• Die Regeln haben sich zum Schlechteren gewandelt 
  • Viele Menschen verstehen es nicht: Sparer sind die Verlierer

wie den meisten Menschen wurde sicher auch Ihnen beim Erwachsenwerden beigebracht, dass Sparen eine clevere finanzielle Entscheidung sei. Unsere Kultur ist voll von positiven kleinen Sprichwörtern über das Sparen, wie zum Beispiel „Sparen ist verdienen“, „etwas auf die hohe Kante legen“ und „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“.

Mein armer Vater war einverstanden, nach diesen geflügelten Worten zu leben. Er sagte oft: „Arbeite hart und spare.“

Mein reicher Vater sagte jedoch immer: „Du willst wohlhabend und finanziell abgesichert sein? Hart zu arbeiten und Geld zu sparen, bringt dich nicht dorthin.“

Ich glaube daran, dass Sparer die Verlierer sind. Natürlich spreche ich von einem bestimmten Typ von Sparern. Diejenigen, die Geld auf ein Konto mit niedrigen Zinsen packen und hoffen, dass es sich wie von Zauberhand so vermehrt, dass sie in der Rente gut davon leben können.

Das funktioniert nicht und ist zudem ein schlechter finanzieller Rat. In einer Wirtschaft, wo praktisch alles darauf ausgerichtet ist, Ihnen Geld wegzunehmen, hat das Sparen wenig Wert. Von Inflation über Steuern bis hin zu versteckten Gebühren in Ihrem Rentenplan: Das System richtet sich gegen Sie.

Es sind tatsächlich drei Kräfte, die den aufs Sparen fixierten Menschen das Geld aus der Tasche ziehen.

1. Steuern

„Leute, die hart arbeiten und Geld sparen, tun sich schwer, Wohlstand aufzubauen, denn sie bezahlen verhältnismäßig mehr Steuern“, sagte mein reicher Vater.

Er fuhr fort, zu erklären, dass die Regierung die Sparer besteuert, wenn sie Geld einnehmen, sparen, ausgeben und vererben, und zwar in Form von Einkommens-, Kapitalertrags-, Umsatz- und Erbschaftssteuer.

Es gibt einen Grund, warum die Regierung Sparanlagen lieber besteuert, als sie von der Steuer zu befreien. Was ich Ihnen bereits früher schon einmal verraten haben: Die Regierung erlässt Steuerbefreiungen, um das Verhalten der Leute in staatlichem Sinne zu beeinflussen. Die Regierung will die Menschen nicht zum Sparen ermutigen – auch wenn sie dazu vollmundige Lippenbekenntnisse ablegt –, denn Sparen hilft der Wirtschaft nicht beim Wachsen. Schulden helfen schon dabei.

Wenn Sie also ein Sparer sind, machen die Steuern Sie zum Verlierer.

2. Inflation

Mein reicher Vater nutzte das einfache Zahlenbeispiel von 1.000 Dollar, um zu zeigen, warum Sparer in der Wirtschaft fast immer zu Verlierern werden.

Er erklärte: „Deinen 1.000 Dollar setzt sofort die Inflation zu, sodass sie jedes Jahr weniger wert sind.“

Er erläuterte weiter, dass die jährlich von der Bank ausgezahlten Zinsen sowohl von Steuern als auch von der Inflation geschmälert würden. Der Staat hole sich 30 Prozent der Zinserträge durch die Kapitalertragssteuer und die Inflation fresse beinahe den Rest – und sogar mehr.

Wie oben erwähnt, wären 1.000 vor 50 Jahren angesparte Dollar heute 137,45 Dollar wert. Das, gepaart mit den Steuern, bedeutet, dass Sie als Sparer mit der Kaufkraft Ihres Geldes in den Miesen sind. Darum dachte mein reicher Vater, dass Arbeit und Sparen ein harter – wenn nicht vergeblicher – Weg zu Reichtum sei.

3. Risiken vermeiden

Arbeiten Sie hart, um Geld zu sparen, dann vertrauen Sie diesen Sparanlagen Ihre „Sicherheit“ an. Für diejenigen, die ihre ganze Energie darauf verwendet haben, Geld zu sparen, ist es sehr schwer, umzusatteln und zu investieren, und zwar aus Angst, das ganze hart verdiente Geld zu verlieren.

