• Was passiert, wenn es in Schulen an finanzieller Bildung mangelt
  • Warum Sie Investieren nicht als Risiko betrachten sollten
  • Welchen Anteil der Gewinne eine herkömmliche Rentenversicherung frisst

Als ich 9 Jahre alt war, brachte mir mein reicher Vater mithilfe von Monopoly das Konzept des Investierens bei. Immer wieder erzählte er mir: „Eine der Kernformeln für Wohlstand kann man in Monopoly erkennen. Denk immer an die Regel: vier grüne Häuser, ein rotes Hotel.“ Monopoly ist ein Spiel mit Cashflow. Besitzt man beispielsweise ein Haus auf einem Grundstück und erhält dafür 10 Dollar im Monat (wenn ein anderer Spieler mit seiner Figur auf das Spielfeld kommt), dann sind das 10 Dollar an Cashflow. Bei 2 Häusern sind es 20 Dollar, bei 3 Häusern 30 Dollar und bei einem roten Hotel 50 Dollar. Mehr Häuser bedeuten mehr Cashflow, weniger Arbeit, weniger Steuern und mehr Freiheit.

Ein einfaches Spiel, aber eine wichtige Lektion. Mein reicher Vater spielte Monopoly in der realen Welt. Er nahm seinen Sohn und mich oft zum Besuch seiner grünen Häuser mit. Grüne Häuser, die sich einst zum roten Hotel entwickeln werden. Direkt am Strand von Waikiki. Während ich aufwuchs und meinem reichen Vater beim realen Monopolyspielen zusah, lernte ich einige wertvolle Lektionen über das Investieren. Hier ein paar davon:

  • Investieren ist nicht riskant.
  • Investieren macht Spaß.
  • Investieren kann einen sehr reich machen.
  • Und das wichtigste: Investieren bringt Ihnen Freiheit. Man ist frei von der Bürde, seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen. Man muss sich keine Gedanken mehr um Geld machen.

Wenn Sie also klug sind, sollten Sie einen Weg aufbauen, der Sie lebenslang mit Cashflow versorgt. Einen Weg, der für Sie sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten und in Hochkonjunktur- sowie Tiefkonjunkturphasen Einnahmen generiert. Ein Cashflow, der automatisch mit der Inflation wächst und Ihnen des Weiteren Steuerbegünstigungen verschafft. Ich will nicht sagen, dass Immobilienhandel der einzige Weg zum Investieren sei. Ich nehme Monopoly lediglich als Beispiel dafür, wie die Reichen noch reicher werden. Man kann Einnahmen aus Aktien durch Dividenden, aus Anleihen durch Zinsen oder aus Öl, Büchern und Patenten durch Lizenzgebühren erzielen. Oder anders gesagt: Viele Wege führen zu finanzieller Unabhängigkeit.

„Finanzexperten“
Leider mangelt es in Schulen an finanzieller Bildung. Dadurch vertrauen die meisten ihr Geld Leuten an, von denen sie denken, sie seien Finanzexperten. Gemeint sind Leute wie Banker, Finanzplaner und Börsenmakler. Die meisten dieser „Experten“ sind jedoch keine tatsächlichen Investoren. Sie sind meist Angestellte, die für ein bestimmtes Gehalt arbeiten, oder selbstständige Finanzberater, die für Provisionen und Gebühren arbeiten. Die meisten „Experten“ können es sich nicht leisten, ihre Arbeit aufzugeben, weil sie keine Investments haben, die für sie arbeiten.

Warren Buffett sagte: „Die Wall Street ist der einzige Ort, an dem Leute mit einem Rolls Royce zur Arbeit fahren, um sich von denen beraten zu lassen, die die U-Bahn nehmen.“ Wenn Menschen keine solide finanzielle Ausbildung haben, können sie nicht wissen, ob ein Finanzberater ein Verkäufer oder ein Betrüger, ein Narr oder ein Genie ist. Denken Sie daran, alle Betrüger sind nette Leute. Denn wenn sie nicht nett wären und Ihnen nicht sagen würden, was Sie hören möchten, würden Sie ihnen nicht zuhören. Aber es ist nichts daran falsch, Verkäufer zu sein. Wir alle haben etwas zu verkaufen. Wie Buffett sagte: „Fragen Sie nie einen Versicherungsvertreter, ob Sie eine Versicherung brauchen.“ Wenn es um Geld geht, finden sich sehr viele Menschen, die verzweifelt genug sind, Ihnen alle möglichen Dinge zu verkaufen, nur um an Ihr Geld zu kommen.

