• Die Verbreitung von Informationen und Falschmeldungen ist rapide und unvorhersehbar – genau wie das Coronavirus selbst 
  • Amerikas Abhängigkeit von China in Bezug auf Medikamente liefert Grund zur Besorgnis 

Die Verbreitung von Informationen und Falschmeldungen ist rapide und unvorhersehbar – genau wie das Coronavirus selbst.

Selbstverständlich sind viele Menschen verwirrt darüber, was real ist und was nicht, ob sie sich über das Coronavirus Sorgen machen sollten oder eben nicht. Darum schreibe ich heute über genau dieses Thema.

Jeder ist besorgt, sich mit Corona zu infizieren, aber ich werde Ihnen sagen, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit wirklich richten sollten: Als die Coronapandemie zu Beginn des Jahres ausbrach, sahen sich die Vereinigten Staaten dazu gezwungen, Chinas Klammergriff um Pharmaka und andere Notfallausrüstung neu zu bewerten.

Das zuständige Amt für die Zulassung von Lebensmittelzusätzen und Arzneimitteln (FDA) veröffentlichte frühzeitig eine Mitteilung, wonach es gezwungen sei, die Versorgungskette medizinischer Produkte genau zu überwachen. Eingeschlossen seien auch Versorgungsausfälle und Medikamentenknappheit in den USA, da viele Komponenten der stark nachgefragten Produkte in China hergestellt werden.

In der Mitteilung vom Februar sagte die FDA:

„Seit dem 24. Januar steht die FDA mit mehr als 180 Herstellern von Arzneimitteln in Kontakt, sowohl um sie an die geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu erinnern, nach denen sie die FDA über jegliche anzunehmende Versorgungsschwierigkeiten informieren müssen, als auch um sie anzuhalten, ihre gesamten Versorgungsketten neu zu bewerten, eingeschlossen Arzneistoffe (jene Hauptinhaltsstoffe im Medikament, die die erwünschten Wirkungen herbeiführen, z. B. Paracetamol) sowie andere in China hergestellte Komponenten.

Des Weiteren hat die FDA die Identifizierung von 20 Medikamenten in ihre Bemühungen aufgenommen, welche als fertiges Produkt aus China kommen oder ihren Arzneistoff nur von dort beziehen. Wir haben uns mit den zuständigen Firmen in Verbindung gesetzt, um zu beurteilen, ob der Pandemieausbruch irgendwelche Medikamentenknappheiten auslösen könnte.“

„Wir sind schon viel zu lange auf die ausländische Fertigung und die dortigen Versorgungsketten unserer wichtigsten medizinischen Produkte und Arzneistoffe angewiesen und riskieren damit ernsthaft Amerikas Gesundheit, Sicherheit und den nationalen Schutz“, sagte Peter Navarro, Leiter des Büros für Handels- und Industriepolitik des Weißen Hauses.

In den 1960er- und 1970er-Jahren bemühte sich Präsident Nixon, die Tore nach China zu öffnen. Obwohl ich Handel mit China unterstütze, sollte die besorgniserregende Abhängigkeit Amerikas von chinesischen Medikamenten Erwähnung finden.

Alles begann mit Penicillin 

In den 1980er-Jahren begann die chinesische Regierung, riesige Geldbeträge in die Gärungsbehälter zu investieren, in denen Penicillin entsteht. Das führte zu einer schweren Zäsur des Marktes, da andere Produzenten, inklusive der Vereinigten Staaten, im Grunde aus dem Markt gedrängt wurden.

1999 riet Präsident Bill Clinton zur Aufnahme Chinas in die WTO, die Welthandelsorganisation. Clinton versprach, dass die Öffnung des Handels für China in den USA Arbeitsplätze schaffen und das Handelsbilanzdefizit reduzieren würde.

Er sagte außerdem: „Bei diesem Deal kann Amerika nur gewinnen.“ 2001 wurde China in die WTO aufgenommen. Wie Sie wissen, hat Clinton oft Probleme mit der Wahrheit. Tatsächlich gab es einen hundertprozentigen Gewinner – nämlich China.

