Es heißt oft, die Aufgabe eines Unternehmers bestünde darin, bessere Produkte zu besseren Preisen zu entwickeln. Ich denke jedoch, dass die Mission eines Unternehmers weit darüber hinaus geht.

Die Aufgabe eines Unternehmers ist es, mit seinen Dienstleistungen und Produkten für immer mehr Leute immer besser zur Verfügung zu stehen und die Welt dabei zu einem besseren Ort zu machen.

Als ich 1983 bei Dr. R. Buckminster Fuller studierte, sagte er: „Ich kümmere mich um das, was Gott erledigt sehen möchte.“

In diesem Jahr arbeitete ich im Rock’n’Roll-Business. Es machte Spaß. Wie cool war es, mit einigen der größten Bands dieser Zeit wie The Police und Van Halen abzuhängen. Aber ehrlich gesagt, war das Herstellen von Produkten für Rockbands nicht wirklich eines der Dinge, die Gott erledigt sehen wollte, obwohl ich damit viel Geld verdiente.

Ich begriff, dass Unternehmer die Pflicht haben, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Manchmal bedeutet das die Lösung eines Problems und manchmal, dass wir der Welt Erleuchtung bringen.

Darum stelle ich die folgende Frage: Um was sollte man sich Ihrer Meinung nach für Gott kümmern?

Auch wenn ich nicht behaupten kann, ich würde es wirklich wissen, so nehme ich doch an, dass Gott Menschen nicht gern in Armut sieht.

Fuller sagte viele Dinge voraus, unter anderem, dass es in der Zukunft Leute geben werde, die auch ohne Arbeit bezahlt werden würden.

Menschen wie Erfinder, Unternehmer und Visionäre würden unsere Probleme lösen. Nicht Regierungen, Politiker oder Bürokraten. Fullers optimistische Vorstellung davon, Leute zu bezahlen, die nicht arbeiten, gründete sich auf folgende Theorie: Diese Leute hätten dann die Chance, die Probleme dieser Welt zu lösen, anstatt einfach nur arbeiten zu gehen.

Fuller hat unserer Klasse wieder und wieder die Frage gestellt: „Was will Gott erledigt sehen?“ Er wies uns dabei auf den Unterschied zu der Frage hin: „Was möchte ich tun?“ oder „Ich möchte das tun, was ich liebe.“ Er forderte uns dazu auf, in die Zukunft zu blicken und uns vorzustellen, was Gott erledigt sehen möchte.

Es heißt, Fuller stellte sich selbst oft die Frage: „Was kann ich denn tun? Ich bin so klein im Vergleich zur großen Welt.“

Damit im Hinterkopf gelangten Kim und ich 1984 zu einem Sinneswandel. Wir fragten uns, um was wir uns für Gott kümmern könnten. Wir waren ja auch nur „kleine Leute“.

In diesem Jahr begannen wir, außerhalb des Schulwesens zu unterrichten. Ich liebte es zu lernen, aber hasste die Schule, und so lehrten wir, wie es mir mein reicher Vater beigebracht hatte. Dabei geht es auch darum, Spiele zu spielen und Spaß zu haben, während man etwas über Geld, Firmen und das Dasein als Unternehmer lernt. Wir nutzten Musik und sangen, um unseren Geist zu stimulieren. Dabei lag der Fokus vielmehr auf der Lösung von Problem als auf dem Verdienen von Geld.

Dieses Bildungskonzept hat uns die ganze Welt eröffnet.

Soziale Unternehmer

Das soziale Unternehmertum hat sich über das vergangene Jahrzehnt hinweg mit großer Geschwindigkeit herausgebildet. Es gleicht einer Welle, die von der Erkenntnis einiger Leute herrührt, dass die Regierungen dieser Welt auf die sozialen Fragen keine Antworten haben. Um dieses Problem zu lösen, haben sich einige Unternehmen auf die Fahne geschrieben, endlich für Veränderung zu kämpfen.

Soziale Unternehmer werden nicht von der Aussicht auf Geld angetrieben, sondern der Wunsch nach Verbesserung ist ihre Inspiration und als solche oftmals tief verankert. Das Ziel eines sozialen Unternehmers ist der Aufbau einer nachhaltigen Organisation, die ein höheres Ziel verfolgt. Soziale Unternehmer arbeiten typischerweise gemeinnützig und sind auf Spenden angewiesen, während soziale Kapitalisten gewinnorientiert handeln und ihre eigenen finanziellen Mittel erwirtschaften.

Die Größe gemeinnütziger Organisationen ist über die letzten Jahre signifikant gewachsen. Universitäten und Hochschulen bieten zunehmend Studiengänge für diejenigen an, die sich auf eine Arbeit mit sozialem Fokus spezialisieren möchten. Die meisten MBA-Studiengänge offerieren mittlerweile einige Kurse zu Sozialunternehmertum. Es gibt sogar Stiftungen, die nur in soziale Unternehmer investieren. Eine Revolution zugunsten des Wandels.

