Während der Nachwehen dieser unberechenbaren Wahl wurde der Kapitalismus schwer unter Beschuss genommen.

Viele Leute glauben, Kapitalisten seien gierig, korrupt und böswillig. Zugegeben, bei vielen trifft das zu. Wenn Sie sich allerdings ansehen, was wirkliche Kapitalisten leisten, stellen Sie fest, dass Sie nur dann Gewinne machen, wenn sich dabei das Leben verbessert und Zeit und Geld gespart werden.

Zum Beispiel waren es die Gebrüder Wright, die zuerst den Himmel eroberten, aber es bedurfte Kapitalisten, um die Luftfahrt in eine Industrie zu verwandeln, durch die Flüge sicher und für die Massen zugänglich wurden.

Heute zahle ich mit Freude für ein Ticket einer Fluggesellschaft, denn Fliegen ist leichter, schneller und weniger anstrengend als Laufen, was wir wiederum tun müssten, hätte es keine Kapitalisten gegeben.

Das Gleiche gilt für die Nutzung meines Mobiltelefons. Ich bin in der Lage, auf der ganzen Welt Geschäfte zu tätigen, sogar im Urlaub. Ich zahle gern für die Nutzung meines Telefons, denn es erleichtert mein Dasein und fördert meinen Reichtum.

General Electric, gegründet von Thomas Edison, macht das Leben durch die Elektrizität nicht nur leichter, es verlängert es sogar, wenn man an medizinische Technologien denkt. Ich gebe nur zu gern Geld für die Vorteile aus, die mir die medizinischen Produkte von GE zur Verfügung stellen.

Und was täte ich ohne meinen Apple-Computer? Vielleicht hätte ich niemals „Rich Dad Poor Dad“ geschrieben, wenn Steve Jobs den Computer nicht so verständlich gemacht hätte, sodass auch ich ihn als technischer Laie benutzen kann. Durch die paar Dollar für meinen Computer verdiene ich jedes Jahr Millionen.

Und alle meine Ferrari, Bentley, Ford und Porsche wären nutzlos, würde der Staat die Autobesitzer nicht besteuern, um Straßen zu bauen und instand zu halten.

Ich denke, sie verstehen, worauf ich hinauswill. Es stimmt wohl, dass es gierige, gaunerische, faule Menschen gibt, die den Kapitalismus für sich ausnutzen, doch es handelt sich dabei nicht um wahre Kapitalisten. Es sind ganz einfach gierige, gaunerische und faule Menschen.

Die Sache mit dem Bildungssystem

Während korrupte und inkompetente Politiker der Wirtschaft geschadet haben, suche ich die Verantwortlichen für diese finanzielle Krise auch in unserem überholten Bildungswesen. Je mehr wir in den Vereinigten Staaten für Bildung ausgeben, desto schlechter wird das System.

Eine der Unzulänglichkeiten des Schulwesens ist der fehlende Fokus auf den wahren Kapitalismus. Aus diesem Grund ist unser Kapitalismus heute verdorben und korrupte Regierungen lenken die Geschicke dieser Welt. Die Schulen folgen einer unterschwellig sozialistischen Geisteshaltung mit einem Unterton von „die Reichen sind gierig“.

Gemäß der marxistischen Lehre ist das Proletariat eine Klasse der kapitalistischen Gesellschaft, die nicht über Eigentum an Produktionsmitteln verfügt. Sie können lediglich ihre Arbeit für einen Lohn oder ein Gehalt verkaufen. Proletarier sind Lohnarbeiter, trainiert – wie Pawlow seine Hunde trainierte –, um für Geld zu arbeiten.

Unser Schulsystem produziert diese Klasse des Kapitalismus, die Klasse der Proletarier, Lohnbezieher, Menschen, die die Schule auf der Suche nach einem Job verlassen.

Viele davon werden nie etwas Wertvolles besitzen, und viele werden besitzlos sterben, ganz einfach deshalb, weil die Schulen im Groll gegen die Reichen diejenigen Arbeiter hervorbringen, die dann angeblich von den Reichen ausgebeutet werden.

Schüler, die von der Schule abgehen und nach einem hoch bezahlten Job Ausschau halten, gehen bald dem Kapitalismus ins Netz. Und zwar nicht, weil der Kapitalismus unbedingt schlecht ist, sondern weil das Schulwesen seine Schützlinge nicht auf die reale Welt vorbereitet.

