Trotz der wachsenden Höhe, der durch die Verbraucher angehäuften Kreditkartenschulden, stimme ich aus mehreren Gründen nicht in den Chor der Leute ein, die sagen: „Zerschneiden Sie Ihre Kreditkarten, werden Sie Ihre Schulden los und leben Sie unter Ihren Verhältnissen.“

Ich sage derlei Dinge nicht, denn ich glaube, dass dieser Rat das Problem für diejenigen, die reich werden wollen, nicht löst.

Menschen, die viel Geld besitzen und den damit verbundenen Lebensstil genießen möchten, lösen ihre Probleme nicht durch das Zerschneiden ihrer Kreditkarte oder durch die Abzahlung jeglicher Schulden, und glücklich muss es sie auch nicht unbedingt machen.

Auf der Grundlage rein finanzieller Prinzipien stimme ich zu, dass das Zerschneiden der Kreditkarte für die meisten Menschen eine gute Empfehlung ist.

Doch für jeden, der reich werden und sein Leben genießen möchte, funktioniert das einfache „Raus aus den Schulden“ nicht. Möchten Menschen reich werden, müssen sie lernen, mehr von der guten Sorte Schulden aufzunehmen, die Macht der Schulden zu respektieren und sie für sich als Werkzeug nutzbar zu machen.

Also sollten wir jetzt vielleicht einmal über Budgets reden.

Ein gutes finanzielles Haushalten ist für Ihre finanzielle Sicherheit unverzichtbar.

Einer der stärksten Indikatoren für finanzielle Intelligenz ist der Cashflow. Dennoch zählt nicht ausschließlich der Cashflow, sondern auch, wie Sie ihn generieren.

Der erste Schritt auf Ihrem Weg zu einem ordentlichen Cashflow ist das Verständnis für den eigenen Jahresabschluss.

Vereinfacht hat Ihr persönlicher Finanzbericht vier Komponenten:

1. Erträge und 2. Aufwendungen (Gewinn-und-Verlustrechnung)
3. Vermögensgegenstände und 4. Verbindlichkeiten (Bilanz)

Wenn Sie lernen, Ihren eigenen Jahresabschluss zu lesen, dann erkennen Sie, wie Ihr persönliches Geld fließt und dann können Sie sich ein Budget zurechtlegen, das eventuelle Schwachstellen in Ihren Ausgabemustern ausmerzt.

Sobald Sie verstehen, wo Sie sich finanziell befinden, ist es entscheidend, dass Sie einen persönlichen Plan entwerfen, um finanziell sicherer und gesünder zu werden. Und noch einmal: Das beginnt mit Ihrem persönlichen Budget.

Leider haben die meisten Leute falsche Vorstellungen über das Wesen eines Budgets und darüber, warum es ihnen helfen kann.

Warum gute Budgetierung unverzichtbar ist

Die meisten Leute denken, Budgets wären statische Dinge. Im schlimmsten Fall haben sie überhaupt kein Budget, im besten Fall legen sie es in der Regel fest und vergessen es danach, werfen vielleicht einmal im Monat einen Blick darauf, um festzustellen, dass sie es wieder überschritten haben.

Aber wie ich Ihnen bereits verraten habe, kann Ihnen die richtige Herangehensweise an die Budgetierung auf dreierlei Weise helfen, ein Werkzeug zum Reichwerden zu gewinnen:

1. Mit dem Budget sehen Sie, wo Ihr Geld jeden Monat abfließt

Verstehen, wo Ihr Geld hinfließt, ist der erste Schritt, um zu verstehen, wo Ihre Probleme liegen. Sobald Sie Ihre Probleme kennen, können Sie sie lösen.

2. Ein Budget hilft Ihnen, den für Sie passenden Typ Cashflow zu finden

Sobald Sie die Mängel im Verhältnis zwischen Ihren Einnahmen und Ausgaben erkennen, also sehen, wie viel Sie abdecken müssen, falls Sie kein Einkommen in Form eines Gehalts haben, können Sie begreifen, wie viel Sie jeden Monat in Form von Cashflow mit nach Hause bringen müssen. Dann können die Ausgaben für die zur Erwirtschaftung des Cashflows notwendigen Vermögensgegenstände die ersten und wichtigsten „Ausgaben“ in Ihrem Budget werden.

3. Ein Budget motiviert Sie dazu, sich Cashflow zu beschaffen

Eine monatliche Investitions-„Ausgabe“ zu schaffen, wird Sie dazu inspirieren, kreativ darüber nachzudenken, wie Sie monatlich für diese Ausgabe aufkommen können.

