Es ist schwer, den finanziellen Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie zu entkommen. Der Aktienmarkt brach im März ein, die Arbeitslosenquote schoss in die Höhe und ganze Industrien wurden zwischen allgemeinen „Bleib zu Hause“-Befehlen dezimiert.

Leider befindet sich die finanzielle Blase, in der wir alle gelebt haben, nun kurz vor dem größten Kollaps seit der Großen Depression.

Stellen Sie sich selbst die Frage: Ergibt es auch nur den geringsten Sinn, dass die Börse während einer Pandemie Rekordhöchststände verzeichnet?

Die Antwort lautet: Nein.

Viele Experten, die die Trends und Zyklen beobachten, stimmen überein, dass irgendetwas vor sich geht – wir stehen kurz vor einem Crash. Was nach diesem Crash mit der Wirtschaft geschieht, darüber herrscht Uneinigkeit. Müssen wir mit Inflation oder Deflation rechnen?

In der Diskussion, die wir in einer kürzlich erschienen Ausgabe begonnen hatten, befassten wir uns mit den kurzfristigen Folgen. Heute tauchen wir tiefer in die langfristigen Auswirkungen ein.

Der 90-Jahres-Zyklus

Im September 1929 erreichte der Dow Jones ein Rekordhoch von 381 Zählern. Bis zum 8. Juli 1932 verlor der Markt unglaubliche 89 % seines Wertes. An diesem Tag hatte sich die New Yorker Börse auf etwa eine Million gehandelte Aktien zusammengezogen, und der Dow sank auf einen Tiefstand von 41 Zählern. Dieses Minimum war der Tiefpunkt des Bärenmarktes und von da an ging es wieder kräftig aufwärts – obwohl noch weiter Depression herrschte.

Man sagt, der Markt durchlaufe einen kompletten Zyklus etwa alle 90 Jahre.

Einer der Gründe dafür, warum man Depressionen so schwer ausmachen kann, ist das Fehlen einer tatsächlichen Definition. Ökonomen definieren nämlich nur Rezessionen. Aber es liegt wohl unter anderem daran, dass die US-Notenbank und die US-Regierung die Geldversorgung manipuliert haben, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, sodass wir nicht schon viel früher in eine Depression gerutscht sind – und sie tun es noch immer.

Werfen Sie mit kühlem Kopf einen Blick auf die vergangenen 90 Jahre, so werden Sie argumentieren können, dass die letzte Depression niemals wirklich endete. Viele unserer heutigen finanziellen Probleme sind Produkte von Komplikationen der letzten Depression, die niemals richtig gelöst wurden. Die Probleme wurden einfach bis zu unserer Generation weiter vor sich hergeschoben.

1933 wurde zum Beispiel Sozialhilfe in den USA begründet und der Preis für dieses Regierungsprogramm wird explodieren – jetzt, wo seit 2008 75 Millionen Babyboomer pro Jahr in Rente gehen. Eine Lösung zur Bekämpfung der letzten Depression hat sich zu einem Megaproblem im Heute entwickelt.

Die Sozialhilfe brachte auch staatliche Gesundheitsfürsorgeprogramme mit sich, finanzielle Probleme fünfmal so groß wie die Sozialhilfe. Die Federal Housing Administration brachte die Gründung der US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac mit sich, zwei Agenturen, die im Zentrum des heutigen Subprime-Schlamassels stehen.

Anders ausgedrückt kann man mit einem distanzierten Blick auf die letzten 90 Jahre feststellen, dass die letzte Depression nie endete. Die Lösungen, die sie uns vom Leib halten sollten, werden nur immer teurer.

Kommen wir der Deflation näher?

Die erste Große Depression resultierte deshalb aus Deflation, weil der US-Dollar streng genommen immer noch einen realen Wert hatte. Es handelte sich um durch Gold und Silber gedecktes Geld. Geld im Sinne von Papierquittungen für Gold und Silber also, das angeblich irgendwo in den Tresoren des Finanzministeriums lagerte.

Die große Herausforderung während der ersten Großen Depression lag in der Unfähigkeit des Staates, Kriegsschulden zurückzuzahlen, nicht zuletzt wegen des einschnürenden Wesens des Goldstandards. Seit Nixon 1971 den Dollar vom Goldstandard entkoppelte, sind die USA und andere Länder nun in der Lage, sich ihren Weg aus den Schulden heraus zu bahnen.

