• Egal, welches Geschäft, je höher, desto besser …
  • Warum Sie Finanzzahlen immer im Dreijahresverlauf analysieren sollten …
  • Lassen Sie sich die Chance nicht entgehen, ab heute Cashflow zu generieren …

egal ob Sie gerade in ein Unternehmen investieren, dessen Besitzer sind oder gern eines gründen möchten, die weisen Worte meines reichen Vaters werden recht behalten: „Die Zahlen erzählen die Geschichte.“

In der Schule weist das Zeugnis den Erfolg aus. Im Geschäft haben Sie dafür Ihre Finanzkennzahlen. Wenn Sie mit Ihrer Unternehmung erfolgreich sein wollen, müssen Sie Finanzkennzahlen lesen können und wissen, wie Sie daraus faktenbasierte Schlüsse über die Gesundheit und das Potenzial ihrer Firma zu ziehen haben. Das wichtigste Wort ist dabei Cashflow – Sie müssen verstehen, wie dieser von diesen Zahlen beeinflusst und unterstützt wird.

Im Folgenden erläutere ich Ihnen acht fundamentale Kennzahlen, die Sie kennen müssen.

1. Prozentuale Bruttomarge

Berechnung: Prozentuale Bruttomarge = Bruttoergebnis / Umsatz

Das Bruttoergebnis ist der Umsatz minus der durch die verkauften Güter verursachten Kosten. Mein reicher Vater sagte immer: „Fehlt die Bruttomarge, fehlt auch das Nettoergebnis.“

Die prozentuale Bruttomarge ist das Bruttoergebnis geteilt durch den Umsatz und sie teilt Ihnen mit, welcher Prozentsatz des Umsatzes nach Abzug der dafür entstandenen Kosten übrig bleibt.

Die erforderliche Höhe der prozentualen Bruttomarge hängt von der Organisation des Unternehmens sowie der von diesem außerdem zu tragenden Kosten ab. Zum Beispiel mussten die Tante-Emma-Läden meines reichen Vaters nach Berechnung der prozentualen Bruttomarge immer noch die Kosten für die Verkäufer, Energie und Wasser, Steuern, Miete und eine Liste weiterer Ausgaben erwirtschaften. Sie mussten außerdem genug abwerfen, um meinem reichen Vater eine gute Rendite seiner ursprünglichen Investition zu garantieren.

Wenn Sie heute Besitzer eines Internetunternehmens sind, haben Sie potenziell geringere laufende Kosten und sind somit mit guter Voraussicht in der Lage, auch mit einer niedrigeren prozentualen Bruttomarge Gewinn zu erwirtschaften. Für alle Unternehmungen gilt: je höher die Bruttomarge, desto besser.

2. EBIT-Marge

Berechnung: EBIT-Marge = EBIT / Umsatz

Diese Kennzahl zeigt Ihnen die Nettorentabilität Ihres operativen Geschäfts vor Steuern und Zinsen.

Earnings Before Interest and Taxes (EBIT) sind ihre Umsatzerlöse minus aller im Unternehmen anfallenden Kosten außer Kapitalkosten (Zinsen, Steuern und Dividenden).

Das Verhältnis von EBIT zu Umsatzerlösen nennt man EBIT-Marge. Unternehmen mit hoher EBIT-Marge sind typischerweise stärker als solche mit niedriger. Je höher, desto besser!

3. Operating Leverage

Berechnung: Operating Leverage = Deckungsbeitrag / Fixkosten

Jedes Unternehmen hat fixe Kosten, die in die Gesamtkostenstruktur eingebettet werden müssen. Den Prozentsatz der fixen Kosten nennt man Operating Leverage und er wird berechnet, indem man den Deckungsbeitrag durch die fixen Kosten dividiert.

Der Deckungsbeitrag bezieht sich auf das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse minus dafür entstandene Kosten) minus der variablen Kosten (alle Kosten, die nicht fix sind und deren Höhe vom Umsatzvolumen abhängt). Beispiele für fixe Kosten sind Personalkosten für Vollzeitbeschäftigte und fast alle Kosten im Zusammenhang mit Gebäude und Anlagen. Viele Leute bezeichnen diese Kosten auch als laufende Kosten.

Ein Unternehmen, das ein Operating Leverage von genau 1 erzielt, erwirtschaftet gerade genug, um seine Fixkosten zu begleichen. Das bedeutet, es gibt keinen Gewinn für die Eigentümer. Alles über 1 bedeutet Gewinn. Und wieder gilt: je höher, desto besser.

4. Financial Leverage

Berechnung: Financial Leverage = Gesamtkapital / Eigenkapital

Fast jedes Unternehmen muss sich Geld leihen, um operieren zu können. Der Financial Leverage ist ein Maß, das sich auf den Grad des durch das Unternehmen genutzten Fremdkapitals bezieht. Das Gesamtkapital ist der Buchwert aller zinspflichtigen Schulden (ausgenommen Verbindlichkeiten für Güter zum Wiederverkauf und Verbindlichkeiten aus Gehältern, Ausgaben und Steuern, die man schuldet und noch nicht begleichen konnte), plus das gesamte Eigenkapital.

