• „Es gibt nur zwei Sorten von Menschen auf der Welt. Menschen sind entweder Geber oder Nehmer.“
  • Aus dem Prinzip der Präzision kann wahres Glück für das eigene Leben gewonnen werden
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1994 genossen meine Frau Kim und ich den Luxus, in Rente gehen zu können. Sie war 37, ich war 47. Ich dachte, das Rentendasein würde sich anfühlen wie der Himmel auf Erden. Stattdessen entpuppte es sich als die Hölle. Alles, was ich tat, war Golf zu spielen. Hätten Sie mich spielen sehen, wüssten Sie, warum Golf für mich das Spiel aus der Hölle ist. Eins von Richard Buckminster Fullers verallgemeinerten Prinzipien besagt: „Je mehr Menschen ich diene, desto effektiver werde ich.“ Uns war der Schlüssel zu unserer Zukunft klar geworden. Wir mussten mehr Menschen dienen. Wir haben uns seither immer darauf konzentriert, zuerst mehr Menschen zu dienen.

Also machten wir, Kim und ich, uns wieder an die Arbeit, entwickelten 1996 unser Cashflow-Brettspiel und ich schrieb Rich Dad Poor Dad. Unsere Ziele sind bis heute dieselben geblieben: Wir glauben, dass sich zu viele Menschen vom Geld versklaven lassen und dass finanzielle Bildung einen Weg zu finanzieller Freiheit darstellt. Unser Wunsch ist es, Sie in finanzieller Hinsicht zu befreien, sodass Sie mehr von sich zurückgeben und sich der Arbeit widmen können, zu der Sie geboren wurden. Eine der größten Freuden unseres Schaffens ist es, wenn Leute wie Sie unsere Arbeiten lesen – selbst dann, wenn Sie nicht mit allem darin einverstanden sein mögen. Ich weiß, dass die Welt voll von Menschen mit großartigen Ideen ist. Großartige Geschichten, die es zu erzählen gilt und großartige Geschenke, die sie zu vergeben haben.

Mein reicher Vater sagte oft: „Es gibt nur zwei Sorten von Menschen auf der Welt. Menschen sind entweder Geber oder Nehmer.“ Er fuhr dann fort: „Geber geben, da sie etwas zum Geben haben. Sie geben gern. Es gibt ihnen ein gutes Gefühl. Nehmer werden nur dann etwas geben, wenn sie dafür auch etwas bekommen. Die meisten Menschen gehen nur zur Arbeit, weil sie erwarten, dafür bezahlt zu werden. Würden sie nicht bezahlt werden, würden sie auch nicht arbeiten. Nehmer werden dir nur dann einen Gefallen tun, wenn sie dafür etwas bekommen können. Warten sie vergeblich, werden sie das, was sie gegeben haben, zurückverlangen oder es dir auf ewig verübeln.“

Selbstlose Ziele
Viele Menschen glauben, alle Reichen sind gierig – und viele sind es tatsächlich. Dennoch habe ich auch viele gierige Menschen getroffen, die arm oder aus der Mittelschicht waren. Das sind ganz einfach gierige Menschen mit weniger Geld. Die Reichen haben kein Exklusivrecht auf Gier. Nachdem wir geheiratet hatten, steckten Kim und ich uns gemeinsam eigennützige und uneigennützige Ziele. Wir legten vier finanzielle Zwischenziele fest, die zu den vier Wegweisern unseres Lebens wurden:

Das erste Ziel war die Gründung eines Unternehmens, das so vielen Menschen wie möglich dienen sollte. Wir wollten Menschen Gutes tun, ohne dabei auf deren Wohlstand (oder die Abwesenheit von Wohlstand), deren Rasse oder deren Religion zu achten. Das zweite Zwischenziel war es, unser Geld nutzbringend anzulegen. Der größte Teil unseres investierten Geldes steckt in Apartmenthäusern. Wir bieten Tausenden von Menschen sicheren, gut verwalteten und erschwinglichen Wohnraum.

Das dritte Zwischenziel unserer Finanztätigkeit war das Zurückgeben von Geld. Sogar als wir sehr wenig Geld hatten, spendeten wir für wohltätige Zwecke, die unsere Herzen berührten. Wir geben Geld nicht direkt zu den Bedürftigen. Stattdessen spenden wir an verantwortungsvolle Organisationen, die ein nachweislich vertrauenswürdiges Spendenmanagement vorweisen können. Das vierte Zwischenziel war unser persönlicher Lebensstandard. Auch wenn wir nichts hatten, als wir heirateten, so wollten wir doch ein finanziell freies, reiches und wohlhabendes Leben führen. Alle vier Zielsetzungen erforderten harte Arbeit, viel Umherreisen, stetes Lernen und eine gute Portion Enttäuschungen.

