Ich habe im vergangenen Jahr Situationen zeitlich häufig folgendermaßen eingeordnet: „BC“ – before coronavirus – und „AC“ – after coronavirus.

2020 war für Millionen von Menschen auf der Welt ein Wendepunkt. Es ist schwer, den finanziellen Folgen der Pandemie zu entkommen. Die Börse ist mehrmals zusammengebrochen und hat sich dann wieder aufgerappelt. Arbeitslosenzahlen schossen in die Höhe und ganze Industrien wurden durch die „Bleibt zu Hause“-Forderungen im ganzen Land schwer getroffen.

Auf lange Sicht sage ich für die Vereinigten Staaten Inflation voraus. Vielleicht nicht unbedingt Hyperinflation, aber die Geschichte hat es uns gezeigt: Wenn die Regierungen immer mehr Geld drucken, dann fällt der Wert des Dollars.

Inflation

Laut der einfachen Definition tritt Inflation auf, wenn die Preise steigen und die Kaufkraft einer Währung sinkt.

Das heißt, dass Sie mit Ihrem Geld weniger kaufen können als früher.

Alle Volkswirtschaften erleben irgendwann Inflation (und Deflation). Problematisch wird es, wenn das Einkommensniveau der Bevölkerung nicht mit der Inflation mithält beziehungsweise diese übersteigt. Dann werden die Menschen ärmer, selbst wenn sie glauben, mehr Geld zu verdienen.

Es gibt viele Arten von Inflation, aber die drei wichtigsten lauten schleichende, trabende und galoppierende oder auch Hyperinflation.

  1. Schleichende Inflation ist die normale, milde Inflation, die die meisten Volkswirtschaften anstreben und erwarten. So richtet die US-Notenbank ihre Maßnahmen zum Beispiel darauf aus, eine Inflation von 2 Prozent zu erreichen. Das wird für eine Volkswirtschaft als gesund angesehen und hier können die Lohnerhöhungen theoretisch mithalten.
  2. Trabende Inflation ist eine Beschleunigung der Inflation im Bereich von 3 bis 4 Prozent. Nun können die Lohn- und Gehaltserhöhungen immer schwerer mithalten und die Leute fühlen sich zunehmend ärmer.
  3. Hyperinflation ist eine extreme Inflation mit Werten von 20, 100, 200 und mehr Prozent. In der Weimarer Republik wurde die Inflation so extrem, dass „eine Ladung Brot, die in Berlin Ende des Jahres 1922 noch 160 Mark gekostet hatte, am Ende des Jahres 1923 ganze 200.000.000.000 Mark wert war.“

Wertverlust der Währung

Die Geschichte beweist, dass das Drucken falschen Geldes nie zu wirtschaftlichem Segen geführt hat. Sie liefert den Beweis, dass das Drucken falschen Geldes immer für diejenigen in Armut endet, die dafür arbeiten.

Aus der geschichtlichen Perspektive – von den Chinesen über die Römer und die Weimarer Republik bis hin zum heutigen Venezuela – hat das Drucken falschen Geldes nie nachhaltigen Wohlstand herbeigeführt. Historisch gesehen endete das Drucken falschen Geldes entweder in einer Depression, Revolution, Krieg oder allem auf einmal.

Die Chinesen begannen als Erste damit, Papiergeld zu drucken. Die Römer entwerteten ihre Währung, als das Römische Reich zerbrach. Hitler kam 1933 an die Macht, denn die Weimarer Republik hatte Geld gedruckt, um die Reparationen des Ersten Weltkrieges bezahlen zu können. Gedrucktes Geld führte zum Zweiten Weltkrieg und dem Tod von Millionen Menschen.

Viele Leute glauben, dass das Jahr 1971 den Beginn vom Ende des amerikanischen Empires markiert. Vor 1971 war jeder Dollar durch Gold oder Silber gedeckt. Heute sind es nur noch Schuldscheine, für die die Steuerzahler des ausstellenden Landes bürgen. Solange der Rest der Welt Vertrauen in die amerikanischen Steuerzahler hat, die für diesen als Geld bezeichneten Schuldschein arbeiten und bezahlen, solange hat die Welt Vertrauen in unseren Dollar. Sollte dieser Kernaspekt des Geldes – das Vertrauen – plötzlich verschwinden, dann stürzt die Wirtschaft in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

Sehen Sie sich das Beispiel der Währung der Weimarer Republik an, die kurz vor dem Zweiten Weltkrieg vollkommen wertlos wurde. Laut einer Anekdote schob einmal eine ältere Frau einen Schubkarren voller Papiermark zum nächsten Bäcker, um ein Brot zu kaufen. Als sie sich kurz umdrehte, stahl ihr jemand den Schubkarren und ließ den Haufen wertlosen Geldes auf der ganzen Straße verteilt zurück.

Die Zerstörung der Produktionsbasis

Müssen die Kapazitäten der Produktionsstätten zurückgefahren werden, so wie wir es in vielen Industrien während der Pandemie beobachtet haben, dann können nicht mehr genügend Güter und Dienstleistungen für die Bedürfnisse der Menschen bereitgestellt werden.

