• Wir waren nicht an hoch bezahlten Arbeitsplätzen oder Lohnerhöhungen interessiert.
  • Viele Leute haben mich gefragt, in was ich derzeit investiere.
  • Man braucht Passiv- und Portfolio-Einkommen, um einen Marktcrash zu überstehen.

Die letzte Rezession war ein Desaster für meinen armen Vater. Er ging zur Schule, lernte fleißig und erfüllte seinen Traum von einem vermeintlich sicheren Job als Lehrer in einer angesehenen Privatschule. Er fühlte sich in diesem Leben gut aufgehoben. Sein Traum verwandelte sich plötzlich in einen Albtraum, als ihm gekündigt wurde. Dann verlor er auch noch seine wenigen Ersparnisse, als er den falschen Ratgebern folgte. Ohne Sozialversicherung wäre er in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Die letzte Rezession wirkte sich ganz anders auf meinen reichen Vater aus. Er wusste, dass seine Zukunft in Unternehmensbeteiligungen und Immobilien lag. Obwohl er nie ein guter Student an der Hochschule war, war er doch immer sehr aufmerksamer, wenn es um Geld und Finanzen ging. Als sich die Wirtschaft erholte, war sein finanzielles Wissen gut entwickelt. Sein Leben und sein Geschäft liefen auf Hochtouren. Seine Träume wurden wahr. Wie übersteht ein ganz normaler Mensch diese Krise? Hier sind drei Dinge, die Sie jetzt tun können, um sich später zu schützen.

Für welche Art von Einkommen arbeiten Sie?
Als ich aufwuchs, fand ich es immer interessant, dass mein reicher Vater gewöhnliches Einkommen, das durch Arbeit erzielt wird, nicht mochte. Er sagte oft: „Der schlechteste Rat, den du deinem Kind geben kannst, ist, zur Schule zu gehen, um später einen gut bezahlten Job zu bekommen.“

Er sagte das nicht, weil er grundsätzlich gegen Schulen war. Er war gegen Schulen, wenn sie ihren Schülern nur beibringen, dass man später sein Leben lang für ein gewöhnliches Einkommen arbeiten müsse. Die meisten Leute, die ich kannte, träumten von gut bezahlten Jobs mit hohen Gehältern. Mein reicher Vater sagte dazu: „Menschen beizubringen, ihr Leben lang für ein gewöhnliches Einkommen zu arbeiten, ist, wie jemandem einzureden, alles Glück dieser Welt läge darin, sein ganzes Leben lang als hoch bezahlter Leibeigener zu verbringen.“

Der Grund dafür, dass Kim und ich vorzeitig in den Ruhestand gehen konnten, war, dass wir hart arbeiteten, um Geschäfte aufzubauen und in Immobilien zu investieren. Dieser Weg ermöglichte es uns, immer weniger zu arbeiten und immer mehr zu verdienen. Wir haben nicht für Geld gearbeitet. Wir arbeiteten hart, um aufzubauen, zu kaufen oder Vermögenswerte zu schaffen, wie mein reicher Vater es uns immer geraten hatte.

Wir waren nicht an hoch bezahlten Arbeitsplätzen oder Lohnerhöhungen interessiert. Wir wollten nicht für Geld arbeiten, dessen Wert durch Steuern und Abgaben um 50 Prozent reduziert wird. Aus unserer Sicht ergab das keinen Sinn und wir fanden es auch noch auf lange Sicht viel risikoreicher. Als der Markt 2008 zusammenbrach, waren wir darauf gut vorbereitet, weil wir ein Unternehmen aufgebaut hatten und über Cashflow-Vermögenswerte verfügten. Unser Einkommen war nicht an einen Arbeitsplatz gebunden, über den wir keine Kontrolle hatten.

Man braucht Passiv- und Portfolio-Einkommen, um einen Marktcrash zu überstehen. Je eher Sie anfangen, Passiv- und Portfolio-Einkommen zu erwerben, desto eher sind Sie auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit.

Immobilien
Bei all diesen schlechten Nachrichten kann man sich kaum noch vorstellen, dass es überhaupt noch gute Nachrichten gibt. Aber es gibt sie, und zwar die aktuellen Zinssätze für Immobilien. Viele Leute haben mich gefragt, in was ich derzeit investiere. Es ist kein Geheimnis: Meine Frau und ich investieren immer noch in Immobilien. Der Grund dafür? Die niedrigen Zinssätze.

Die Hypothekenzinsen haben sich weitgehend auf einem historisch niedrigen Niveau gehalten. Das heißt nichts anderes, als dass die meisten Menschen und Unternehmen aufgehört haben, zu investieren. Daher kommt die geringe Nachfrage nach Geld. Das weltweite Inflationsziel von 2 Prozent wird seit Langem nicht mehr erreicht. Deshalb gibt es das billige Geld der Notenbanken. Um die Nachfrage anzukurbeln, geben die Banken praktisch Geld gratis aus, um Käufer doch noch anzulocken.

