Neun von zehn kleinen Unternehmen scheitern in den ersten fünf Jahren. Selbst Hochschulabsolventen mit den besten Abschlüssen verfügen nicht über die notwendigen Fähigkeiten, um ein Unternehmen zu leiten. Laut Statistiken ist das der Hauptgrund für das Scheitern der Unternehmen.

Nur ein Unternehmen von zehn überlebt also die ersten fünf Jahre. Allerdings scheitert auch von den wenigen, die die ersten fünf Jahre überleben, wiederum einer von zehn in den darauffolgenden fünf Jahren.

Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin Teil dieser Statistik. Ich habe weit mehr Misserfolge als Erfolge gehabt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Grund, warum die meisten Angestellten keine Unternehmer werden, darin liegt, dass der Gedanke zu scheitern – ohne einen festen Gehaltsscheck zu haben – sie verängstigt.

Für diejenigen, die diese Angst nicht kontrollieren können, ist es am besten, wenn sie ihren normalen Job, ihre Sozialleistungen und ihren bezahlten Urlaub behalten, um 17 Uhr ausstempeln, zu Abend essen, fernsehen, ihren zweiwöchigen Urlaub im Jahr genießen und die Sicherheit eines Angestellten zu schätzen wissen.

Diejenigen unter Ihnen, die meine Bücher gelesen haben, wissen bereits, dass meine Schimpftiraden sich immer wieder darauf beziehen, dass unsere Schulen jungen Menschen beibringen, Angestellte und nicht Unternehmer zu werden.

Deshalb werden wir alle darauf trainiert, die Phrase „Geh zur Schule und suche dir einen Job“ auswendig zu lernen und wiederzukäuen. Das ist so, wie Pawlows Hunde darauf trainiert wurden, jedes Mal zu speicheln, wenn die Essensglocke geläutet wird.

Wir sind leider nicht darauf trainiert, zu sagen: „Geh zur Schule, um ein Unternehmen zu gründen und Arbeitsplätze zu schaffen.“

Zwei Väter, zwei Einstellungen

Meine beiden Väter verkörperten zwei sehr unterschiedliche Einstellungen: eine starre und eine dynamische Einstellung.

Obwohl mein armer Vater ein sehr gebildeter Mann war, ging er nicht über das hinaus, was er selbst als seine natürlichen Talente ansah.

Er hielt sich an das Bewährte und folgte dem einfachen Karriereweg. Wenn er bei etwas scheiterte, ließ er es liegen und ging zu dem zurück, was er kannte und konnte. Er war ein klassisches Beispiel für jemanden mit einer starren Einstellung.

Mein armer Vater sah sowohl Erfolg als auch Misserfolg als eine Reflexion dessen, was er selbst war. Es liegt große Macht in dem, was Sie über sich selbst denken. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie stecken fest und haben keinen Erfolg, dann ist es an der Zeit zu untersuchen, was die Fehler in Ihrer Einstellung sind.

Ich hatte das Glück, ein anderes Beispiel dafür zu haben, wie man das Leben angehen kann. Mein reicher Vater hatte definitiv keine Angst vor dem Scheitern. Er hatte nicht nur keine Angst davor, sondern nahm sie sogar an. Das Scheitern hatte einfach seine Herangehensweise an das Geschäft und an das Leben geschärft. Wenn etwas nicht funktionierte, war die Sache ein Fehler, nicht er selbst.

Er hatte eine dynamische Einstellung. Menschen mit so einer wachstumsorientierten Einstellung sehen ihr Talent oder ihre Fähigkeiten lediglich als Ausgangspunkt. Das sind Menschen, die erkennen, dass sie durch harte Arbeit, Anleitung von anderen oder eine gut durchdachte Strategie wachsen und sich weiterentwickeln können.

Herausforderungen schrecken sie nicht ab. Sie sehen Hindernisse und Misserfolge als Chance, aus ihren Fehlern zu lernen und als Gelegenheit zu wachsen. In dieser Hinsicht sind sie furchtlos.

Fehler sind keine Versäumnisse, sondern Lektionen

Ein Problem der traditionellen Bildung ist, dass unsere Schulen immer noch glauben, Fehler zu machen, sei schlecht. Traditionelle Lehrer bestrafen Schüler dafür, dass sie Fehler machen, was bedeutet, dass derjenige, der die wenigsten Fehler macht, als der klügste Schüler abgestempelt wird.

In der realen Welt des Unternehmertums gewinnt aber der Unternehmer, der die meisten Fehler macht und aus seinen Fehlern lernt.

