• Warum es beim Krieg nicht wirklich um Patriotismus geht 
  • Geld und Macht wird die Menschen immer steuern 
  • Das Fach, in dem die Schule versagt

1983 las ich Buckminster Fullers „Grunch of Giants“.

„Grunch of Giants“ bedeutet übersetzt etwa Raubzug der Giganten. Das Buch erzählt darüber, wie die Superreichen die Welt übers Ohr hauen.

Es handelt davon, wie die Reichen und Mächtigen den Rest der Welt dominieren, und zwar vom tausend Jahre alten Königreichen bis in die moderne Zeit. Es erklärt auch die moderne Art, Banken auszurauben, nämlich nicht mit Maske und Pistole, sondern mit Anzug und Krawatte. Statt die Bank von außen zu überfallen, macht man es nun von innen.

Als ich „Grunch of Giants“ las, wurde mir klar, dass wir vor einer Finanzkrise stehen. Mir war nur nicht klar, wann sie kommen würde. Dass meine Unternehmen und Anlagen auch in dieser Zeit so gut laufen, habe ich zum Teil „Grunch of Giants“ zu verdanken. Ich hatte so genug Zeit, mich gut auf die Krise vorzubereiten.

Bücher über Verschwörungen werden oft von jemandem am Rande geschrieben. Dr. R. Buckminster Fuller war, obwohl er seiner Zeit in Bezug auf das Denken voraus war, kein Außenseiter. Er besuchte die Harvard-Universität zwar ohne, einen Abschluss zu machen, war ziemlich gut – ähnlich wie ein anderer berühmter Harvard-Aussteiger, nämlich Bill Gates.

Das American Institute of Architects ehrte Fuller als einen der größten Architekten und Designer des Landes. Er galt als einer der versiertesten Amerikaner der Geschichte und verfügte über eine beträchtliche Anzahl von Patenten auf seinen Namen. Er war ein angesehener Futurist und diente als Inspiration für John Denvers Song „What One Man Can Do“. Fuller war Umweltschützer, bevor die meisten Menschen überhaupt wussten, was das Wort bedeutet.

Aber das Wichtigste war, dass er respektiert wurde. Seine Arbeit dient bis heute jedem auf der Welt gleichermaßen – nicht nur den Reichen und Mächtigen.

Ich habe eine Reihe von Dr. Fullers Büchern vor „Grunch of Giants“ gelesen. Das Problem für mich war, dass die meisten seiner früheren Bücher sich mit Mathematik und Naturwissenschaften befassten. Das war mir zu hoch. Aber dieses Buch habe ich verstanden.

Das Buch bestätigte mir meine unausgesprochenen Gedanken. Ich verstand langsam, warum wir Kindern in der Schule nichts über Geld beibringen. Ich verstand, warum ich nach Vietnam geschickt wurde, um in einem Krieg zu kämpfen, den wir niemals hätten austragen sollen.

Es ist ganz einfach: Krieg ist profitabel. Im Krieg geht es oft um Habgier, nicht um Patriotismus. Nach neun Jahren im Militärdienst, davon vier in einer föderalen Militärakademie und fünf als Pilot bei der Marine, der zwei Einsätze in Vietnam hinter sich hat, konnte ich Dr. Fuller nur zustimmen.

Ich begriff, warum Dr. Fuller die CIA als die unsichtbare Armee des Kapitalismus bezeichnete.

Zum ersten Mal in meinem Leben wollte ich mich in einem Fach bilden, und zwar das Fach, wie die Superreichen den Rest von uns ausbeuten – und das völlig legal.

Seit 1983 las ich über 50 Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigten. Und mit jedem Buch wurde das Bild klarer und klarer.

Gibt es eine Verschwörung?

Verschwörungstheorien gibt es wie Sand am Meer. Wir alle kennen sie.

Berühmte Verschwörungstheorien handeln zum Beispiel vom Mord an den Präsidenten Lincoln und Kennedy oder von Dr. Martin Luther King Jr. Andere thematisieren den Anschlag vom 11. September 2001.

Theorien sterben nie aus. Sie entstehen aus unbeantworteten Fragen und Verdachten.

Ich schreibe das nicht, um Ihnen eine weitere Verschwörungstheorie zu verkaufen. Meine Forschung hat mich überzeugt, dass es sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart einige Verschwörungen der Reichen gegeben hat und dass es in Zukunft weitere geben wird. Wenn es um Geld und Macht geht, entstehen immer Verschwörungen. Geld und Macht werden immer dazu führen, dass Menschen korrupte Handlungen begehen.

Im Jahr 2008 wurde Bernard Madoff beispielsweise beschuldigt, ein 50-Milliarden-Dollar-Schneeballsystem betrieben zu haben, um nicht nur vermögende Kunden, sondern auch Schulen, Wohltätigkeitsorganisationen und Pensionsfonds zu betrügen. Er hatte einmal die hoch angesehene Position des Leiters der NASDAQ inne. Er brauchte kein Geld mehr, aber er hat es angeblich jahrelang sehr klugen Leuten und wertvollen Organisationen gestohlen, die von seiner Kompetenz auf den Finanzmärkten abhängig waren.