Die meisten Menschen haben Angst, trotz der rekordtiefen Zinssätze Immobilien zu kaufen, weil die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus, die Volatilität des Aktienmarktes und die Währungsrisiken groß ist. Aber es ergibt keinen Sinn, gerade jetzt seine Investitionen auf die Launen der Preisbildung der Märkte zu stützen. Besonders jetzt, wenn der Markt so unvorhersehbar wie gegenwärtig ist. Ich persönlich möchte auch immer den niedrigsten Preis erzielen. Im Einkauf liegt der Gewinn. Aber letztlich geht es mir nicht um den Preis, sondern um die Rendite. Bei so niedrigen Zinssätzen gibt es in dem gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld unzählige attraktive Angebote.

Ein cleverer Investor mit einer guten finanziellen Ausbildung konzentriert sich weniger auf das, was er nicht kontrollieren und bestimmen kann, wie zum Beispiel Preise. Er konzentriert sich mehr auf das, was er beeinflussen und gestalten kann, wie fester Zinssatz, Zinsbindung, Tilgung und Renditen. Anleger wären klug, wenn sie jetzt die niedrigen langfristigen Zinssätze für Investitionen nutzen würden und sich weniger Sorgen über vorübergehende Preisanpassungen machen. Wenn Ihnen ein Vorhaben auf den Tisch kommt, Ihre Renditeanforderungen erfüllt werden und Sie die finanziellen Möglichkeiten haben, das Geschäft auch zu realisieren, dann ist das jetzt der richtige Zeitpunkt. Spekulieren Sie bitte nicht allein auf Kapitalgewinne durch Wertsteigerungen. Investieren Sie für Ihren Cashflow.

Gold und Silber
Warum Geld auf das Konto legen, wenn die Regierung Geld druckt und die Zinssätze auf null oder darunter sinken? Vor Jahrzehnten war das noch anders, aber heute ist Sparen eine veraltete Idee, weil Sparer am Ende immer verlieren. Die bessere Alternative ist, Möglichkeiten zu finden, wie Sie Ihr Geld für sich arbeiten lassen können.

Eine Alternative ist, sich seinen eigenen Gold- oder Silberbestand aufzubauen. Verwahren Sie (natürlich nur legal) echte Münzen oder Barren aus Gold und Silber versteckt und außerhalb der Reichweite des Bankensystems auf. Mit anderen Worten: Sparen Sie kein Papiergeld. Investieren Sie nicht in wertlose Papierversprechen.

Wie ich bereits einmal an anderer Stelle gesagt habe, hat der US-Dollar und der Euro seit 1971 gegenüber dem Gold über 90 Prozent seiner Kaufkraft verloren. Jedes Mal, wenn die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank ihre Maßnahmen mit QE (Quantitative Easing = Geld in die Märkte pumpen) und Negativzinsen treffen, steigen meine Gold- und Silbervorräte im Wert.

Viele glauben, dass der US-Dollar nicht überleben wird. Auch der Euro soll es in seinem bisherigen Geltungsbereich nicht schaffen. Ich gehe auch davon aus, dass es in einigen Jahren ein weiteres globales Treffen wie 1944 in Bretton Woods geben wird und sich die Geldsysteme verändern werden. Und all das Geld, das Sie auf Ihrem Konto gespart haben, wird vielleicht im Extremfall wertlos. Denken Sie daran, dass es Gold und Silber seit der Entstehung der Erde gibt. Es wird sie auch noch geben, wenn der Mensch mitsamt seinem Papiergeld und aufgeblasenen Bankensystem längst von der Erde verschwunden ist.

Ihr größtes Kapital ist Ihr Verstand
Es gibt immer mehr Belege dafür, dass wir am besten lernen, indem wir etwas tun, wie z. B. Spiele spielen. Und das Beste am Spielen ist, dass man nicht mit echtem Geld spielt. Sie können immer und immer wieder spielen, neue Strategien entwickeln, große Verluste machen und brauchen doch keinen Cent Ihres eigenen Geldes zu investieren. Statt sich mit Angst und Zweifel zu blockieren, sehen Sie im Spiel Möglichkeiten, die Sie nie zuvor gesehen haben, weil Ihr Verständnis und Ihre Erfahrung mit jedem Spiel wachsen werden.

Um zum Beispiel beim Monopoly-Spiel zu gewinnen, muss man für den Cashflow investieren. Man investiert, um Mieten zu erhalten, und nicht für Kapitalgewinne. Immobilien gewinnen bei Monopoly nie an Wert. Dabei lernt man sowohl die wertvollen Lektionen, die mein reicher Vater mir über Geld beigebracht hat, als auch die Einsichten, die ich während meines bisherigen Lebens im Bereich des Investierens und des Aufbaus von Wohlstand gewonnen habe.

Finanzwissen kann so einfach wie ein Kinderspiel sein und doch zukünftige Generationen finanziell absichern – und das sogar während einer Finanzkrise.

Wenn Sie in der heutigen Wirtschaft bestehen wollen, müssen Sie die Spielregeln kennen und für sich nutzen.

Robert Kiyosaki

P.S. Wollen Sie finanziell unabhängig sein und wöchentlich 1.168 € oder sogar 2.551 € zusätzlich verdienen? Ich erkläre Ihnen in meiner Hauptausgabe des „Rich Dad Poor Dad Newsletters“ welche wenige Dinge dafür nötig sind! Wer sich noch heute anmeldet, erfährt meine 29 Geheimnisse, die die Reichen nutzen. Klicken Sie hier um direkt zu beginnen!