Als ich ein Kind war, gab es ein beliebtes Spiel namens „Risiko“.

Haben Sie es vielleicht selbst schon einmal gespielt?

Der Rahmen des Spiels ist die Zeit Napoleons, in der Sie eine Armee und einen Teil des Spielplans kontrollieren. Ziel ist, die Weltherrschaft zu erringen. Es ist ein Spiel ohne Gnade und erfordert viel Intelligenz und eine Menge Planung. Es ist kein Spiel für Einfaltspinsel.

Über Jahrzehnte hinweg hat die Wall Street ihre eigene Version dieses Spiels gespielt – und obwohl die Einsätze höher liegen, sind die Strategien doch genau die gleich. Die Quelle all dieses Risikos? Trading.

In „Conspiracy of the Rich: The 8 New Rules of Money“ habe ich darüber geschrieben, wie jene, die nach den alten Regeln des Geldes spielen – zur Schule gehen, einen Job bekommen, ein Haus kaufen, Geld sparen und in ein breit gefächertes Portfolio von Aktien, Staatsanleihen und gemischte Investmentfonds investieren – verlieren werden.

Heute gehen viele finanziell zugrunde, weil sie den althergebrachten Regeln des Geldes – wie zum Beispiel Sparen und Schulden abbauen – folgen.

Das trifft besonders dann zu, wenn Leute für ihren Ruhestand Geld an der Börse und mit den finanziellen Konstrukten der Wall Street anlegen möchten.

Warum?

Weil sie das Spiel des Börsenrisikos gegen Firmen spielen, die weitaus umfangreichere Einblicke und Möglichkeiten haben als sie und nicht vor Betrug zurückscheuen. Firmen wie Goldman Sachs zum Beispiel.

Fragen Sie die meisten Leute nach ihrer Strategie für die Rente, so nennen sie das langfristige Investieren an der Börse durch private Rentenversicherungen und gemischte Investmentfonds.

Alle, die für ihren Ruhestand an der Börse investieren und Finanzprodukte der Wall Street nutzen, setzen auf den Aufschwung des Marktes.

Sie werden mit „Fakten“ gefüttert wie „der Aktienmarkt generiert 7 bis 10 % Rendite pro Jahr“. Sie investieren für Kapitalerträge anstatt in Cashflow. Natürlich ist es riskant, das Spiel der Durchschnittsrenditen mitzuspielen. Warum?

Fragen Sie doch einfach mal die Leute, die kurz vor der Rente standen, als es 2008 zur großen Rezession kam.

Durchschnittsrenditen waren für sie nicht mehr von Bedeutung, als ihre Portfolios plötzlich leer gefegt wurden.

Börsenrisiko durch Trades

Das Problem ist, dass das richtige Geld durch Trading verdient wird – durch Verkaufen, nicht durch Halten.

Wenn Sie dann endlich bereit sind, sich zur Ruhe zu setzen und ihr Portfolio zu verkaufen, aber der Markt erst kürzlich zusammenbrach, dann ist ihre Durchschnittsrendite nichts mehr wert.

Tatsächlich sind Börsenmakler auf das langfristige Investieren der Mittelschicht angewiesen, um mit deren finanziellem Unwissen durch Trades und Gebühren Geld zu verdienen – sehr häufig komplexe Trades, die von Marktbewegungen profitieren und eine hohe finanzielle Intelligenz erfordern.

All die großen Finanzunternehmen der Wall Street wissen, dass die wahren Gewinne mit kurzfristigen Aktiengeschäften gemacht werden, nicht mit langfristigen Investitionen. Und die Realität ist, je höher das Risiko, desto höher der Gewinn. Dabei sind diese Unternehmen bereit, für den großen Wurf alles zu riskieren.

In einem Artikel des „Time Magazines“ aus dem Jahr 2010 mit dem Titel „The Case Against Goldman Sachs“ schreibt Stephen Gandel: „,Ein Börsenmakler hat jede Minute jeden Tag ausschließlich das Ziel, Geld zu verdienen‘, sagt Philipp Meyer, der in den späten 90er und frühen 2000ern als Börsenmakler für UBS arbeitete, bevor er damit begann, über seine Zeit dort zu schreiben. ‚Wenn du also Geld verdienen kannst, indem du die Wirtschaft zugrunde richtest, dann tust du es, und du tust es jeden einzelnen Tag jeder einzelnen Woche.‘“

Natürlich, wenn ich sage, dass Unternehmen wie Goldman Sachs bereit sind, alles für einen guten Deal zu riskieren, dann meine ich nicht, dass sie bereit sind, alles zu riskieren, was die Firma besitzt, sondern was Sie besitzen.

Diese großen Firmen sind nicht nur Trading-Experten, sie verstehen sich auch bestens darauf, diese Trades abzusichern. Die wahren Opfer sind nur in den seltensten Fällen die Firmen selbst – oder die Geschäftsführer und Makler, die große Boni einstreichen –, sondern vielmehr die gutgläubigen, schwer arbeitenden Investoren mit geringer finanzieller Intelligenz.

