• Falls Sie mehr Geld auf dem Sparkonto haben als in Investments, lesen Sie dies bitte sorgfältig
  • 66 Prozent der Millennials vernichten gerade unser Geld
  • Sparer müssen ihre Einstellung verändern, wenn sie jemals etwas von ihrem verdienten Geld behalten möchten

Ich habe in dieser Woche mehrere Ausgaben den Themen der Zukunft junger Leute gewidmet. Die Frage der Universität, einer frühzeitigen finanziellen Ausbildung und dem Zurechtlegen eines Plans. In der heutigen Lektion will ich all das vertiefen. Sie spricht dabei sowohl die jungen Leute an als auch alle mit mehr Jahren auf dem Buckel. Zu verstehen, dass unser Geld kein richtiges Geld mehr ist, ist der Schlüssel zu Ihrem finanziellen Erfolg.

Die Millennials oder auch die Generation Y sind unumstößlich in die Pole-Position vorgerückt, wenn es um den Arbeitsplatz und unsere Kultur geht. Diese Generation umfasst 75,4 Millionen „Mitglieder“ und ist inzwischen die größte und wohl einflussreichste Generation geworden. Es ist also wichtig, ihre Geldgewohnheiten zu untersuchen – und es ist leider feststellbar, dass die Millennials sich auf ein schmerzhaftes Erwachen gefasst machen müssen.

Einem Bericht der Website Refinery29 zufolge, der sich auf eine Studie von Merrill Edge über die Geldgewohnheiten der Generation Y stützt, „glauben 66 Prozent der befragten Teilnehmer, dass sie allein mit ihren Sparkonten auch in 20 Jahren in der Zukunft abgesichert sein werden.“ Das bedeutet, dass sie das Geldsparen dem Investieren deutlich vorziehen.

Es bedeutet auch, dass viele Millennials ein sehr geringes finanzielles Wissen haben, welches darüber hinaus aus der Zeit der alten Goldstandardregeln stammt, die heute nicht mehr gelten. Meine frühere These ist bestätigt: Die Generation Y braucht eine neue finanzielle Taktik. Mich beunruhigt diese Untersuchung sehr, denn in der neuen Welt des Geldes sind die Sparer immer die Verlierer – und wir können es uns nicht leisten, dass unsere mitgliederstärkste Generation eine Generation finanzieller Verlierer ist.

Deshalb würde ich gern einige Einblicke in die Geschichte des Geldes teilen, um meinen Freunden der Generation Y etwas Wichtiges beizubringen – und der Generation Z und den Babyboomern gleich mit.

Aus der jüngsten Geschichte des Geldes
Wir haben einige der folgenden Punkte bereits in vorherigen Ausgaben besprochen. Im Folgenden gebe ich eine profundere Wiederholung amerikanischer Geschichte: Mein armer Vater glaubte an das Sparen. „Ein gesparter Dollar ist ein verdienter Dollar“, sagte er oft.

Leider achtete er nicht auf Veränderungen in der Geldpolitik. Er sparte sein ganzes Leben, ohne zu merken, dass seine Dollars nach 1971 kein Geld mehr waren. 1971 änderte Präsident Richard Nixon die Spielregeln. In diesem Jahr endete das Dasein des Dollars als Geld und er wurde zu einer Weichwährung. Das war eine der bedeutendsten Veränderungen der modernen Geschichte, doch nur wenige Menschen verstehen, warum.

Vor 1971 war der Dollar richtiges Geld, das an Gold und Silber gekoppelt war, und darum war der US-Dollar auch als Silberzertifikat bekannt. Nach 1971 wurde er zu einer Zentralbanknote – ein Schuldschein der US-Regierung. Unser Dollar wurde von einem Vermögenswert in eine Verbindlichkeit umgewandelt. Heute sind die USA der größte Schuldnerstaat der Geschichte, teilweise auch aufgrund dieses Einschnitts.

Wirft man einen kurzen Blick auf die Geschichte des modernen Geldes, versteht man leicht die Tragweite der Veränderungen von 1971. Nach dem Ersten Weltkrieg kollabierte das deutsche Geldwesen. Dafür gab es viele Ursachen, unter anderem, dass die deutsche Regierung nach Gutdünken Geld drucken konnte. Die daraus resultierende Geldflut führte zu einer unkontrollierten Inflation. Es gab immer mehr Mark, aber man konnte sich immer weniger damit kaufen. 1913 kostete ein Paar Schuhe 13 Mark. 1923 waren es für dasselbe Paar ganze 32 Billionen Mark!

Mit der steigenden Inflation wurde die Mittelschicht um ihre gesamten Ersparnisse gebracht. Ihres Vermögens beraubt, verlangte es der Mittelschicht nach neuer Führerschaft. Adolf Hitler wurde 1933 zum deutschen Kanzler gewählt, und es folgten, wie wir wissen, der Zweite Weltkrieg und der Holocaust.

Ein neues Geldsystem
Während der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs wurde das Bretton-Woods-System eingeführt, um die weltweiten Währungen zu stabilisieren. Es handelte sich quasi um einen Goldstandard, was bedeutete, dass alle Währungen in Gold gedeckt waren. Dieses System funktionierte gut bis in die Sechziger – bis die USA begannen, Volkswagen aus Deutschland und Toyota aus Japan zu importieren.