Ein anderes Beispiel von Korruption ist es, über eine halbe Milliarde Dollar auszugeben, um zum Präsidenten gewählt zu werden, eine Position, die nur 400.000 Dollar im Jahr einspielt.

War das eine Verschwörung? In gewisser Weise ja.

Aber die Frage ist: na und? Was werden Sie und ich dagegen tun? Unabhängig davon, ob eine Verschwörung vorliegt, es gibt bestimmte Umstände und Ereignisse, die Ihr Leben auf tief greifende und unsichtbare Weise beeinflussen.

Finanzielle Bildung

Betrachten wir einmal die finanzielle Bildung. Wie ich schon sagte, mangelt es in unseren Schulen stark daran.

Im besten Fall wird unseren Kindern beigebracht, wie sie ein Scheckbuch benutzen und für die Rente sparen. Zusammengefasst: Sie lernen, ihr Geld an die Reichen abzugeben, die es mit Freuden entgegennehmen.

Jedes Mal, wenn ein Lehrer einen Finanzberater ins Klassenzimmer lässt, gewährt er dem Fuchs zutritt ins Hühnerhaus. Ich möchte nicht sagen, dass Finanzberater schlechte Menschen sind.

Ich sage nur, dass sie Agenten für die Reichen und Mächtigen sind. Finanzberater belehren Sie nicht über Geld, sie versuchen nur, neue Kunden an Land zu ziehen. Deshalb predigen sie die Doktrin, Geld zu sparen und in Investmentfonds zu investieren. Es hilft der Bank, nicht den Menschen.

Noch einmal: Daran ist nichts falsch. Es ist gut fürs Geschäft. Genauso wie die Marine oder die US-Army Soldaten gewinnen, versuchen sie, immer mehr Leute für ihre Sache einzunehmen.

Guter Rat gegen schlechten Rat

Einer der Hauptgründe für die Finanzkrise ist, dass die meisten Menschen den Unterschied zwischen einem guten finanziellen Rat und schlechter Finanzberatung nicht erkennen.

Der Großteil der Menschen kann einen guten Finanzberater nicht von einem Betrüger unterscheiden. Viele können eine gute Investition nicht von einer schlechten unterscheiden. Die Mehrheit geht zur Schule, um einen guten Job zu bekommen, hart zu arbeiten, Steuern zu zahlen, ein Haus zu kaufen, Geld zu sparen und zusätzliches Geld an einen Finanzplaner oder an einen Experten wie Bernie Madoff zu übergeben.

Die meisten Menschen verlassen die Schule, ohne die grundlegenden Unterschiede zwischen einer Aktie und einer Anleihe, zwischen Schulden und Eigenkapital zu kennen. Nur wenige wissen, warum Vorzugsaktien als bevorzugt eingestuft werden und was Investmentfonds sind. Geschweige denn, dass sie den Unterschied zwischen einem Investmentfonds, einem Hedgefonds, einem börsengehandelten Fond und einem Dachfonds kennen.

Viele Leute denken, Schulden sind schlecht, aber Schulden können Sie reich machen. Schulden können Ihre Kapitalrendite erhöhen – aber nur, wenn Sie wissen, was Sie tun.

Nur wenige kennen den Unterschied zwischen Kapitalgewinnen und Cashflow und die damit verbunden Risiken. Die meisten Menschen akzeptieren blind die Idee, zur Schule zu gehen, um einen guten Job zu bekommen, und wissen nie, warum Angestellte höhere Steuersätze als Unternehmer zahlen, denen das Haus gehört, in dem sie arbeiten. Viele Leute haben finanzielle Schwierigkeiten, weil sie dachten, ihr Haus wäre eine Anlage – obwohl es doch in Wahrheit eine Verbindlichkeit ist.

Es gibt einfache und gut verständliche finanzielle Konzepte. Nur werden sie aus irgendeinem Grund nicht in den Schulen besprochen. Ein essenzielles Fach fürs Leben wird einfach ausgelassen: der Umgang mit Geld.

1903 schuf John D. Rockefeller das „General Education Board“, das eine stetige Versorgung Angestellter sicherte, die immer auf Lohn, Arbeit und Arbeitsplatzsicherheit angewiesen sein werden.

Es gibt Beweise dafür, dass Rockefeller von dem preußischen Bildungssystem beeinflusst wurde. Das System war darauf ausgelegt, treue Arbeiter und Soldaten hervorzubringen, die Befehlen wie „Mach das oder du bist gefeuert!“, oder „Ich bewahre dein Geld für dich auf und lege es an“ folgten.

Unabhängig davon, ob das Rockefellers Absicht bei der Schaffung des „General Education Board“ war: Das Resultat ist, das sich heute selbst diejenigen mit einer guten Ausbildung und einem sicheren Arbeitsplatz finanziell unsicher fühlen.

Ohne eine finanzielle Grundausbildung ist eine langfristige finanzielle Sicherheit nahezu unmöglich. Im Jahr 2008 gingen Millionen amerikanischer Babyboomer mit einer Rate von 10.000 pro Tag in den Ruhestand, in der Erwartung, dass die Regierung sich finanziell und medizinisch um sie kümmern wird.

Erst heute fangen die Menschen langsam an zu verstehen, dass ein sicherer Arbeitsplatz nicht mit finanzieller Sicherheit gleichzusetzen ist.

Robert Kiyosaki

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