• Zwei Gründe, weshalb Sie Ihr Buch selbst herausgeben sollten 
  • So werden Sie zum erfolgreichen Autor 
  • Der Irrglaube des Verlagswesens 

Ein erfolgreicher Autor wird man nicht einfach über Nacht. Mein erster Versuch, ein Buch zu verfassen, scheiterte kläglich.

Mein erstes erfolgreiches Buch hieß „Wenn Sie reich und glücklich werden wollen, dann gehen Sie nicht zur Schule“. Es wurde schnell ein Bestseller in Australien aber galt als kontrovers in Hongkong. Ich schrieb es, weil zu dieser Zeit jeder Redner ein Buch geschrieben haben musste.

Wie Sie vielleicht schon wissen, hasste ich die Schule. Ich betrachtete sie immer als reine Zeitverschwendung. Obwohl ich für das Thema des Buches brannte, hatte ich keine Ahnung, warum ich das Buch schrieb. Ich tat es, weil es jeder machte.

Während einer Werbetour rief der Großverleger Simon & Schuster bei mir an. Wir trafen uns, um zu besprechen, ob sie mein Buch verlegen werden. Lange Rede, kurzer Sinn: Sie lehnten es ab. Allerdings lernte ich bei dieser Zusammenkunft eine wertvolle Lektion.

Der Vorstand des Verlags sagte zu mir: „Erzählen Sie den Leuten, was Sie wissen und damit haben Sie einen Bestseller.“

Ich war erstaunt! Dieser Rat hat mir die Augen geöffnet und mein Leben verändert.

Nachdem ich mir überlegt hatte, worüber ich als Nächstes schreiben wollte, saß ich ungefähr sechs Monate lang in der malerischen Künstlerstadt Bisbee, Arizona, in einem alten Gefängnis, das in eine Wohnung umgewandelt worden war. Zu dieser Zeit besaß John Wayne dieses alte Gefängnis als Mietobjekt. Er liebte Bisbee und den Süden von Arizona, wo er eine große Ranch besaß.

Tagsüber arbeitete ich auf meiner eigenen kleinen Ranch. Ich baute ein altes Postkutschendepot in ein kleines Haus mit einem Schlafzimmer um. Das Haus wurde früher oft als Zwischenstopp zwischen Bisbee und der berüchtigten Stadt Tombstone genutzt. Nachts saß ich in meinem alten Gefängnis und arbeitete an einem neuen Buch. Es war ein qualvoller Prozess. Nur allzu oft fing ich neu an, überarbeitete das Geschriebene oder warf es weg. Schließlich, spät in der Nacht, erschöpft von der Arbeit an meinem Grundstück und müde vom Kämpfen mit einem Buchkonzept, begannen meine Finger, die ersten Zeilen eines neuen Buches zu tippen. Es begann mit den Worten: „Ich hatte einen reichen Vater und ich hatte einen armen Vater.“

Und so wurde das Buch „Rich Dad Poor Dad“ geboren. Die meisten Menschen wissen nicht, dass „Rich Dad Poor Dad“ – das Buch, mit dem die Rich-Dad-Reihe begann – ursprünglich als „Broschüre“ für die Vermarktung des Cashflow-Brettspiels geschrieben wurde.

Warum ich mein Buch selbst herausgab

Es gibt zwei Gründe, weshalb Sie ein Buch selbst herausgeben sollten. Der Erste ist: Ich musste es tun.

Ich verlegte mein Buch selbst, weil mich jeder Verlag, bei dem ich anfragte, ablehnte. Die meisten Verlage waren höflich und sagten mir, dass sie kein Interesse an dem Buch hätten. Zwei hörten sich wie mein Englischlehrer an, der sagte, ich solle erst einmal schreiben lernen. Ein Verleger sagte: „Ihre Geschichte ist absurd! Kein Leser wird das jemals glauben.“ Ein auf Finanzbücher spezialisierter Redakteur lehnte ebenfalls ab und sagte: „Sie wissen nicht, wovon Sie sprechen.“ Er bezog sich auf meine Aussage „Ihr Haus ist kein Vermögenswert.“ Ich meinte natürlich nach der Subprime-Krise und den Millionen von Zwangsvollstreckungen. Ich bezog mich auf all die Häuser, die weniger wert sind als ihre Hypotheken.

Kim und ich nahmen die Ablehnungen in Kauf und veröffentlichten im April 1997 selbst im Stillen auf meiner Geburtstagsfeier 1.000 Exemplare des Buches.