Ohne eine finanzielle Ausbildung werden die Schüler darauf ausgerichtet, Opfer des Kapitalismus zu werden. Der Glaube der Schulen, „die Reichen seien gierig“, wird zu einer Prophezeiung, die sich selbst erfüllt.

Proletariat vs. Bourgeoisie

Marx sah einen Krieg zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie voraus, da sich Arbeiter naturgemäß immer den höchstmöglichen Lohn wünschen, während die Bourgeoisie, also die Kapitalisten, naturgemäß so geringe Löhne wie möglich zahlen möchten.

In der schönen neuen Welt der modernen Wirtschaft, im anhaltenden Kampf niedriger gegen hohe Löhne, ist es die kapitalistische Klasse, die gewinnt.

Die Kapitalisten gewinnen, weil es einfach ist, die Produktion in Länder mit niedrigerem Lohnniveau zu verlegen. Des Weiteren reduziert Technologie die Anzahl der für ein funktionierendes Unternehmen notwendigen Arbeiter. Die Produktion wird gesteigert, die Lohnkosten sinken und die Kapitalisten gehen als Sieger hervor.

Die Welt verändert sich rasend schnell. Das Schulwesen nicht. Die Schulen bringen den Leuten auch weiterhin bei, Proletarier zu werden und die sie auf der Suche nach einem hoch bezahlten Job zu verlassen. Das ist finanzieller Selbstmord.

Denken Sie immer daran: Ein Job ist kein Vermögensgegenstand, genauso wenig wie Geld oder ein Eigenheim.

Die Ersparnisse in den Rentenvorsorgeplänen der Arbeiterklasse sind lediglich eine Geldquelle für wahre Kapitalisten. Bricht der Markt zusammen, wie er es irgendwann immer tut, dann verlieren die Arbeiter und die Kapitalisten gewinnen.

Gemäß der marxistischen Lehre ist das Proletariat eine Klasse der kapitalistischen Gesellschaft, die nicht über Eigentum an Produktionsmitteln verfügt. In der modernen Wirtschaft, wo Geld kein richtiges Geld mehr ist, arbeitet die Arbeiterklasse für nichts. Sie besitzen keine Vermögenswerte.

Diese Spirale der Arbeiterklassen beginnt mit folgendem Rat der Eltern an ihre Kinder: „Geh zur Schule, um einen gut bezahlten Job zu bekommen“ oder „Geh zur Schule und werde Anwalt, Arzt oder Web-Designer. Hast du einen Beruf, so hast du etwas, auf dass du dich immer verlassen kannst.“

Geht das Kind zur Schule, führen die Lehrer (selbst Proletarier des kapitalistischen Systems, eine Klasse ohne Eigentum an Produktionsmitteln) die geistige Programmierung fort: „Wenn du tust, was ich dir sage und gute Zensuren schreibst, dann wirst du den hoc hbezahlten Posten bekommen und nicht deine Klassenkameraden.“

Auch im College werden die Lehrer das Arbeiterklassendogma an die Schüler weitergeben, die zu diesem Zeitpunkt schon viele ihrer leistungsschwächeren Klassenkameraden ausgestochen haben. Sie werden sagen: „Mit einem Master oder einem Doktortitel würde dein Lebenslauf besser aussehen. Je höher dein akademischer Grad, desto besser deine Chancen auf diesen hoch bezahlten Posten.“

Genau wie Pawlow seine Hunde dazu brachte, Speichel zu produzieren, wann immer er mit einem Glöckchen klingelte, verbreitet auch unser Bildungssystem die Versprechung eines hoch bezahlten Jobs mit jedem Ton der Schulklingel.

Man muss nur „hoch bezahlter Posten“ sagen und die Leute drehen begierig die Köpfe. „Gewinnt“ jemand durch Erhalt dieses Postens und indem sie oder er alle anderen Kandidaten übertrumpft, dann wird der höhere Steuersatz, der mit einem besseren Gehalt einhergeht, bereitwillig akzeptiert – somit wird der Staat bezahlt, bevor sie einen Penny sehen.

Sobald der Staat sichergestellt hat, sein Geld zu bekommen, senden die neuen Angestellten voller Freude einen Teil ihres Gehalts an eine Firma für Investmentfonds, um für die Rente vorzusorgen, wodurch die Reichen als Nächstes bezahlt werden.