Rentenversicherungen
Interessanterweise treffen die meisten Anleger nie die Person, die deren Geld verwaltet. In den meisten westlichen Ländern wird das Geld der Angestellten einfach automatisch von ihrem Gehaltsscheck abgezogen, genauso wie die Steuerabteilung steuerliche Abzüge erhebt. Viele amerikanische Arbeitnehmer lassen ihren Arbeitgeber einfach Beträge abziehen, die in ihre Rentenversicherung eingezahlt werden.

Tatsächlich denke ich, eine Rentenversicherung ist wahrscheinlich der schlechteste Weg, um für die Rente zu investieren, und zwar aus folgenden Gründen: Eine herkömmliche Rentenversicherung frisst 80 % der Gewinne. Der Investor erhält vielleicht 20 % der Gewinne, wenn er Glück hat. Der Investor stellt 100 % des Kapitals bereit und übernimmt ein Risiko von 100 %. Die Versicherung stellt 0 % des Kapitals bereit und übernimmt ein 0%iges Risiko. Der Pensionsfonds erzielt weiterhin Einnahmen, sogar wenn Sie Geld verlieren.

Arten von Einkommen
Es gibt keine Versicherung für den Fall eines Marktcrashs. Wenn ich ein Auto fahre, brauche ich eine Versicherung für den Fall eines Unfalls. Wenn ich in Immobilien investiere, habe ich Versicherungen für den Brandfall und weitere Szenarien. Der Investor eines Pensionsfonds hat keine Absicherung gegen Marktverluste. Rentenversicherungen sind für Leute, die im Alter arm sein wollen. Daher erzählen einem Finanzplaner oft: „Wenn Sie in Rente gehen, werden Sie mit einem niedrigeren Steuersatz besteuert.“ Sie gehen davon aus, dass Ihr Einkommen im Ruhestand in eine untere Steuerklasse fällt. Wenn Sie auf der anderen Seite reich in den Ruhestand treten und eine solche Versicherung haben, ist es möglich, einen noch höheren Steuersatz bezahlen zu müssen. Kluge Investoren wissen bereits vor der Investition über steuerliche Konsequenzen Bescheid.

Einkünfte aus Rentenversicherungen werden zu gewöhnlichen Einkommensteuersätzen versteuert, also fallen sie unter die am höchsten besteuerte der 3 Einkommensarten, welche folgende sind:

  • Gewöhnliches Einkommen
  • Portfolio-Einkommen
  • Passives Einkommen

Die traurige Wahrheit über Finanzberater und Pensionsfondsmanager ist, dass sie keine Investoren sind. Die meisten sind einfache Angestellte. Ein Grund, warum einige Rentenversicherungsmodelle nicht gut laufen, ist, dass diese Angestellten nicht zum Investieren ausgebildet sind. Die meisten haben keinerlei richtige finanzielle Bildung. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Finanzexperten ungebildeten Anlegern raten, „langfristig in ein gut diversifiziertes Portfolio aus Aktien, Anleihen und Investmentfonds zu investieren“.

Aber warum raten Ihnen diese „Finanzexperten“ dazu? Der Grund dafür ist, dass Sie nicht für den Gewinn, den sie Ihnen verschaffen, sondern für die Geldmenge, die sie von den Investoren verwalten, bezahlt werden. Je länger Ihr Geld bei den „Experten“ geparkt ist, desto mehr wird diesen bezahlt. Richtige Investoren parken ihr Geld nicht. Sie verfolgen eine Strategie, in der das Geld immer im Umlauf bleibt. Das Kapital tatsächlicher Investoren ist stets in Bewegung, um neue Anlagen zu akquirieren. Nur Amateure parken ihr Geld.

Ich möchte Rentenversicherungen nicht als schlecht darstellen. Ich würde nur selbst niemals eine abschließen. Für mich sind sie zu teuer, zu riskant, steuerlich ineffizient und unfair gegenüber dem Investor. Ich will nur ausdrücken, dass es bessere Möglichkeiten zum Investieren gibt, die allerdings finanzieller Bildung bedürfen.

Robert Kiyosaki

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