Der zweite Grund zum Selbstverlegen eines Buches ist: Sie können es tun, niemand hindert Sie daran.

Manchmal ist es die beste Entscheidung, ein Buch selbst herauszugeben. Für viele Autoren, natürlich nicht für alle, ist es der beste Weg. Für uns war es der einzige Weg. Und es war mit Sicherheit die beste Entscheidung. Wir wurden zur Oprah-Show eingeladen und verdienten eine Menge Geld, das wir nie mit einem Verlag teilen mussten.

Wie gehen Sie am besten vor?

Bevor Sie überhaupt damit anfangen, ein Buch zu schreiben, müssen Sie sich zunächst im Klaren darüber werden, was Sie damit erreichen wollen. Ich wusste, dass man in der Schule rein gar nichts über Geld lernt und das deshalb viele Menschen unter finanziellen Problemen leiden. Ich wollte die Menschen warnen und ihnen helfen, sich mit finanzieller Bildung auf alles vorzubereiten, was in ihrem zukünftigen Leben auf sie zukommen könnte.

  1. Bringen Sie Ihre Ideen zu Papier

Wenn ich ein neues Buch konzipiere, erstelle ich immer zuerst eine Mindmap. Ich bringe all meine Ideen zu einem Thema auf Papier.

Dieser Prozess ist für mich sehr einfach, da das Gehirn nicht linear denkt. Bei dem Prozess werden Wörter auf Papier gebracht, geordnet und sortiert. Diese Vorgehensweise funktioniert für mich ausgezeichnet.

  • Skizzieren Sie Ihre Ideen

Sobald Sie alle Ihre Ideen auf Papier gebracht haben, müssen Sie diese gliedern. Das ist für mich jedoch gar nicht einfach. Hier brauche ich Hilfe. Der Zweck dieses Schrittes besteht darin, aus Ihren Ideen letztlich eine schlüssige Geschichte zu organisieren, die – egal, ob im Fiktiven oder Realen – Sinn ergibt.

  • Stellen Sie Ihren Entwurf fertig

Nachdem Sie Ihre Gliederung fertiggestellt haben, folgt jetzt der schwierigste Teil von allen – zumindest für mich. Wie schon gesagt: Um „Rich Dad Poor Dad“ zu schreiben, musste ich in eine kleine, ruhige Stadt in Arizona ziehen. Dort fand ich einen Ort ohne Ablenkungen. Um andere Bücher zu schreiben, sperrte ich mich zu Hause in einem kleinen Raum ein, wo ich nicht abgelenkt werden konnte.

Nachdem Sie Ihren Entwurf fertiggestellt haben, ist der schwerste Teil vorbei.

Verkaufen Sie Ihr Buch

Was viele Leute falsch verstehen, ist, dass sie denken, ein Verlag würde das Buch für sie verkaufen. Vielleicht bekommt man eine Woche lang PR bereitgestellt, aber verkaufen müssen Sie es selbst.

Schon früh war Kim und mir diese Tatsache bewusst, also stellten wir jemanden für PR an, der sich darauf fokussierte, Werbung zu machen. Wir gingen zusammen auf Werbetouren und Buchmessen, wir zogen alle Register, um unser Buch zu verkaufen. Unsere PR-Beraterin ist bis heute bei uns geblieben.

Im Laufe der Jahre hat die Rich-Dad-Company viel Zeit mit PR verbracht. Als „Rich Dad Poor Dad“ veröffentlicht wurde, nutzten wir einen Dienst, der Autoren in Radiosendungen im ganzen Land buchte. Jede Woche telefonierte ich mit Radiomoderatoren und erzählte die Geschichte meines reichen und meines armen Vaters. Ich habe nichts verkauft, ich habe nur die Geschichte erzählt – dadurch erregte ich das Interesse der Leute, die mein Buch schließlich kauften.

Am Ende jeder Radiosendung fragte mich der Moderator, wo die Hörer mein Buch finden können. Ich antwortete: „In Buchhandlungen überall.“

Die Leute gingen in Buchhandlungen und fragten nach „Rich Dad Poor Dad“. Sie wollten es kaufen. Die Buchhandlungen mussten das Buch nicht anwerben, da die Öffentlichkeit selbst die Verkäufe anregte. Und diese Verkäufe, die das direkte Ergebnis von PR, Kontaktknüpfung und Interviews war, brachte „Rich Dad Poor Dad“ auf die Bestsellerliste der New York Times.

Robert Kiyosaki

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