• Bei diesen Spielen lernte ich den Unterschied zwischen Cashflow und Kapitalgewinn verstehen.
  • Der Gewinner wird reich durch Mieten – nicht durch eigene Hände Arbeit.
  • Stattdessen konzentrieren sich die Reichen darauf, ihr Geld für sich arbeiten zu lassen.

Wenn Sie verstehen wollen, wie die Deutsche Bundesbank oder die Europäische Zentralbank (EZB) funktionieren, beginnen Sie am besten mit einer wenig bekannten Regel vom Monopoly-Spiel. Die Regel lautet: „Die Bank geht nie bankrott. Die Bank gibt einfach so viel neues Geld heraus, wie sie benötigt. Es reicht aus, die benötigten Summen auf Zettel aus gewöhnlichem Papier zu schreiben.“ Dies ist wirklich eine Regel im Monopoly-Spiel. Sie ist ein perfektes Beispiel dafür, wie eine Zentralbank funktioniert. Erinnert Sie das nicht ein wenig an die berühmten Worte „What ever it takes!“ des ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank Mario Draghi. Das Monopoly-Spiel zeigt uns auf einfache Weise, wie wackelig unser Währungssystem aufgebaut ist.

Monopoly wurde 1935 erfunden, in einer Zeit der wirtschaftlichen Erholung, nachdem zuvor die Weltwirtschaftskrise die Lebensgrundlage vieler Menschen vernichtet hatte. Ziel des Spiels ist es, wie Sie sicher wissen, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen Mitspieler in den Bankrott zu treiben. Es wurde entwickelt, um die Wirkungsweise des modernen Kapitalismus zu verdeutlichen und seine Mängel aufzuzeigen. Mieteinkünfte des Grundbesitzers auf der einen Seite schaffen Armut auf der anderen Seite. Nach dem Crash der globalen Finanzmärkte im Jahr 2008 versuchten die Regierungen dieser Welt, zu reparieren, was sie selbst mitverschuldet hatten, und verlängerten damit nur die globale wirtschaftliche Rezession. Das Eingreifen der Regierungen hat leider nicht geholfen.

Warum? Siehe die Monopoly-Regel „Die (Zentral-)Bank geht nie bankrott.“ Heute wette ich gegen den Dollar, den Euro und gegen alle globalen Wirtschaftslenker, indem ich grundsätzlich immer in einen Cashflow investiere. Aber ich bin nicht einfach plötzlich eines Tages aufgewacht und habe das erkannt. Alles begann mit meiner ersten finanziellen Erfahrung im Alter von nur neun Jahren.

Warum Cashflow mein wichtigstes Investitionskriterium wurde
Als ich ein Junge war, spielte mein reicher Vater mit seinem Sohn Michael und mir immer wieder Monopoly. Bei diesen Spielen lernte ich den Unterschied zwischen Cashflow und Kapitalgewinn verstehen. Um beim Monopoly-Spiel zu gewinnen, musste man für den Cashflow investieren. Man kauft Straßen für die Mieteinnahmen und nicht, um damit Kapitalgewinne zu erzielen. Immobilien gewinnen bei Monopoly nie an Wert. Den Unterschied zwischen Cashflow und Kapitalgewinn zu verstehen, war im Alter von neun Jahren eine der wichtigsten Lektionen, die mein reicher Vater mir beibrachte.

Finanzwissen kann so einfach sein wie ein Kinderspiel und kann doch Generationen finanziell absichern – sogar während einer Finanzkrise. Heute schwächeln unsere Wirtschaftssysteme, weil die Zentralbanken unser Währungssystem mit künstlichem Geld überschwemmen, das unsere Währungen zwangsläufig verwässert. Niemand scheint willens, das Problem beim Namen zu nennen. Mein reicher Vater sagte uns, dass „eines der größten Geheimnisse für Reichtum im Monopol-Spiel zu finden ist: vier grüne Häuser, ein rotes Hotel“. Diese Formel verwende ich bis heute. Sie kaufen ein Grundstück, wobei Kosten und Standort sorgfältig geprüft gehören, und erhält die Mieten, wenn die Leute auf Ihrem Grundstück landen. Um mehr Geld zu verdienen, entwickeln Sie diese Grundstücke, indem Sie zunächst ein Haus, dann mehrere Häuser und schließlich Hotels bauen.

Wenn Sie ein erstes Haus auf einem Grundstück haben, das Ihnen gehört – zum Beispiel auf der Berliner Straße –, dann verdienen Sie 80 Monopoly-Euro Miete, wenn jemand darauf landet. Mit zwei Häusern verdienen Sie dann 220 Monopoly-Euro. Drei können Ihnen schon 600 einbringen und ein Hotel bis zu 1.000 Monopoly-Euro. Im Grunde genommen bedeuten mehr grüne Häuser und rote Hotels mehr Geldzufluss. Mehr Grundstücke und größere Immobilien bedeuten im wirklichen Leben dasselbe. Es ist ein einfaches Spiel, aber eine wichtige Lektion.