In dem Time-Artikel heißt es weiter: „1998, bevor Goldman an die Börse ging, kamen nur 28 % ihrer Umsätze aus Trades und Principal Investments. 2009 waren es 76 %.“ Und um einen früheren Wall-Street-Manager zu zitieren: „Die Industrie hat sich so dramatisch auf Risikogeschäfte verlagert, dass es ganz einfach Sinn ergab, die Makler sich um alles kümmern zu lassen.“

Die Börsenmakler haben die Kontrolle über die Wall Street – und sie lieben das Spiel mit dem Risiko.

„Risiko“ – die Börsenedition

Laut der Internetseite des „Risiko“-Spiels sind die im Folgenden aufgezählten Strategien hilfreich, um aus dem Brettspiel als Gewinner hervorzugehen.

Die Tipps gleichen stark denen, die auch für das Trading-Spiel an der Wall Street gelten.

1. Konzentrieren Sie sich auf das Ziel

Im Brettspiel ist das große Ziel die Weltherrschaft und dabei gibt es keine Gnade.

An der Wall Street ist das Ziel das Gleiche. Es ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung. Es ist ein hartes, feindseliges Spiel mit hohen Einsätzen, wo die Sieger riesige Gewinne machen und die Verlierer erledigt sind. Große Trading-Firmen würden Sie ohne mit der Wimper zu zucken auslöschen, um Profit zu machen. Und sie betrügen, wenn sie das Gefühl haben, damit durchzukommen.

2. Um zu gewinnen, müssen Sie wachsen

Im Brettspiel müssen Sie große Armeen aufstellen und viel Kapital anhäufen, um die Welt zu erobern.

An der Börse muss man auch riesig werden. Dabei bekommt man Freunde in der Regierung, die unfaire Vorteile großzügig übersehen werden, und man erlangt Insiderzugriff auf höchst ausgeklügelte finanzielle Geschäfte, während die kleinen Mitspieler zerschlagen werden.

3. Greifen Sie mit aller Wucht an

Kleine Attacken sind im Brettspiel wertlos. Sie müssen groß angelegte Angriffe starten, um zu gewinnen. Das Risiko ist höher, aber es zahlt sich aus.

Im Börsengeschäft gilt diese Regel eins zu eins. Kleine Trades mit geringem Risiko sind wertlos.

Warum?

Weil Makler ihr Geld in Form von Boni verdienen, die von der Größe der Geschäfte abhängig sind. Wie es in dem oben erwähnten Time-Artikel heißt: „Genau wie bei allen anderen Dingen an der Wall Street hat auch der Aufstieg fondsbasierter Wertpapiere mit Bonus-Schecks zu tun. Die Bezahlung der Makler basierte nicht nur auf dem Gewinn, den sie für die Firma herausschlugen, sondern auch auf der Höhe der Wette.“ Mit anderen Worten: Es gibt für Makler einen Anreiz, höhere Risiken zu akzeptieren und nicht auf Nummer sicher zu gehen.

4. Zögern Sie nicht, einen Mitspieler auszulöschen

Wenn Sie „Risiko“ als Brettspiel spielen, dann gibt es für Gnade keinen Platz. Egal, ob es sich um Ihren besten Freund aus der Kindheit oder irgendeinen Fremden handelt: Sie müssen alle Gegner gleich behandeln. Sie müssen sie erledigen, wann immer Sie die Gelegenheit dazu bekommen.

Wieder gilt das Gleiche für die Wall Street. Wie es der alte Spruch besagt: „Es gibt an der Wall Street keine Opfer, nur Narren.“ Makler agieren gnadenlos und würden Sie, mich und die gesamte Wirtschaft opfern, um für sich und ihre Firma noch einen Dollar herauszuschlagen. Ihnen liegt Ihr Wohlergehen mitnichten am Herzen – sondern nur das eigene.

5. Kennen Sie das Spielfeld

Die Internetseite von m zu gewinnen müssen Sie sagt Folgendes über das Spiel: „Neue Spieler sind Frischfleisch mit großem Ego.“ Ich übersetze das in: „Leute, die die Spielregeln nicht kennen, werden bei lebendigem Leib gefressen.“

Auch im Börsenspiel ums Risiko gilt das. Diejenigen mit geringem finanziellem Know-how, diejenigen, die nach den alten Regeln des Geldes spielen, werden von den Wall-Street-Maklern bei lebendigem Leib gefressen.

Lernen Sie, wie man an der Börse „Risiko“ spielt, um zu gewinnen

Da Kim und ich nicht in Rentenprogramme eingezahlt haben, sparen wir uns inklusive Gebühren und Kommissionen einen großen Ausgabenposten. Wir steigern unser Einkommen jährlich durch unsere Vermögensgegenstände und müssen uns deshalb über die Zukunft keine Sorgen machen.

Anstatt einen Teil unseres Einkommens jeden Monat zur Wall Street zu schicken, investieren Kim und ich unser Geld, wodurch wir wiederum neues Geld verdienen.

Ich möchte auch Sie gewinnen sehen.

Der einzige Weg, die Spielregeln zu verstehen, ist die Steigerung des eigenen finanziellen IQs.

Wenn Sie jetzt zum Beispiel die Regeln der Wall Street kennen, können Sie beginnen, nach diesen Regeln mitzuspielen.

Das könnte bedeuten zu lernen, wie man zu einem Trader wird.

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Robert Kiyosaki

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