Die Rich Dad Company unterscheidet sich vor allem deshalb von anderen finanziellen Bildungsangeboten, weil wir Ihnen nicht vorschreiben, was Sie kaufen oder worin Sie investieren sollten. Stattdessen bringen wir Ihnen bei, warum bestimmte Gelegenheiten gut sind. Wir zeigen Ihnen viele verschiedene Dinge, in die Sie investieren können.

Immobilien mögen vielen Investoren zusagen, aber eben auch nicht unbedingt allen. Ähnlich ist es mit Aktien, denen einige mehr abgewinnen können und andere weniger. Ein guter Investitionsgegenstand (Aktien, Immobilien, Unternehmen, Rohstoffe) muss zu Ihrem Lifestyle passen, zu Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Philosophie. Den richtigen Investitionsgegenstand gibt es nicht.

Heute werde ich über Aktien sprechen. Die meisten Leute glauben, dass sich das Investieren in Aktien nicht mit der Philosophie von Rich Dad verträgt, in Cashflow zu investieren. Die Leute glauben das, denn sie sind der Auffassung, dass es an der Börse nur darum geht, günstig einzukaufen und teuer zu verkaufen.

Aber ein cleverer Aktieninvestor weiß, wie er an der Börse Cashflow erzielt.

Preis versus Wert

Mit einfachen Worten ist der Preis das, was Sie bezahlen und der Wert das, was Sie bekommen.

Warren Buffett ist berühmt dafür, über den „intrinsischen Wert“ von Aktien zu sprechen. Aber während viele Leute diesen Satz nachplappern, wissen doch nur wenige, was er wirklich bedeutet.

Die gute Nachricht lautet, dass Sie, sobald Sie den intrinsischen Wert verstanden haben, besser nachvollziehen können, warum einige Investoren mehr Geld verdienen als andere. Sie werden auch bemerken, dass ein intrinsischer Wert auch in anderen Investitionen als Aktien steckt, zum Beispiel in Immobilien.

Denkt der durchschnittliche Investor über das Geldverdienen nach, so geht es dabei oft darum, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen. Ein Investor kauft eine Aktie für 10 Dollar und verkauft sie wieder, sobald (bzw. falls) sie 20 Dollar erreicht.

Darum beginnen viele Investoren ihren Tag immer sofort damit, ihre Aktienkurse zu überprüfen. Ihr Tag beginnt gut, wenn die Preise gestiegen sind – und bei fallenden Preisen fühlen sie sich schlecht. Viele dieser Investoren werden süchtig danach, den Aufstieg und Fall ihrer Aktienkurse unablässig zu verfolgen.

Warren Buffett tut das nicht und ich auch nicht. Obwohl der Preis eines Vermögensgegenstandes wichtig ist, beobachten wir ihn nicht jeden Tag. Buffett besitzt viel mehr Unternehmen als Aktien und sieht nur dann genau auf den Preis, wenn er sie kauft. Danach ist er wirklich kaum noch daran interessiert, ob die Kurse fallen oder steigen, geschweige denn kümmert sich darum, ob die Börse offen oder geschlossen ist.

Stark vereinfacht: Buffett sucht gut geführte Unternehmen, die mit der Zeit ihren Wert steigern. Deshalb spricht er oft von dem sich verstärkenden oder zunehmenden Wert eines Unternehmens. Das ist sein intrinsischer Wert und diesen zu kennen, macht den Unterschied zwischen einem laienhaften Investor und einem Profi-Investor aus.

Sie werden ein besserer Investor, indem Sie Ihr Gehirn darauf trainieren, das zu „sehen“, was Ihre Augen nicht sehen können: den wahren Wert (oder dessen Abwesenheit) einer jeden Investition – egal ob Aktie, Staatsanleihe, Fonds, Unternehmen oder Immobilie. Das ist der intrinsische Wert.

Etablieren Sie Ihre eigenen Kriterien

Sobald Sie Ihre eigenen Kriterien festlegen, halten Sie Ihre Emotionen aus dem Investment heraus. Haben Sie einen Plan, an den Sie sich halten, so können Sie sich nicht zu uninformierten Entscheidungen locken lassen.

Mein Aktienberater Andy Tanner nutzt Unternehmenskennzahlen als Schlüsselkriterien bei der Auswahl einer Aktie.