„Leute, die hart arbeiten und sparen, denken oft, dass zu investieren Risiko bedeute“, sagte mein reicher Vater. „Und wenn du denkst, dass etwas riskant ist, vermeidest du, etwas zu lernen.“

Statt ein solches (empfundenes) Risiko einzugehen und ihr Geld durch Investitionen exponentiell zu vermehren, entscheiden sich viele Menschen für den „sicheren“ Weg des Sparens, denn der ist ihnen bekannt und verständlich.

Unglücklicherweise ist Sparen, wie wir oben gelernt haben, nicht sicher. Tatsächlich ist es wegen Steuern und Inflation oft der riskanteste Weg.

Die Sorte Sparer, die Sie sein sollten

Mit all dem im Hinterkopf sollten Sie dennoch sparen, aber aus einem ganz speziellen Grund: Sparen Sie, um ausgeben zu können. In der heutigen Wirtschaft gewinnen die, die Geld ausgeben. Damit meine ich Leute, die es verstehen, ihr Geld an den richtigen Stellen und für die richtigen Investments einzusetzen. Erlauben Sie mir eine kurze Geschichte, um das zu illustrieren.

Wenn Sie den Film „The Big Short“ noch nicht gesehen haben, sollten Sie das schleunigst nachholen. Er basiert auf der wahren Geschichte querdenkerischer Wertpapierhändler, die genau vor dem Kollaps des Immobilienmarktes 2008 auf den Kurseinbruch der Immobilienbranche wetteten. Damals dachten alle, sie wären verrückt.

Eine großartige Szene zeigt den Wertpapierhändler Dr. Michael Burry, den Gründer des Hedgefonds Scion Capital, auf dem Weg aus einem Meeting mit Goldman Sachs. Dabei will er die Banker davon überzeugte, 100 Millionen Dollar im Austausch gegen Goldmans CDO-Anteile im Immobilienmarkt zu verkaufen. Die Mitglieder von Goldman lachen hysterisch im Glauben, gerade Geld von einem Kleinkind genommen zu haben. Dr. Burry sollte zuletzt lachen. Genauso erging es allen anderen, die gegen die große Blase wetteten, die der Immobilienmarkt in der Mitte der 2000er war.

Diejenigen, die mit ihrem Geld gegen den Immobilienmarkt gewettet haben, machten Milliarden. Alle Sparer oder die, die an den stetig steigenden Wert ihres Hauses glaubten, verloren, und zwar dramatisch!

Im Grunde gewannen die Leute, die Willens waren, Geld in das richtige Investment zu stecken. Die, die daran festhielten, was sie hatten, verloren.

Die Notwendigkeit finanzieller Intelligenz

Zu guter Letzt die Frage: Warum sparen Menschen? Größtenteils, um sich auf die Rente vorzubereiten. Dennoch wissen die meisten von uns, dass Sparen an sich für eine sichere Rente nicht genügt. Das gilt im Besonderen für junge Leute, die niemals eine Pension von ihrem Arbeitgeber sehen werden.

Heute erwartet man von jedem, in eine sichere Rente zu investieren. Unglücklicherweise bereiten uns unsere Schulen nicht auf weises und gutes Investieren vor. Also liegt es an uns, uns in Finanzfragen weiterzubilden – und unseren Kindern genauso finanzielles Wissen mitzugeben.

Das ist etwas, das die Wohlhabenden seit Generationen getan haben. Zum Beispiel hatte Mike, der Sohn meines reichen Vaters, im Alter von 15 Jahren ein Investmentportfolio von 200.000 Dollar. „Egal, ob er sich dafür entscheidet, Polizist, Politiker oder Dichter zu werden“, sagte mein reicher Vater, „es war mir wichtig, dass Mike zuerst Investor wird. Du wirst weitaus wohlhabender sein, wenn du lernst, Investor zu werden, egal, was du nebenher tust, um Geld zu verdienen.

Robert Kiyosaki

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