Thomas Edison zum Beispiel scheiterte über 1.000 Mal, bevor er die elektrische Glühbirne erfand. Henry Ford ging fünfmal bankrott, bevor die Ford Motor Company erfolgreich wurde. Steve Jobs wurde von seiner eigenen Firma gefeuert, bevor er zurückkam und sie vor dem Bankrott rettete. Heute ist Apple eines der reichsten Unternehmen der Welt. Bill Gates wurde von der US-Regierung wegen monopolistischer Praktiken angeklagt und gewann. Und Mark Zuckerberg wurde von den Winkelvoss-Zwillingen verklagt, die behaupteten, sie hätten Facebook geschaffen.

Ich erwähne die Irrungen und Wirrungen dieser Riesenunternehmer, weil es das ist, was echte Unternehmer durchmachen. Wie Paul Tudo Jones sagt: „Man lernt aus Fehlern, nicht aus Lektionen.“

Die wertvollste Lektion aus meinem ersten Geschäft

Als mein erstes Geschäft scheiterte, empfahl mir mein reicher Vater, anstatt wieder zur Schule zu gehen und einen Job zu suchen, zu den Trümmern meines Geschäfts zurückzugehen, jeden Fehler aufzuschreiben, den ich gemacht hatte, aus meinen Fehlern zu lernen und das Geschäft wiederaufzubauen.

Als er sah, wie ich ächzte und stöhnte, als ich mich dem finanziellen Wrack stellte, sagte er: „Wenn du bereit bist, der Wahrheit ins Auge zu sehen und aus deinen Fehlern zu lernen, wirst du viel mehr über Geld lernen, als ich dir jemals beibringen könnte.“

Indem ich mich meinen Gläubigern, Investoren und meinen Ängsten stellte – und lernte, das Feedback anzunehmen, anstatt mich zu verteidigen, – wurde ich ein besserer Unternehmer.

Auch heute noch scheitere ich, nehme Feedback an, lerne aus dem Scheitern und werde reicher, weil ich ständig aus meinen Fehlern lerne.

Die beste Lektion war zu lernen, Vertrauen in mich selbst zu haben.

Wie ich gelernt habe, Angst und Versagen zu überwinden

Ich weiß nicht, ob ich jemals vollständig gelernt habe, die Angst zu überwinden. Ich habe immer noch Angst und ich versage sicherlich immer noch von Zeit zu Zeit. Ich denke, ich habe gelernt, damit umzugehen. Ich habe gelernt, meine Reaktion von Kampf oder Flucht auf Neugier umzustellen.

Ich suche ständig nach Beratung, Coaching und Mentoren in den Bereichen, die mir am meisten oder immer wieder neu Angst machen. Wann immer es etwas gibt, wovor ich Angst habe, habe ich diese Reaktion antrainiert, die mich dazu zwingt, es trotzdem tun zu wollen – eben die Lust, einfach die Angst zu überwinden.

Ich habe im Laufe der Jahre Tausenden von Menschen geholfen, Milliarden von Dollar zu verdienen. Ich habe auch für mich selbst gut gearbeitet, aber tatsächlich Kapital von Investoren für mein eigenes Geschäft zu beschaffen, war etwas, das ich früher nie getan hatte.

Ich hatte Angst, dass ich andere mit in den Abgrund reißen würde, wenn ich bei meinem Vorhaben scheitern würde. Aufgrund früherer Geschäftserfahrungen war das eine berechtigte Angst. Dennoch war ich entschlossen, diese Angst zu überwinden. Bei der ganzen Übung ging es genauso sehr darum, meine Angst zu überwinden und etwas zu lernen, wie die Durchführung des Geschäfts selbst zum Erfolg zu führen.

Ich habe auch gelernt, dass man, wenn man scheitert oder Fehler macht, sich ein Team von Beratern zusammenstellen sollte, die einem helfen, die Situation zu bewältigen. Das ist besser, als allein zu leiden und zu versuchen, einen Ausweg aus der Situation zu finden.

Robert Kiyosaki

P.S. Wollen Sie finanziell unabhängig sein und wöchentlich 1.168 € oder sogar 2.551 € zusätzlich verdienen? Ich erkläre Ihnen in meiner Hauptausgabe des „Rich Dad Poor Dad Newsletters“ welche wenige Dinge dafür nötig sind! Wer sich noch heute anmeldet, erfährt meine 29 Geheimnisse, die die Reichen nutzen. Klicken Sie hier um direkt zu beginnen!