Aus meiner Erfahrung budgetieren die Leute auf dreierlei Weisen. Dabei sagt die Art Ihres Haushaltens viel über Ihre finanzielle Geisteshaltung aus.

Haushalten wie die Armen

Alle mit einem armen Mindset nutzen oft kein Budget. Wenn doch, dann ist es meist sehr simpel. Warum? Weil sie über keinerlei Vermögensgegenstände oder passives Einkommen verfügen.

Die mit einem armen Mindset haben folgenden persönlichen Jahresabschluss:

Die Menschen mit dem Mindset armer Leute legen sich zumeist kein Budget fest. Sie geben das aus, was sie verdienen. Mein reicher Vater sagte, diese Leute lebten Leben an der „roten Linie“. Jeder verdiente Dollar wird sofort wieder ausgegeben. Sie können es sich nicht leisten, zu verlieren, denn sie haben den finanziellen Kampf schon vorher verloren.

Für die mit einem Mindset armer Leute kann das Budget als ein Werkzeug dienen, mit dem sie sichergehen, nicht zu viel auszugeben, aber es ist kein Katalysator für finanzielles Verständnis, Inspiration und Wachstum.

Haushalten wie die Mittelschicht

Diejenigen mit einem Mindset wie dem der Mittelschicht haben oft mehr Einnahmen als Ausgaben – solange sie den hochbezahlten Job behalten können!

Sie investieren vielleicht hier und da, aber es ist keinesfalls ihr täglicher Fokus. Stattdessen zahlen sie in eine private Rentenvorsorge ein, der sie kaum Beachtung schenken. Vor allem aber achten sie darauf, in materieller Hinsicht mit Nachbarn und Freunden mitzuhalten, also „investieren“ sie in Verbindlichkeiten wie ein Eigenheim, ein schönes Auto und Urlaubsreisen.

Die mit einem Mindset der Mittelschicht haben folgenden persönlichen Jahresabschluss:

Die Mittelschicht nutzt das Budgetieren als Mittel, um herauszufinden, wie viel Geld sie am Ende des Monats übrig hat. Bleibt etwas übrig, belohnen sich diese Menschen dafür und geben es munter aus.

Nicht selten verprassen sie ihr übriges Geld für Urlaube, Autos, Elektrogeräte oder irgendetwas anderes, das Vergnügen verspricht. Ich nenne diese Sorte Anschaffungen Schnickschnack.

Durch dieses Vorgehen schaffen sie für sich selbst Verbindlichkeiten, aber sie investieren nicht in Vermögensgegenstände.

Für die mit dem Mindset der Mittelschicht kann ein Budget dazu dienen, sicherzustellen, dass man weniger ausgibt, als man einnimmt und dass man genau weiß, wie viel Geld man für Vergnügen ausgeben darf.

Aber die Quelle dieses Geldes ist immer vielmehr Einkommen aus einem Gehalt statt passives Einkommen aus einer Investition.

Haushalten wie die Reichen

Die Reichen verstehen ihren Budgetplan nicht als Vergleich von Erträgen und Aufwendungen. Sie sehen ihn stattdessen als Vorbereitung, um noch mehr Geld zu verdienen.

Kurz gesagt, fragen sie: „Wie kann ich mehr Geld verdienen?“, und nicht: „Ich habe nicht genug Geld“ (die Armen) oder „Wie viel Geld habe ich zum Ausgeben übrig?“ (die Mittelschicht).

Die mit einem reichen Mindset haben folgenden persönlichen Jahresabschluss:

Möchten sich die Reichen irgendeinen Schnickschnack leisten, dann schauen sie nicht auf ihr bestehendes Einkommen, um festzustellen, ob sie sich das Gewünschte kaufen können.

Sie fragen viel mehr, wie viel mehr Geld sie verdienen müssen, um die neue Ausgabe decken zu können. Dann finden sie Investitionen und Vermögenswerte, die genau das schaffen.

Im Grunde sind die obersten Ausgaben in ihrem Haushaltsplan die Ausgaben für Investitionstätigkeiten. Diese generieren passives Einkommen, das für das Vergnügen aufkommen kann.

In diesem Prozess schaffen die Reichen mehr Geld und gewinnen mehr Vermögensgegenstände. Ihre Ausgaben werden von ihrem Cashflow gedeckt.

All das stammt von ihrer Einstellung zum Budgetieren, ihrem finanziellen Mindset. Verändern Sie Ihr Mindset und werden Sie erfolgreich. Mit meinem Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg zum erfolgreichen Investor.

Robert Kiyosaki

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