Das heißt, besitzen Sie Verbindlichkeiten in Höhe von 50.000 Dollar und 50.000 Dollar Eigenkapital, dann läge ihr Financial Leverage bei 2 (oder 100.000 Dollar geteilt durch 50.000 Dollar). Jeder Unternehmenstyp hat andere Standards, die besagen, wie hoch ein gesunder Financial Leverage sein sollte. Andere Faktoren, wie zum Beispiel Cashflow und Fremdkapitalkosten, spielen eine große Rolle für die gesamte finanzielle Verfassung.

5. Total Leverage

Berechnung: Total Leverage = Operating Leverage × Financial Leverage

Total Leverage steht für das gesamte Risiko im aktuellen Geschäft eines Unternehmens. Die Kennzahl gibt Auskunft über den Gesamteffekt, den eine Veränderung im Unternehmen für die Eigenkapitalbesitzer haben sollte.

Sie berechnet sich durch die Multiplikation von Operating und Financial Leverage. Sind Sie der Unternehmenseigner und steuern das Ganze von innen, so haben Sie zumindest teilweise Kontrolle über den Total Leverage Ihres Unternehmens.

Werfen Sie einen Blick auf die Börse, dann hilft Ihnen der Total Leverage bei der Entscheidung, ob Sie in eine bestimmte Firma investieren sollten oder nicht. Eine gesunde, konservativ geführte amerikanische Firma hält den Total Leverage normalerweise unter 5.

6. Statischer Verschuldungsgrad

Berechnung: Statischer Verschuldungsgrad = Fremdkapital / Eigenkapital

Diese Zahl ist ziemlich selbsterklärend. Sie ist das Verhältnis des Unternehmensanteils, das finanziert wird von Dritten (Fremdkapital), zu dem durch die Eigner finanzierten Anteil (Eigenkapital).

Die meisten Unternehmen versuchen, bei einem Verhältnis 1:1 oder darunter zu bleiben. Grundsätzlich ist festzustellen: Je niedriger der Verschuldungsgrad ist, desto konservativer die finanzielle Struktur des Unternehmens.

7. Liquidität 2. und 3. Grades

Berechnung: Liquidität 2. Grades = Monetäres Umlaufvermögen / Kurzfristiges Fremdkapital

Liquidität 3. Grades = Monetäres Umlaufvermögen + Vorräte / Kurzfristiges Fremdkapital

Die Liquidität 2. und 3. Grades sagt aus, ob ein Unternehmen über genug liquide Mittel verfügt, um damit im kommenden Jahr seine Verbindlichkeiten bezahlen zu können.

Hat eine Firma nicht ausreichend monetäres Umlaufvermögen, um seine kurzfristigen Schulden zu decken, ist das oft ein Anzeichen herannahender Schwierigkeiten. Viel angemessener ist daher eine Liquidität im Verhältnis 2:1.

8. Eigenkapitalrentabilität

Berechnung: Gewinn / Durchschnittliches Eigenkapital

Die Eigenkapitalrentabilität wird häufig als eine der wichtigsten Kennzahlen angesehen. Sie erlaubt den Vergleich der Rendite, die die Anteilseigner mit dem eingesetzten Kapital im Unternehmen verdienen, mit der möglichen Rendite durch andere alternative Investitionen.

Was sagen mir diese Kennzahlen?

Mein reicher Vater lehrte mich, stets die Entwicklung dieser Zahlen über mindestens drei Jahre zu vergleichen. Die Richtungen und Trends können Ihnen eine Menge über ein Unternehmen und sein Management – sogar über seine Konkurrenten – erzählen.

Viele veröffentlichte Finanzberichte enthalten diese Zahlen und Indikatoren nicht. Ein anspruchsvoller Investor lernt, die Zahlen in diesem Fall selbst zu berechnen. Sie dürfen allerdings nicht in einem Vakuum betrachtet werfen. Sie sind Indikatoren, aber sie müssen im Gesamtzusammenhang mit dem ganzen Geschäft und dem Industriezweig analysiert werden. Durch den Vergleich von Dreijahresdaten mit einer Firma derselben Branche könne Sie schnell die relative Stärke des Unternehmens ermitteln.

Auch wenn die Kennzahlen am Anfang schwierig erscheinen, werden Sie erstaunt sein, wie schnell Sie lernen, ein Unternehmen zu analysieren. Eine unterhaltsame Übung ist es, den Jahresbericht einer veröffentlichungspflichtigen Firma herunterzuladen und die Kennzahlen selbst einmal auszurechnen. Lernen Sie, die nötigen Daten zu finden, und sehen Sie selbst, was Sie dadurch lernen können.

Und denken Sie daran, diese Kennzahlen sind die Sprache eines anspruchsvollen Investors. Indem Sie sich selbst schulen und das ABC der Finanzen lernen, werden Sie bald auch „in Zahlen sprechen“ können.

Robert Kiyosaki

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