In der Schule weist das Zeugnis den Erfolg aus. Im Geschäft haben Sie dafür Ihre Finanzkennzahlen. Wenn Sie mit Ihrer Unternehmung erfolgreich sein wollen, müssen Sie Finanzkennzahlen lesen können und wissen, wie Sie daraus faktenbasierte Schlüsse über die Gesundheit und das Potenzial Ihrer Firma zu ziehen haben.

Finanzberichte kann man mit einem unterschiedlichen Grad an Erkenntnisgewinn lesen. Als Grundvoraussetzung sollten Sie Einkommen, Ausgaben, Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten unterscheiden können sowie deren Beziehungen untereinander und das Prinzip des Cashflows.

Um allerdings ein raffinierter Unternehmenseigentümer und Investor zu werden, müssen Sie Ihren Wissensstand erweitern und noch weiter fortgeschrittene finanzielle Konzepte verstehen. Dann erkennen Sie die Gesundheit Ihres Unternehmens oder eines Unternehmens, in das Sie zu investieren planen.

Bei der Analyse des Gesundheitszustandes eines Unternehmens gibt es Schlüsselkennzahlen, die Sie nutzen können, um den finanziellen Zustand Ihrer Firma zu ermitteln.

Hier die Definition von Investopedia: „Schlüsselkennzahlen nutzen Daten aus den Finanzberichten der jeweiligen Firma, wie zum Beispiel der Bilanz, der Gewinn-und-Verlustrechnung oder der Kapitalflussrechnung. Diese Daten werden miteinander ins Verhältnis gesetzt, um Kennzahlen zu generieren, die die Kernaspekte der finanziellen Situation eines Unternehmens widerspiegeln, wie zum Beispiel Liquidität, Profitabilität, Verschuldung und Umsatzstärke.“

Es ist nicht schwer, diese Kennzahlen zu berechnen, und doch sind sie vielen Leuten unbekannt.

Schlüsselkennzahl Nr. 1: Prozentuale Bruttomarge

Berechnung: Prozentuale Bruttomarge = Bruttoergebnis / Umsatz

Das Bruttoergebnis ist der Umsatz minus der durch die verkauften Güter verursachten Kosten. Verkaufen Sie also für 100 Dollar Bananen, die Sie 75 Dollar gekostet haben, so beträgt Ihre Bruttomarge 25 Dollar.

Die prozentuale Bruttomarge ist das Bruttoergebnis geteilt durch den Umsatz und sie teilt Ihnen mit, welcher Prozentsatz des Umsatzes nach Abzug der dafür entstandenen Kosten übrig bleibt. In diesem Beispiel wären das 25 Dollar / 100 Dollar, was einer prozentualen Bruttomarge von 25 % entspricht.

Schlüsselkennzahl Nr. 2: EBIT-Marge

Berechnung: EBIT-Marge = EBIT / Umsatz

Diese Kennzahl zeigt Ihnen die Nettorentabilität Ihres operativen Geschäfts vor Steuern und Zinsen, auf die der Unternehmenseigentümer keinen Einfluss hat.

Earnings Before Interest and Taxes (EBIT) sind ihre Umsatzerlöse minus aller im Unternehmen anfallenden Kosten außer Kapitalkosten (Zinsen, Steuern und Dividenden).

Schlüsselkennzahl Nr. 3: Operating Leverage

Berechnung: Operating Leverage = Deckungsbeitrag / Fixkosten

Jedes Unternehmen hat fixe Kosten, die in die Gesamtkostenstruktur eingebettet werden müssen.

Den Prozentsatz der fixen Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten nennt man Operating Leverage und er wird berechnet, indem man den Deckungsbeitrag, also das Bruttoergebnis (Umsatz minus dafür entstandene Kosten) minus der variablen Kosten (alle Kosten, die nicht fix sind und deren Höhe vom Umsatzvolumen abhängt) durch die fixen Kosten dividiert.

Schlüsselkennzahl Nr. 4: Financial Leverage

Berechnung: Financial Leverage = Gesamtkapital / Eigenkapital

Fast jedes Unternehmen muss sich Geld leihen, um laufen zu können.

Der Financial Leverage ist ein Maß, das sich auf den Grad des durch das Unternehmen genutzten Fremdkapitals bezieht. Das Gesamtkapital ist der Buchwert aller zinspflichtigen Schulden plus des gesamten Eigenkapitals.