Plötzlich importierten die Vereinigten Staaten mehr, als sie exportierten, und so verließ immer mehr Gold unser Land. Um den Goldabfluss zu beenden, stoppte Präsident Nixon 1971 das Bretton-Woods-System und der US-Dollar ersetzte das Gold als weltweite Währung. Zu keinem anderen Zeitpunkt der Geschichte war die Fiatwährung einer Nation jemals das Geld der ganzen Welt. Um das besser zu verstehen, ließ mich mein reicher Vater folgende Definition im Wörterbuch nachschlagen:

Fiatgeld:
Geld (als Papiergeld) nicht in Münzen oder Hartgeld entsprechenden Wertes umtauschbar.

Die Worte „nicht in Münzen umtauschbar“ verwirrten mich. Darum sollte ich auch das Wort „fiat“ noch einmal nachschlagen.

Fiat:
Ein Befehl oder eine Handlung, die etwas ohne oder wie ohne Anstrengung herbeiführt.

Ich sah zu meinem reichen Vater auf und fragte: „Heißt das, man kann Geld aus dem Nichts schaffen?“ Nickend sagte mein reicher Vater: „Deutschland hat es getan und jetzt tun wir es auch.“

„Deshalb sind Sparer die Verlierer“, fügte er hinzu. „Ich habe im Zweiten Weltkrieg in Frankreich gekämpft. Darum werde ich nie vergessen, dass Hitler genau dann an die Macht kam, als die Mittelklasse ihre Ersparnisse verloren hatte. Leute tun vernunftwidrige Dinge, wenn sie ihr Geld verlieren.“ Die meisten Wirtschaftswissenschaftler wären nicht mit der Korrelation meines Vaters zwischen dem Verlust von Ersparnissen und Hitler einverstanden. Es mag keine akkurate Lektion sein, aber eine, die ich nie vergessen werde.

Die möglicherweise drohende finanzielle Katastrophe
In den letzten Jahren hat die US-Regierung Geld aus dem Nichts geschaffen, und zwar mithilfe der sogenannten quantitativen Lockerung. Sie besserten also durch den Kauf von Staatsanleihen die Bilanz der Zentralbank auf, um die Zinsen niedrig zu halten, in der Hoffnung, die Wirtschaft mit diesem künstlichen Mittel anzuspornen. Das ist genau dasselbe, als würden Sie oder ich Geld drucken, um die Überziehung auf unserer Kreditkarte auszugleichen. Noch verrückter ist, dass das funktioniert hat … bis jetzt.

Bloomberg berichtete:

„Von 2008 bis 2015 stieg der nominelle Wert des weltweiten Vorrats an verfügbarem Investitionskapital um etwa 40 Prozent, von über 350 Billionen zu über 500 Billionen Dollar. Der reelle Wert hinter diesen Zahlen änderte sich jedoch kaum, was wiederum das vermögenspreisinflationäre Wesen der quantitativen Lockerung widerspiegelt. Die Auswirkungen der Vermögenspreisinflation sind genauso weitreichend wie die der besser bekannten Inflation bei Konsumgütern.“

Die Folge der quantitativen Lockerung war die Aufbesserung der Bilanzen derer, die bereits reich waren, während Gehälter stagnierten und sich eine Blase im Aktienmarkt bildete.

Bricht also der Aktienmarkt zusammen und die Inflation der Konsumgüterpreise durch die Verschiebung des Aktienmarktgeldes kommt dazu, dann werden am Ende die Sparer die großen Verlierer sein. Sie werden kein Kapital aus der Aktienmarktblase geschlagen haben und die Inflation, die sich potenziell zu einer Hyperinflation steigern könnte, wird ihre Ersparnisse aufzehren. Schlimmer noch: Das könnte zu einem Zeitpunkt geschehen, wo man sich für die Rente nicht mehr finanziell erholen kann.

Das Geld als Währung verstehen
Das bringt mich zu einer weiteren wichtigen Lektion, denn da Geld nicht länger Geld, sondern eine Währung ist, muss es immer irgendwohin fließen. Wie elektrischer Strom muss eine finanzielle Währung in Bewegung bleiben oder sterben. Sparen bedeutet im Grunde, die Währung sterben zu lassen.

Der Grund, warum wir ungezügelte Schwankungen in Bereichen wie der Börse, den Immobilien und sogar Kryptowährungen sehen, ist die stete Bewegung des Geldes. Die Reichen verstehen das und sie nutzen ihr finanzielles Know-how, um herauszufinden, wo sich das Geld hinbewegt – frühzeitig und oft. Gemäß dem alten Sprichwort kaufen sie günstig und verkaufen teuer. Zusätzlich nutzen sie ihre Gewinne, um Vermögenswerte zu kaufen, die Cashflow generieren und ihren Wohlstand exponentiell steigern.

Die gute Nachricht ist, dass das jeder kann, der einen hohen finanziellen IQ hat. Gehören Sie zur Generation Y, möchte ich Sie dazu ermutigen, Ihren Geist weit über den unzureichenden Plan, Geld zu sparen, zu öffnen. Lernen Sie, wie Geld wirklich arbeitet, und lernen Sie, es für sich arbeiten zu lassen. Wenn Sie das schaffen, ersparen Sie sich in Zukunft eine Welt voller Schwierigkeiten.

Sein Sie clever!

Robert Kiyosaki

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