Weigert sich ein Arbeitnehmer in den Vereinigten Staaten, in eine unternehmensgestützte Rentenvorsorge aus offenen Investmentfonds zu investieren, so erlischt sein Anspruch auf den entsprechenden Arbeitgeberanteil. Mit anderen Worten: „Wenn Sie dem Wall-Street-Banker kein Geld geben, dann müssen wir Sie auch nicht bezahlen.“

Sobald sie ihren neuen Job sicher haben, beginnen die frischgebackenen Angestellten, etwas Geld für ein Eigenheim zu sparen, denn sie wissen: „Ihr Haus ist ein Vermögenswert und ihre größte Investition.“ Die wenigsten realisieren, dass die Darlehenstilgung und der Hauseigentümer, der sie leistet, die wahren Vermögensgegenstände sind – aber für die Bank.

Diese neuen Angehörigen der Arbeiterklasse transferieren nun ihr Geld in die Taschen der Kapitalisten, und zwar mithilfe der Banker, Immobilienmakler, Börsenmakler, Finanzberater und Politiker.

Mit anderen Worten: Das Bildungswesen wird zum obersten Mittelsmann der sogenannten „gierigen Reichen“, die die Lehrer doch so verabscheuen.

Mein Vorschlag

Ich schlage vor, Schulen zu eröffnen, die die jungen Leute zu Kapitalisten ausbilden.

Eltern, die aus ihren Kindern lieber Unternehmer als Angestellte machen wollen, könnten sich dafür entscheiden, ihre Kinder in die Schulen der Kapitalisten zu schicken.

Für die besten und klügsten dieser Schüler schaffen wir eine Universität, etwa so wie West Point für die Army, Annapolis für die Navy, Air Force Academy für die Air Force, New London für die Coast Guards und Kings Point für die Merchant Marine.

Anstelle des militärischen Fokus würde sich diese Akademie auf Unternehmertum konzentrieren und den Namen „Akademie der Unternehmer“ tragen.

Da nur Unternehmer echte Jobs schaffen können, würde diese Akademie dem Problem der Arbeitslosigkeit entgegenwirken.

Um an der neuen Akademie unterrichten zu dürfen, müssten die Lehrkräfte richtige Unternehmer sein, dazu ausgebildet und bereit, kostenlos zu unterrichten. Wären Sie tatsächlich Unternehmer, so hätten sie Zeit dafür und wären auf kein Geld angewiesen.

In diesem Rahmen wahrhaftig freien Unternehmergeistes könnten ganz neue Industrien um innovative Technologien herum entstehen. Investoren würden ihr Kapital bereitwilliger in Projekte stecken, die ökonomisch intelligent entwickelt wurden.

In diesem Rahmen wahrhaftig freien Unternehmergeistes könnten viele unserer dringlichsten Probleme, wie z. B. die Erderwärmung, Umweltverschmutzung, Abholzung der Regenwälder und der Welthunger gelöst werden.

Anstatt Geld des Staates zu nutzen, um Probleme zu lösen, könnten Unternehmer Problem in Gewinnquellen verwandeln – etwas, das richtige Unternehmer sowieso tun.

Wir haben heutzutage juristische Schulen für Anwälte und medizinische Schulen für Ärzte. Warum also kein Schulsystem, das sich dem Unternehmertum und dem Kapitalismus widmet?

Anstatt die Schule zu verlassen und nach einem hoch bezahlten Job zu suchen, würden die Schüler nach Möglichkeiten suchen, hoch bezahlte Jobs zu schaffen.

Anstatt die Schule zu verlassen und mehr Gehalt für weniger Arbeit zu fordern, würden die Schüler nach Wegen suchen, mehr zu produzieren und dann mehr zu verdienen.

Anstatt die Schule zu verlassen und nach Arbeitsplatzsicherheit auf Lebenszeit zu suchen, würden Schüler ins Leben starten und nachhaltige Einkommensquellen kreieren.

Anstatt die Schule zu verlassen und zu glauben, die Reichen seien gierig, würden die Schüler die Schule mit dem Wunsch verlassen, zu den Reichen zu werden, die großzügig sind.

Lernen Sie, wie ein Unternehmer zu denken und zu handeln. Ich kann Ihnen dabei helfen.

Robert Kiyosaki

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