdiente ich mehr, als ich von meinen Eltern wöchentlich als Taschengeld erhielt. Indem er nach Gelegenheiten und nicht nach Arbeit suchte, brachte mir mein reicher Vater bei, die Welt als Unternehmer und nicht als Angestellter zu betrachten. Mein reicher Vater sagte: „Du willst kein monatliches Gehalt auf dem Konto.“ Offensichtlich ärgerten die Vorstellungen meines reichen Vaters von „Arbeiten, um zu lernen, nicht um zu verdienen“ meinen armen Vater.

In der Schule lernt man nichts über Geld
Als ich jung war, fragte ich meine Lehrer: „Sucht man nicht einen Job, um Geld zu verdienen? Wenn Geld der Grund ist, einen Job zu suchen, warum kommen Sie dann nicht gleich zur Sache und bringen uns einfach etwas über Geld bei?“ Meine Frage wurde nie beantwortet. Die Tatsache, dass Geld kaum auf den Lehrplänen der Schulen vorkommt, lässt so viele Menschen, besonders in der heutigen Welt, mit ihren Finanzen kämpfen.  Die traurige Realität ist, dass für die meisten jungen Menschen ihre ersten Ausgaben Miete, Essen, Mobilität und Unterhaltung sind. Wenn sie das Geld nicht haben, geben ihnen oft die Eltern das Geld, das sie brauchen. Dies trägt wenig dazu bei, ihre finanzielle Intelligenz zu erhöhen.

Viele heiraten und gründen eine Familie. Wenn das erste Kind kommt, geben sie noch mehr aus. Wie die meisten Eltern wissen, werden Kinder mit zunehmendem Alter immer teurer. Wenn Kinder kommen, sind viele junge Eltern zum ersten Mal gezwungen, erwachsen zu werden. Wenn sie Ende 30 sind, sind die meisten jungen Paare im Hamsterrad des Lebens gefangen. Das Leben wird immer mühsamer, um genug Geld zu verdienen, um damit die steigenden Ausgaben zu decken. Ich wusste schon in jungen Jahren, dass ich nicht in den gleichen Kreislauf geraten wollte, in dem sich meine Eltern bewegten. Deshalb nahm ich gierig alles von meinem reichen Vater auf, was ich über Geld lernen konnte.

Mit Monopoly lernte ich das Spiel des Geldes
Als ich 19 Jahre alt war, kaufte mein reicher Vater sein „rotes Hotel“ direkt am Strand von Waikiki. In 10 Jahren hatten sich seine „kleinen grünen Häuser“ in ein riesiges „rotes Hotel“ verwandelt. Damals war mir noch nicht klar, wie sehr das Monopoly-Spiel und die Ausbildung meines reichen Vaters die Richtung meines Lebens bestimmen würde. Mein reicher Vater benutzte das Spiel Monopoly, um mich zu trainieren, wie ein Unternehmer zu denken. Ich lernte mehr, behielt mehr und wollte mehr aus den Kindheitserfahrungen mit Monopoly machen – ich wollte das Gelernte auf die Praxis des Vermietgeschäfts meines reichen Vaters anwenden. Diese Lektionen sind in meinem Gehirn eingebrannt. Obwohl ich einen Bachelor of Science von einer renommierten Hochschule habe, erinnere ich mich nicht mehr an viel von dem, was ich in diesen vier Jahren gelernt habe.

Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass ich drei Jahre lang Integralrechnung als Fach hatte, aber ich könnte heute keine mathematische Aufgabe damit lösen. Wie das Sprichwort sagt: „Benutze es oder verliere es.“ Ich bräuchte diese Rechenmethode, wenn ich bei der NASA wäre, aber ich brauche keine Integralrechnung, um reich zu sein. Mathematik auf elementarem Niveau – mit Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division – reicht.

Halte du sie dumm, ich halte sie arm!
Der Unterschied zwischen denen, die die besten Zeiten und denen, die die schlimmsten Zeiten erleben, liegt einfach im Wissen und im finanziellen IQ. Das große Versäumnis unseres Bildungssystems besteht darin, dass es den Menschen nicht beibringt, wie Geld wirklich funktioniert. Wenn etwas gelehrt wird, ist es meist veraltet und überholt. Unser Bildungssystem bringt Ihnen bei, Ihr Geld zu sparen, aber es erzählt Ihnen nichts über Inflation und wie es Ihr Vermögen aufzehrt. Es vermittelt Ihnen, wie man Skonto zieht – verschweigt Ihnen aber den Unterschied zwischen Aktiva und Passiva. Man fragt sich, ob das System absichtlich so konzipiert ist, dass man arm bleibt.

Wenn jemand keine finanzielle Ausbildung hat, kann er Informationen auch nicht verarbeiten. Er kennt den Unterschied nicht zwischen einem Vermögenswert oder einer Verbindlichkeit, Kapitalgewinnen oder Cashflow, Investieren mithilfe der Fundamentalanalyse oder der technischen Analyse, warum die Reichen weniger Steuern zahlen oder warum Schulden manche Menschen reich und die meisten Menschen arm machen. Sie wissen nicht, was eine gute von einer schlechten Investition unterscheidet – oder gute Ratschläge von schlechten. Alles, was sie wissen, ist, zur Schule zu gehen, hart zu arbeiten, Steuern zu zahlen, am besten unter seinen Verhältnissen zu leben, ein Haus zu kaufen, aus den Schulden herauszukommen und arm zu sterben.

Wie es in der Bibel heißt: „Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis.“ Heute gehen Millionen Menschen zugrunde, weil man ihnen von klein auf beibringt, ihr Geld an die Reichen und an den Staat zu schicken. Das ist für mich keine Bildung.

Robert Kiyosaki

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