Schlüsselkennzahl Nr. 5: Total Leverage

Berechnung: Total Leverage = Operating Leverage × Financial Leverage

Der Total Leverage berechnet sich durch die Multiplikation von Operating und Financial Leverage (Schlüsselkennzahlen Nr. 3 und 4).

Sind Sie der Unternehmenseigner und steuern das Ganze von innen, so haben Sie zumindest teilweise Kontrolle über den Total Leverage Ihres Unternehmens.

Schlüsselkennzahl Nr. 6: Statischer Verschuldungsgrad

Berechnung: Statischer Verschuldungsgrad = Fremdkapital / Eigenkapital

Diese Zahl ist ziemlich selbsterklärend: Sie ist das Verhältnis des Unternehmensanteils, der von Dritten finanziert wird (Fremdkapital) zu dem durch die Eigner finanzierten Anteil (Eigenkapital). Die meisten Unternehmen versuchen, bei einem Verhältnis 1:1 oder darunter zu bleiben.

Schlüsselkennzahl Nr. 7: Liquidität 2. und 3. Grades

Berechnung:

Liquidität 2. Grades = Monetäres Umlaufvermögen / Kurzfristiges Fremdkapital

Liquidität 3. Grades = Monetäres Umlaufvermögen + Vorräte / Kurzfristiges Fremdkapital

Die Liquidität 2. und 3. Grades sagt aus, ob ein Unternehmen über genug liquide Mittel verfügt, um damit im kommenden Jahr seine Verbindlichkeiten bezahlen zu können.

Schlüsselkennzahl Nr. 8: Eigenkapitalrentabilität

Berechnung: Gewinn / durchschnittliches Eigenkapital

Die Eigenkapitalrentabilität wird häufig als eine der wichtigsten Kennzahlen angesehen. Sie erlaubt den Vergleich der Rendite, die die Anteilseigner mit dem eingesetzten Kapital im Unternehmen verdienen, mit der möglichen Rendite durch andere, alternative Investitionen.

Mein reicher Vater brachte mir bei, stets die Entwicklung dieser Zahlen über mindestens drei Jahre zu vergleichen. Die Richtungen und Trends können Ihnen eine Menge über ein Unternehmen und sein Management, ja sogar über seine Konkurrenten, erzählen.

Viele veröffentlichte Finanzberichte enthalten diese Zahlen und Indikatoren nicht. Ein anspruchsvoller Investor lernt, die Zahlen in diesem Fall selbst zu berechnen. Sie dürfen allerdings nicht in einem Vakuum betrachtet werfen. Sie sind Indikatoren, aber sie müssen im Gesamtzusammenhang mit dem ganzen Geschäft und dem Industriezweig analysiert werden. Durch den Vergleich von Dreijahresdaten mit einer Firma derselben Branche können Sie schnell die relative Stärke des Unternehmens ermitteln.

Auch wenn die Kennzahlen am Anfang schwierig erscheinen, werden Sie erstaunt sein, wie schnell Sie lernen, ein Unternehmen zu analysieren. Eine unterhaltsame Übung ist es, den Jahresbericht einer Firma mit Veröffentlichungspflicht herunterzuladen und die Kennzahlen selbst einmal auszurechnen. Lernen Sie, die nötigen Daten zu finden und sehen Sie selbst, was Sie dadurch erreichen können.

Und denken Sie daran: Diese Kennzahlen sind die Sprache eines anspruchsvollen Investors. Indem Sie sich selbst schulen und das ABC der Finanzen lernen, werden Sie bald auch „in Zahlen sprechen“ können.

Ein Wort der Warnung

Keine Investition ist gut oder schlecht. Es gibt keine schlechten Investitionen, nur schlechte Investoren. Ihre Investition ist nur so gut, wie Sie es selbst sind. Bevor Sie sich an die Börse wagen, müssen Sie sich gut vorbereiten.

Es gibt so viele Möglichkeiten, bei Ihrer persönlichen Ausbildung voranzukommen. Sie können Online-Kurse belegen, örtliche Lehrgänge besuchen oder eine ganze Reihe von Büchern lesen.

Im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter zeigt Ihnen Chefanalyst Richard Straube einige hervorragende Investmentideen, mit denen Sie Ihre Reise zum erfolgreichen Aktieninvestor beginnen können.

Robert Kiyosaki

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