Nachdem die Börse 1929 kollabiert war, griff Angst um sich. Die Amerikaner klammerten sich an ihre Dollars, die Wirtschaft brach ein, Unternehmen schlossen, Menschen verloren ihre Arbeit und es kam zu einer wirtschaftlichen Depression. Der Staat druckte kein neues Geld, um das Problem zu lösen, denn das war streng genommen sogar verboten – auch wenn die Regierung doch einige Regeln mehr als gewöhnlich strapazierte. Die Sparer waren in diesem Fall die Gewinner, denn Geld war knapp und hatte noch immer einen greifbaren Wert. Die Depression wurde durch das Einsetzen der Deflation herbeigeführt.

Heute sieht sich die Welt vielen Problemen gegenüber, die sie auch schon kannte, bevor die Große Depression eintrat. Die Regierungen der Welt schauen auf massive und auf Dauer nicht auszuhaltende Schuldenberge.

Auf der ganzen Welt sind Menschen wie gelähmt. Sie klammern sich im Wunsch nach Sicherheit an ihr Geld. Das sind für etablierte Länder wie die Vereinigten Staaten schlechte Neuigkeiten, denn deren Wirtschaftswachstum hängt größtenteils von Konsumausgaben ab.

Doch was macht die Notenbank? Sie hält die Wirtschaft durch das Drucken von Billionen von Dollars künstlich aufrecht. Der Dollar ist eine frei fließende Währung, die von nichts gestützt wird außer von gutem Glauben und dem Ansehen der US-Regierung. Jetzt, wo die Regierung die Autorität besitzt, Schulden bis zur Besinnungslosigkeit zu generieren: Wie werden sie Ihrer Meinung nach weiterverfahren?

Die Geschichte zeigt, dass das Drucken falschen Geldes niemals zu Wohlstand geführt hat. Die Geschichte liefert den Beweis, dass das Drucken falschen Geldes stets zu Armut für diejenigen führt, die dafür arbeiten gehen.

Die amerikanischen Babyboomer sind in derselben misslichen Lage wie die Kanarienvögel, die die Bergleute früher zur Warnung vor Gasaustritten mit unter Tage nahmen. Vormals vermögend, machen sich die Babyboomer jetzt Sorgen darüber, in Armut zu leben. Die Boomer sind die Kanarienvögel, die das Scheitern des falschen Geldes bereits spüren.

Aus historischer Sicht – von den Chinesen über die Römer und die Weimarer Republik bis ins heutige Venezuela – hat das Drucken falschen Geldes niemals zu nachhaltiger Prosperität geführt. Die Geschichte lehrt uns, dass das Drucken falschen Geldes immer entweder in einer Depression, einer Revolution, einem Krieg oder all diesen Dingen auf einmal endete.

Wie stehen Sie das durch?

Viele Leute werden die kommenden Jahre gelähmt vor Angst durchleben. Aber die finanziell Cleveren werden die Chance ihres Lebens wittern. Ich zeige Ihnen, wie Sie dazugehören.

All denen ohne finanzielles Know-how rate ich zumindest, sich etwas Gold oder Silber zuzulegen. Gleichwohl die meisten Amerikaner keinen Schimmer haben, wo sie Gold- und Silbermünzen herbekommen können oder warum sie sie überhaupt kaufen sollten. Alles, was sie sehen können, sind verschwindende Arbeitsplätze und das mit dem Fall der Börse einhergehende Dahinschmelzen ihrer Rentenvorsorge.

Wenn die Blase tatsächlich platzt und wir in eine Phase der Deflation geraten, wird es Gold zu Schnäppchenpreisen geben.

Halten Sie nach guten Geschäften Ausschau. Wenn Vermögenspreise fallen, seien Sie vorbereitet, einzugreifen und aufzukaufen.

Die wichtige Lektion, an die man bei Depressionen denken muss, ist, dass Vermögen nicht verschwindet – es wird lediglich transferiert.

Das ist der größte Vermögenstransfer in der modernen Geschichte. Sie haben die Wahl, sich ans empfangende Ende zu stellen – oder alles zu verlieren. Die Trennlinie wird sich zwischen denen verfestigen, die finanziell intelligent sind, und denen, die es nicht sind.

Robert Kiyosaki

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