Gregory Dees, außerordentlicher Professor, Gründungsmitglied und Dekan des Center for the Advancement of Social Entrepreneurship (CASE) an der Business School der Duke University, gilt als führender Wissenschaftler im Bereich des Sozialunternehmertums. Bei einem im Jahr 2006 von der New Profit Inc. veranstalteten Treffen erklärte er, dass der Begriff „sozialer Unternehmer“ eine „Verbindung zweier Sektoren“ beschreibt: „eine Mischung der sozialen Komponente, die man gemeinhin mit Non-Profit-Organisationen assoziiert, und diese Form betriebswirtschaftlicher Orientierung aus dem Unternehmensbereich, und dabei ganz besonders dieser kreative und dynamische Antrieb.“

Mit anderen Worten gründen soziale Unternehmer funktionierende Organisationen, die gleichzeitig eine soziale Mission erfüllen.

Soziale Kapitalisten

Wenn Sie sich umschauen, erkennen Sie mit Sicherheit zahllose Probleme, die nach einer Lösung verlangen. Warum sollte man dafür nicht die Schlagkraft einer privaten Unternehmung nutzen?

Von fehlender finanzieller Bildung über Suchtprobleme bis hin zum Kampf gegen Sexualstraftaten, Kindesmisshandlung, sauberes Trinkwasser, Kriminalität, Nahrung, ausreichend Wohnraum … Die Liste ist endlos. Unternehmen des privaten Sektors können für solche Missstände Lösungen entwickeln, aber es braucht Leute wie Sie, die bereit sind, sich dafür einzusetzen und den Wandel anzustoßen.

Einer meiner besten Freunde ist ein junger Mann namens Greg. Er ist ein sozialer Unternehmer. Genauer gesagt leitet er eine Schule für Kinder mit schweren Lernbehinderungen, um die sich das kalifornische Schulsystem nicht kümmern kann oder will.

Greg ist Lehrer und sozialer Unternehmer, der auf der B-und-I-Seite des Quadranten arbeitet. Seine angestellten Lehrer stehen auf der S-und-E-Seite. Greg und seine Lehrkräfte arbeiten an derselben Schule, aber sie leben in zwei völlig verschiedenen Welten.

Ich kenne Greg seit er 19 Jahre alt ist. Heute ist er mit 33 Jahren Millionär und manchmal erzählt er den Leuten scherzhaft, er habe das seinem PhD. zu verdanken – seinem public high (school) degree, also dem High-School-Abschluss. Viele seiner Lehrkräfte haben allerdings echte PhDs – echte Doktortitel. Wie Sie sich vorstellen können, führt das manchmal zu Zwist zwischen Greg und seinen Lehrern. Gregs Traum besteht darin, Dutzende Schulen zu besitzen, Hunderte von Lehrern anzustellen und in der Lage zu sein, Tausende bedürftiger Kinder zu unterrichten.

Stellen Sie sich selbst die Frage: Warum stehen Sie morgens auf und was motiviert Sie?

Welche Probleme nehmen Sie auf der Welt wahr?

Manchmal rührt Ihre Motivation von etwas sehr Persönlichem her. Manchmal ist es schlicht etwas, das Sie zur Weißglut treibt und wogegen Sie unbedingt etwas unternehmen müssen.

Ein wahres Unternehmen existiert nur dafür, ein Problem zu lösen und das Leben besser zu machen. Tun Sie etwas, das niemandem einen Nutzen bringt, so ist es nicht von Bedeutung. Großartige Marken sind nicht nur echt, sie sind auch bedeutsam.

Bei Rich Dad tun wir unser Bestes, eine Bildungslücke zu schließen, die die fehlende finanzielle Ausbildung an unseren Schulen gerissen hat.

Wir wissen, dass fehlendes finanzielles Know-how eines der größten Probleme in unserer Gesellschaft ist.

In Verbindung mit anderen Kräften führt dieses fehlende finanzielle Know-how zu einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich und zum Schrumpfen der Mittelschicht. Der Verlust des Arbeitsplatzes, geringe Bezahlung, hohe Steuern, sinkende Eigentumswerte, steigende Inflation, zu teure medizinische Versorgung und unzureichende Rentenvorsorge treffen die Amerikaner hart.

Lernen Sie im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter die Grundlagen finanzieller Bildung

Wenn Sie über die Gründung eines Unternehmens nachdenken und etwas Bedeutsames schaffen wollen, dann können Ihnen die folgenden Fragen helfen:

  • Welches Problem möchten Sie lösen?
  • Warum ist es ein Problem?
  • Was führt zu diesem Problem?
  • Wäre Ihr Unternehmen morgen nicht mehr da, was würde die Welt verlieren?
  • Warum, denken Sie, können Sie das Problem lösen?
  • Wie löst Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung das Problem?
  • Wie kann Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung das Leben Ihrer Kunden verbessern?
  • Was denken Sie, brauchen Ihre Kunden tatsächlich von einer Firma wie der Ihren?

Genau wie Fuller denke auch ich, dass innovative Geister und Unternehmer die Probleme unserer Welt lösen werden.

Die Frage ist: Wollen Sie auch zu denen gehören, die etwas verändern möchten?

Robert Kiyosaki

P.S. Wollen Sie finanziell unabhängig sein und wöchentlich 1.168 € oder sogar 2.551 € zusätzlich verdienen? Ich erkläre Ihnen in meiner Hauptausgabe des „Rich Dad Poor Dad Newsletters“ welche wenige Dinge dafür nötig sind! Wer sich noch heute anmeldet, erfährt meine 29 Geheimnisse, die die Reichen nutzen. Klicken Sie hier um direkt zu beginnen!