Spiele sind Trainings, die Sie zu einem besseren Investor machen
Viele Menschen lesen oder hören in erster Linie, um neues Wissen aufzunehmen. Aber es ist erwiesen, dass man durch Simulationen besser lernt als mit jeder anderen Lernmethode. Konfuzius sagte einmal: „Ich höre und vergesse. Ich sehe und behalte. Ich handle und verstehe.“ Ich bin überzeugt, dass Spiele mehr und besseres Verständnis schaffen. Und je mehr Verständnis Sie haben, desto mehr können Sie die andere Seite der Medaille sehen. Anstatt in Angst und Zweifel zu erstarren, beginnen Spieler, Möglichkeiten zu sehen, die sie nie zuvor gesehen haben, weil Verständnis und Erfahrung mit jedem Spiel wachsen.

Und das Beste am Spielen ist, dass man nicht mit echtem Geld spielt. Sie können immer wieder spielen, neue Strategien ausprobieren, große Verluste machen und doch keinen Cent Ihres eigenen Geldes verlieren. Warum spielen Sie Monopoly nicht auch im wirklichen Leben? Mein reicher Vater hat nicht nur mit uns auf seiner Terrasse Monopoly gespielt. Er hat Monopoly auch im wirklichen Leben gespielt. Er erzählte uns: „Vor Jahren, als ich als Kind Monopoly spielte, beschloss ich, dass ich reich werden wollte. Ich wollte Unternehmen aufbauen und dann die Gewinne dieser Unternehmen in Immobilien investieren. Und das ist alles, was ich getan habe. Selbst als wir sehr wenig Geld hatten, ging ich nach getaner Arbeit nach Hause und suchte nach attraktiven Immobilien.“

Er baute sein Vermögen von null auf, begann mit einigen kleinen Geschäften und ging dann zu immer komplexeren Investitionen über. Irgendwann besaß er sein eigenes Hotel in bester Lage. Ich habe vier wertvolle Lektionen von meinem reichen Vater gelernt, indem ich ihm bei seinem Monopoly-Spiel im wirklichen Leben zuschaute:

– Investieren ist nicht per se riskant
– Investieren macht Spaß
– Investieren kann Sie vom täglichen Kampf um Ihren Lebensunterhalt befreien
– IInvestieren kann Sie sehr, sehr reich machen

In meinem Buch „Rich Dad Poor Dad“ handelt die erste Lektion davon, dass die Reichen nicht für Geld arbeiten. Stattdessen konzentrieren sich die Reichen darauf, ihr Geld für sich arbeiten zu lassen. Wie bei Monopoly: Der Gewinner wird reich durch Mieten nicht durch eigene Hände Arbeit.

Wir lernen am besten, indem wir es tun!
Ich werde mich immer daran erinnern, wie mein Vater die Spielstrategie von Monopoly im wirklichen Leben umgesetzt hat, um Geld zu verdienen. Ich habe viele wohlhabende Leute kennengelernt, die auf die gleiche Weise investieren. Ihr Reichtum entstand durch das, was mein reicher Vater „seine Hausaufgaben machen“ nannte. Für mich war die Idee, dass Reichtum zu Hause und nicht bei der Arbeit erlangt wird, eine der wichtigsten Lehren. Es hängt alles davon ab, was man zu tun und zu lernen bereit ist.

Die meisten Kinder – und übrigens auch die meisten Erwachsenen – haben keinen reichen Vater, der ihnen beibringt, die richtigen Spiele zu spielen, um etwas über Geld zu lernen. Unser modernes Bildungssystem ist so beschaffen, dass uns gesagt wird, wir sollen uns hinsetzen und aufpassen. In Wirklichkeit lernen wir aber am besten, indem wir neue Dinge ausprobieren, Fehler machen und etwas Neues erreichen. Heute verdanke ich mein Vermögen zu einem großen Teil dem Monopoly-Spiel. Einfach, weil ich als Kind Spaß daran hatte. Jede neue Spielrunde lehrt neue Fähigkeiten, öffnet Ihren Blick auf viele potenzielle Varianten und trainiert mit Ihnen zu Hause Ihre Kompetenz in Sachen Cashflow. Durch Wiederholungen werden diese Trainingseinheiten in Ihrem Kopf fest verankert. Der Trainingserfolg zeigt sich dann darin, wie Sie persönlich Ihre finanzielle Zukunft angehen.

Holen Sie Ihr altes Monopoly-Spiel aus dem Schrank und spielen Sie es wieder einmal mit Freunden oder am besten mit Ihren Kindern. Beobachten Sie sich dabei selbst. Das macht nicht nur Spaß. Sie werden etwas lernen, was Sie wirklich im Leben gebrauchen können.

Robert Kiyosaki

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