Schauen Sie sich die Autoindustrie an. Die Produktion wurde zum einen wegen der Pandemie zurückgefahren und zum anderen, weil die Hersteller einen Nachfragerückgang erwarteten.

Als der Staat Kaufanreize setzte, wollten die Leute doch Geld für ein neues Auto ausgeben und die Nachfrage ging nicht so stark zurück wie das Angebot. In der Folge stiegen die Autopreise.

Es spielt also keine Rolle, wie viel Geld der Staat druckt: Wenn die Produktionsbasis zerstört wird wie 2020, dann gehen die Preise rapide nach oben.

Die Inflation macht Menschen ärmer

Für manche mag nun Inflation eine schlechte Nachricht sein, weil sie nicht wissen, wie sie daraus Kapital schlagen können. Stattdessen macht sie die Inflation ärmer.

Angestellte zum Beispiel greift die Inflation an, denn sie können lediglich ihre Arbeitszeit verkaufen und damit kann man sich in der Regel schlecht vor einer Inflation wappnen. Gehaltserhöhungen gibt es, wenn überhaupt, auf jährlicher Basis nach der Inflation, nicht analog dazu.

Darüber hinaus leiden Menschen mit hohen Kreditkartenschulden oder Hypotheken mit variablem Zinssatz unter der Inflation, weil die Notenbank im Kampf gegen Inflation meistens die Zinssätze erhöht. Hypotheken mit während der Inflation steigendem variablen Zinssatz sind die Ursache hoher „schlechter“ Schulden, da die Kreditkosten immer teurer werden.

Zuletzt trifft es auch die Leute, die nach den alten Regeln des Geldes spielen, denn sie glauben, es wäre weise und umsichtig, Geld auf der Bank zu sparen. Aber die Bank ist clever, nicht dumm. Und die Bank spielt nach den neuen Regeln im Geldgeschäft. Sie zahlt Zinsen auf Geld, das mit der Inflation nicht mitkommt. Das Geld verliert seine Kaufkraft, während es von der Bank dazu genutzt wird, neues Geld zu verdienen.

Wie Sie von der Inflation profitieren

Die Reichen haben gelernt, in Zeiten von Inflation durch Leverage und schützende Investitionen Geld zu verdienen.

Ich spiele das Spiel der Banken. Ich leihe mir von der Bank Geld zu einem festen Zinssatz, kaufe mir einen Cashflow generierenden Vermögensgegenstand, der für die Kreditkosten aufkommt und nutze weniger meines eigenen Geldes, um meinen Return On Investment (ROI) zu steigern.

Sind die Kosten für meinen Kredit in einer inflationären Wirtschaftsphase fix, so profitiere ich vom Kaufkraftverlust des Dollars und meine Investitionen und mein Einkommen mehren sich.

Sie mehren sich, weil ich Vermögenswerte erwerbe, die mich vor Inflation schützen.

In Zeiten von Inflation steigen zum Beispiel in der Regel die Mieten. Kaufe ich eine Immobilie, so bleiben die Kreditkosten konstant, während meine Mieteinnahmen steigen. Dadurch erhalte ich mehr Cashflow. Ich schulde der Bank nur den vereinbarten Betrag. Die höheren Mieteinnahmen wandern schnurstracks in meinen Geldbeutel.

Unternehmen geht es genauso. Während für die Verbraucher die Preise der Güter steigen, können die Unternehmen ihre Preispolitik anpassen und von der Inflation profitieren.

Dies gelingt deshalb, weil Unternehmenseigner und Investoren nicht ihre Zeit verkaufen. Sie verkaufen ein Produkt, das beinahe in Echtzeit vor Inflation schützt. Sie haben die Kontrolle. Angestellte haben über ihr Produkt – ihre Zeit – keine Kontrolle und auch über ihr Geld nicht (denn hier kontrollieren die Banken und Fondsmanager).

Eine weitere Strategie zum Schutz vor Inflation, die ich verfolge, ist das Investieren in Rohstoffe. In letzter Zeit waren das vor allem Energieprodukte wie Öl – ein großartiges Investment in Zeiten von Inflation. Nicht so großartig, wenn es zur Deflation kommt.

Es muss sich aber nicht um ein gutes Investment für jedermann handeln, nur weil es für mich gut passt. Besonders für Menschen, die noch immer lernen, wie die Wirtschaft und das Investieren funktionieren und noch nicht so schnell auf veränderte wirtschaftliche Bedingungen reagieren können.

Letztlich gilt, was ich schon immer gepredigt habe: Investieren in Cashflow ist die sicherste und beste Strategie, die Ihnen auch in der Inflation gute Dienste erweisen wird. Es ist eine sichere Methode, reicher zu werden.

Im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter zeigen wir Ihnen, wie Sie sich vor Inflation schützen und gleichzeitig Cashflow generieren können.

Robert Kiyosaki

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