Genauso wie andere Industriezweige wanderte auch die Arzneimittelproduktion nach China, da Lohn- und Regulierungskosten dort weitaus niedriger sind. 2004 verschwand auch die letzte Produktionsstätte für Schlüsselarzneistoffe essenzieller Antibiotika wie zum Beispiel Penicillin aus den USA.

Die entscheidenden Inhaltsstoffe der meisten Antibiotika werden jetzt ausschließlich in China und Indien hergestellt. Dasselbe gilt für Dutzende anderer wichtiger Medikamente, inklusive des weitverbreiteten Allergiemittels Prednison, Metformin für Diabetes und Amlodipin gegen hohen Blutdruck.

China ist zum zweitgrößten Exporteur von Medikamenten für die USA avanciert und zum größten für medizinische Geräte. So ist es ganz natürlich, dass sich – als die Pandemie zuschlug und die chinesische Produktion zum Erliegen kam – die USA zunehmend Sorgen über ihre Versorgungsketten machte.

„Würde China die Tore für den Export von Medikamenten und deren Hauptinhalts- und Ausgangsstoffe schließen, würden amerikanische Krankenhäuser, Kliniken und Militärkrankenhäuser binnen Monaten aufhören zu funktionieren, wenn nicht sogar binnen Tagen“, so Rosemary Gibson, Autorin eines Buches zum Thema.

Zusätzlich zu den Medikamenten, die während der Pandemie zum Einsatz kamen, gestattete die FDA 90 Firmen, viele mit Sitz in China, Covid-19-Bluttests zu verkaufen, die falsche Resultate brachten und weder staatlich geprüft noch genehmigt waren.

„Tests von ‚offen gesagt dubioser Qualität‘ haben den amerikanischen Markt geflutet“, sagte Scott Becker, Geschäftsführer der Association of Public Health Laboratories.

Es hat auch nicht mit fehlerhaften Bluttests aufgehört. Als die Welt darum rang, persönliche Schutzausrüstung für Krankenhäuser und Hilfskräfte an vorderster Front zu finden, wurde Qualitätskontrolle ein weiteres Thema bei aus China importierten Produkten. Schlechte Filter und ungenaue Passform machten viele der Erzeugnisse für den Krankenhauseinsatz unbrauchbar.

Einem Artikel der Los Angeles Times zufolge verkündeten bei einer Pressemitteilung am 12. März Vertreter des U. S. State Councils „dass allein im vergangenen Monat mehr als 80 Millionen gefälschte oder fehlerhafte Masken und 370.000 fehlerhafte oder falsche Desinfektionsmittel und andere Anti-Corona-Produkte beschlagnahmt wurden“.

China die Türen schließen

Wenn Sie sich die Welt einmal ansehen, stellen Sie schnell fest, dass China verkauft und die USA kaufen. Anders ausgedrückt: Die USA kaufen mehr, als sie verkaufen, aus dem einfachen Grund, dass alles, was man im Westen herstellen kann, in China günstiger zu produzieren ist.

Aber im Mai berichtete die New York Times, dass die Trump-Regierung einen der „größten Verträge aller Zeiten zur Rückführung der Produktion von Pharmaka vom Ausland in eine neue Produktionsstätte in Virginia“ verkündet hatte. Das Unternehmen Phlow erhielt 354 Millionen Dollar sowie einen Vierjahresvertrag zur Herstellung generischer Medikamente und Inhaltsstoffe zur Behandlung von Covid-19.

Auch wenn Phlow erst im Januar 2020 als Firma eingetragen wurde, ließ sie verlauten, schon seit letztem Jahr an anderer Medizin gearbeitet zu haben, um die Abhängigkeit von der Produktion pharmazeutischer Artikel in China zu brechen, dass aber durch den Corona-Notfall die Produktion umgestellt wurde und man fortan auf den Bedarf an generischen Medikamenten gegen Covid-19 reagiere.

Obgleich das große Neuigkeiten für die USA sind und hoffentlich einen Wendepunkt darstellen, um mehr Produktions- und Versorgungsketten nach Hause zu holen, ist es mit der amerikanischen Abhängigkeit von China und anderen Ländern auch nicht komplett vorbei.

Robert Kiyosaki

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