• Die meisten Finanzexperten heulten gequält auf. Für sie war dies pure Ketzerei.
  • Scheinvermögen ist ein Vermögen, auf das man sich später nicht verlassen kann.
  • Was können Sie tun?

Als ich jung war, lautete der übliche Rat von Menschen wie meinem armen Vater: „Gehe in eine gute Schule, suche dir eine gute sichere Stelle, spare Geld, kaufe ein Haus und investiere in ein ausgewogenes Portfolio aus Aktien, Anleihen und Investmentfonds.“ Höchstwahrscheinlich kommen auch Ihnen diese Ratschläge bekannt vor.

Mein reicher Vater ist diesem Rat nicht gefolgt, weil er wusste, dass sich etwas Entscheidendes geändert hatte. Der amerikanische Präsident Nixon löste 1971 den Dollar aus dem Goldstandard. Diese Entscheidung hatte für das gesamte globale Geldsystem dramatische Auswirkungen. Der Wert der D-Markt, der Lira, des Francs war plötzlich nicht mehr an einen festen Anker gekoppelt. Damit wurde unser Geld toxisch. Es wurde zu Schulden.

Nachdem mein reicher Vater erkannt hatte, was die Regierung Nixon vorhatte, orientierte er sich an seiner Lektion Nr. 1, nämlich „Reiche arbeiten nicht für Geld“. Mein reicher Vater erkannte, dass Geld toxisch geworden war. Es war nun dazu bestimmt, das geringe Vermögen von demjenigen zu nehmen, der für Geld arbeitet, der Geld spart oder Geld in staatlich geförderte Investitionen wie Lebensversicherungen, Aktien, Investmentfonds und ETFs investiert.

1997 schrieb ich schon in meinem Buch Rich Dad Poor Dad über den Rat meines reichen Vaters. Er sagte immer:

  1. Ein eigenes Haus ist kein Vermögenswert.
  2. Sparer sind stets Verlierer.
  3. Reiche arbeiten nicht für Geld.

Die meisten Finanzexperten heulten gequält auf. Für sie war dies pure Ketzerei. Verleger wollten mein Buch nicht veröffentlichen. „Du weißt nicht, wovon du sprichst“, sagten sie. Leider tat ich das. Und viele folgende Wirtschaftskrisen, die das Vermögen von Millionen Menschen vermindert haben, beweisen dies. Und auch wenn Rich Dad Poor Dad mit über 32 Millionen verkauften Exemplaren das meistverkaufte Buch über persönliche Finanzen aller Zeiten ist, so haben leider noch Millionen und Abermillionen weitere das Buch nie gelesen und tragen die schmerzhaften finanziellen Folgen.

Während ihr Ruhestand immer näher rückt, schlagen sich Millionen von Babyboomer um ihre Liegestühle auf der Titanic. Schon seit rund 30 Jahren beobachte ich, wie sich diese finanzielle Katastrophe immer deutlicher abzeichnet. Zu den Faktoren, die dazu beitragen, gehören die wackeligen finanziellen Grundlagen der Sozial- und Krankenversicherungen. Das mangelnde finanzielle Wissen und die absurde Anspruchsmentalität der meisten Menschen verstärken das alles noch.

In meinem Buch nannte ich die einfache Formel meines reichen Vaters für Aktiva versus Passiva.

„Ein Vermögenswert bringt Geld ins Portemonnaie“, sagte mein reicher Vater.

„Eine Verbindlichkeit nimmt Geld aus dem Portemonnaie“, fuhr mein reicher Vater fort.

Scheinvermögen ist ein Vermögen, auf das man sich später nicht verlassen kann. Scheinvermögen verspricht, Sie reicher zu machen, schröpft Sie aber in Wirklichkeit. Scheinvermögen sieht aus der Ferne betrachtet meist beeindruckend aus. Je näher man kommt und je genauer man hinsieht, umso weniger bleibt übrig.

Welche Arten von Scheinvermögen gibt es?
Riester- und Rürup-Renten sind eine Art von Scheinvermögen, da das Geld jahrelang aus Ihrer Tasche fließt. Eine staatliche Rente ist ein Scheinvermögen, weil sie Ihnen ebenfalls jahrzehntelang Geld aus der Tasche zieht.

Ein Haus, in dem Sie selbst wohnen, ist auch ein Scheinvermögen, weil es Ihnen Geld in Form einer Hypothek für dreißig oder mehr Jahre aus der Tasche zieht. Sie müssen zudem alle Reparaturen und Steuern aus eigener Tasche bezahlen.

Ein Investmentfonds ist für mich auch nur ein Scheinvermögen. Das gilt auch für Aktien, Anleihen, ETFs und Sparkonten. Investmentfonds sind wie alles andere mit Gebühren belastet. Gebühren, die die Reichen reicher machen. Und Sie ärmer. Insider wissen, dass diejenigen, die in Investmentfonds investieren, 100 Prozent des Geldes anlegen, 100 Prozent des Risikos tragen, aber weniger als 20 Prozent der Gewinne bekommen.