Heute haben wir mehr Geld, als wir jemals ausgeben könnten. Wir haben mehr, als wir brauchen. Darum konzentrieren wir uns jetzt mehr und mehr darauf, Geld zurückzugeben – genauso wie es Bill Gates und Warren Buffett tun. Geld zurückzugeben kann ein Vollzeitjob sein. Genauso wie das Verdienen und Anlegen von Geld einzigartige Herausforderungen mit sich bringt, so kommt auch das Zurückgeben von Geld mit seinen ganz eigenen Herausforderungen daher. Wohltätiges Geben kann sowohl Wissenschaft als auch Kunst sein. Ich möchte es noch einmal betonen: Anstatt den Bedürftigen und Armen das Geld zu geben, suchen wir sorgfältig nach verantwortungsvollen, gut geführten Organisationen, die unseren Wohlstand schützen und das Geld weise über Jahre hinweg einsetzen – auch dann noch, wenn wir längst nicht mehr sind.

Gott und das Geld
Das folgende Zitat von Mohammad lässt mich innehalten und nachdenken: „Eines Mannes Wert liegt in dem Guten, das er in dieser Welt vollbringt.“ Obwohl ich nicht sehr religiös bin, hat mich meine spirituelle und religiöse Ausbildung immer gut unterstützt. Dieses Wissen hat mir in schweren Zeiten meines persönlichen Lebens Lebenskraft und Führung gegeben – im Krieg genauso wie im Geschäft. Wenn ich „Gott“ erwähne, dann spreche ich nicht vom Gott einer bestimmten Religion. Ich meine ein spirituelles Wesen, kein menschliches. Ich glaube an einen spirituellen Gott. Ich benutze „God“ als Akronym für „General Overall Director“ (zu Deutsch etwa „allgemeiner Generaldirektor“).

Ich glaube, Gott sieht sich an, was wir mit den von ihm erhaltenen Gaben und Talenten anstellen und ob wir sie dazu nutzen, Gutes zu tun. Wen liebt Gott also mehr? Es sind wahrscheinlich die, die ihre Gaben – Talente, Zeit oder Schätze – mit der Welt teilen. Die Bibel spricht viel über Geld, Wohlstand, Schulden, Bankiers, Großzügigkeit und Gier. Tatsächlich heißt es, die Bibel enthalte mehr Verse über Geld als über jedes andere Thema. Meine religiöse Ausbildung begann im Alter von zehn Jahren. Ein neuer Pfarrer kam in die Stadt. Er war jung, alleinstehend, gut aussehend und stammte aus Texas. Er trug Cowboy-Stiefel und Jeans und hatte immer eine Gitarre über dem Rücken hängen, bereit, loszusingen.

Ich werde nie vergessen, wie er sagte: „Wir haben die Kraft, unseren eigenen Himmel und unsere eigene Hölle hier auf Erden zu schaffen.“ Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber es war immer ein nützlicher Gedanke. Er lehrte uns auch: „Gott hat uns diese Kraft bereits gegeben. Es liegt an uns, diese Kraft in uns zu finden und zu gebrauchen.“ Viele starke Lektionen leiten sich aus religiösen Anschauungen ab. Und ob ein Mensch an Gott glaubt oder einer bestimmten Religion angehört oder nicht, die Anspielungen und Lehren bieten andere Sichtwinkel auf Geld und dessen Rolle in unserem Leben.

Ich denke, es ist wichtig, Großzügigkeit im Zusammenhang mit Geld und Gott zu diskutieren. Mit den Kindern oder der Familie über Entscheidungen zu sprechen. Man wird mit jedem Dollar, den man verdient, vor die Wahl gestellt, ihn auszugeben, zu investieren oder etwas davon an andere Menschen abzugeben. Sie können über das Wesen von Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit diskutieren, denn beides ist mit dem Leben, dem Geschäftlichen und den eigenen religiösen Ansichten verwoben. Es ist wichtig, über die Bedeutung des Zurückgebens zu sprechen.

Robert Kiyosaki

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