Vergessen Sie nie: Echtes Vermögen bringt Ihnen Geld ins Portemonnaie. Verbindlichkeiten nehmen Ihnen dagegen Geld aus dem Portemonnaie. Wenn Sie dieser einfachen Formel folgen, können Sie immer den Unterschied zwischen einem Scheinvermögen und einem echten Vermögenswert erkennen.

Was ist das Problem mit Scheinvermögen?
Die Reichen sind massiv reicher geworden, während die Armen und die Mittelschicht in den letzten vier Jahrzehnten gelitten haben. Die Art und Weise, wie die Reichen so unglaublich reich geworden sind, besteht darin, Scheinvermögenswerte zu benutzen, um sich an dem wenigen Vermögen der Armen und der Mittelschicht zu bereichern.

Das ist das Problem mit Scheinvermögen. Und das Problem wird leider immer größer. Aber zuerst ein kurzer Blick in die Geschichte.

Vor rund 20 Jahren wurde unter dem damaligen Bundeskanzler Schröder die steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge eingeführt. Es kam die Eichel-Rente für die betriebliche Altersvorsorge, die Riester-Rente und die Rürup-Rente. Zusammen mit den Fördermaßnahmen kamen überaus komplizierte Regelungen, die vor allem die Verwaltungen der Anbieter subventionieren.

Plötzlich erwartete man auch, dass Nicht-Investoren, Männer und Frauen ohne jegliche finanzielle Kompetenz, zu Investoren würden. Das war der Beginn einer massiven finanziellen „Abzocke“ durch „too big to fail“-Banken und Versicherungsunternehmen. Am Ende scheinen diese Maßnahmen eher den Anbietern von Versicherungspolicen zu dienen als den Einzahlern.

Die private Altersvorsorge hat eine ganze Industrie sogenannter Vermögensberater hervorgebracht, die zu hervorragenden professionellen Verkäufer ausgebildet werden, um Ihnen Papiervermögen wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Versicherungen gegen Provision zu verkaufen. Um es klar zu sagen: Dies sind keine Investitionen. Es sind Produkte, die die Finanzindustrie verkaufen will, um reich zu werden. Sie wird dies durch Gebühren, Honorare und Provisionen. Je mehr sie verkauft, desto mehr Gebühren, Honorare und Provisionen verdient sie. Wenn das vielleicht für Sie nach einem Schneeballsystem klingt, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

Doch trotz einer massiven Industrie von Vermögensberatern, steigenden Aktienmärkten und Millionen von Menschen, die in Instrumente wie Riester und Rürup investieren, werden die Reichen immer reicher und die Armen und die Mittelschicht immer ärmer.

Das ist das Problem mit dem Scheinvermögen.

Was können Sie tun?
Die Reichen investieren nicht in Scheinvermögen und sie arbeiten nicht für Geld. Vielmehr kennen sie sehr genau die heutigen Spielregeln. Geld steht heute für Schulden. Ihr Finanzwissen und ihre Cleverness ermöglichen es ihnen, in reale Vermögenswerte zu investieren, die ihnen jeden Monat Geld bringen und sie jeden Monat reicher machen.

Wenn Sie aus dem Hamsterrad, Ihr Geld durch den Aufbau von Scheinvermögen an die Reichen zu verschenken, aussteigen wollen, müssen Sie zunächst mit Ihrem finanziellen Kenntnisstand beginnen. Sie müssen Ihre finanzielle Kompetenz erhöhen, um in reale Vermögenswerte zu investieren, die einen Geldfluss ermöglichen, und Folgendes verstehen:

  1. Wie man Steuern zum Erwerb von Vermögenswerten verwendet.
  2. Wie man Schulden zum Erwerb von Vermögenswerten nutzt.
  3. Wie man Gewinne reinvestiert und Steuern vermeidet.
  4. Warum es sinnvoll ist, Geld auch in Form von Gold und Silber zu „speichern“, und nicht als Papiergeld unter die Matratze zu legen.

Wenn Sie Ihr Finanzwissen verbessern, werden auch Sie schnell in der Lage sein, Scheinvermögenswerte zu erkennen und wie die Reichen in reale Vermögenswerte zu investieren.

Robert Kiyosaki

P.S. Wollen Sie finanziell unabhängig sein und wöchentlich 1.168 € oder sogar 2.551 € zusätzlich verdienen? Ich erkläre Ihnen in meiner Hauptausgabe des „Rich Dad Poor Dad Newsletters“ welche wenige Dinge dafür nötig sind! Wer sich noch heute anmeldet, erfährt meine 29 Geheimnisse, die die Reichen nutzen. Klicken Sie hier um direkt zu beginnen!