Mein reicher Vater war der Ansicht, dass Menschen finanziell in Not geraten, weil sie die Entscheidungen treffen, die auch schon ihre Eltern und Großeltern getroffen haben. Leider stammen die meisten Menschen nicht aus finanziell gesunden Familien.

Er pflegte zu sagen, dass es die meisten schlechten Ratschläge zum Thema Geld zu Hause gäbe, und darum bin ich ein Fürstreiter für finanzielle Bildung, die jeden auch zu Hause erreicht.

Natürlich holen sich die meisten Leute nicht nur zu Hause finanziellen Rat von der Sorte: „Geh zur Schule!“, „Such dir eine gute Arbeit!“, „Spare dein Geld!“, „Kaufe dir ein Eigenheim!“ und „Investiere langfristig in ein diversifiziertes Portfolio aus Aktien, Anleihen und offenen Investmentfonds!“

Viele Menschen kombinieren mit zunehmendem Alter die Ratschläge ihrer Eltern mit schlechten Tipps irgendwelcher Finanzberater.

Viele Finanzberater werden Ihnen erzählen, Ihr Haus sei ein Vermögensgegenstand, aber das ist nicht wahr. Durch diese Unwahrheit wird der Rat für Sie zu einer Verbindlichkeit, denn Sie ziehen dadurch falsche Schlüsse und treffen schlechte Entscheidungen über Ihren persönlichen Wohlstand und Ihre finanzielle Zukunft.

Der Mythos von „Ihr Haus ist ein Vermögenswert“

Fast schon ein kulturelles Ritual ist es, sein eigenes Haus zu kaufen. Viele Menschen träumen von dem Tag, an dem sie die Schlüssel für ihre eigene Haustür erhalten. Sie stellen sich vor, welche Freude sich ob der riesigen Errungenschaft einstellen muss, Hunderttausende Dollar persönliche Schulden aufzunehmen.

Tatsächlich wünschen sich viele Menschen, ein eigenes Haus zu kaufen, weil sie es als gute Investition ansehen. Im Sinne der Bilanz sehen sie ihr Haus als einen Vermögenswert. Aus diesem Grund erwarten viele Hausbesitzer von ihrem Objekt, einen großen Teil zur Altersvorsorge beizutragen.

Allerdings kauft die Mehrheit der Leute Häuser als ersten Wohnsitz und nicht als Mietobjekt. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, was das finanziell bedeutet.

Ihr persönlicher Wohnsitz verursacht jeden Monat Kosten wie Tilgung, Nebenkosten, Unterhaltung, Steuern, Versicherung und wahrscheinlich sogar noch mehr. Manchmal können diese Kosten enorm werden, wenn Sie zum Beispiel ein neues Dach brauchen oder eine Wasserleitung Schaden nimmt.

All diese Dinge ziehen Geld aus Ihrer Tasche – und wie mein reicher Vater richtig sagte: Es sind die Schulden, die einem das Geld aus der Tasche ziehen.

Viele sogenannte Experten werden auf Dinge wie Zusatztilgung, Steuerstundung auf Darlehenszinsen und Wertsteigerung als Gründe dafür verweisen, warum Ihr Eigenheim ein Vermögenswert ist.

Aber Zusatztilgung ist nichts anderes als Sparen, und Sparer sind Verlierer. Die Steuerstundungen für Ihr Darlehen gleichen nicht die Kosten aus, die Sie jeden Monat aus Ihrer Tasche bezahlen müssen und wenn Sie auf Wertsteigerung bauen, dann kommt das Roulette spielen gleich – wie Hausbesitzer während der Großen Rezession schmerzlich lernen mussten.

Ich will damit nicht sagen: „Kaufen Sie sich kein Haus!“ Kim und ich besitzen drei Häuser. Ich möchte Ihnen lediglich dabei helfen zu erkennen, dass es kein Vermögenswert ist. Es ist vielmehr Ihr Zuhause und als solches sollten Sie auch davon profitieren, nicht als Trumpf für eine sichere Rente. Nach so etwas müssen Sie anderswo suchen.

Die Wahrheit verschafft Ihnen Freiheit. Zu wissen, dass Ihr Eigenheim kein Vermögensgegenstand, sondern eine Verbindlichkeit ist, ist eine der wichtigsten Wahrheiten, die Sie kennen sollten.

Verstehen Sie, wie das Geld fließt

Viele Menschen beenden ihr Arbeitsleben ohne finanziellen Wohlstand, weil sie es schlicht versäumt haben, sich richtige Vermögenswerte anzuschaffen. All diejenigen, die „Rich Dad Poor Dad“ gelesen haben, wissen bereits, wie wir dort Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten definieren.

Einfach ausgedrückt: „Vermögensgegenstände spülen Ihnen Geld in die Tasche und Verbindlichkeiten nehmen es wieder heraus.“

Der Umstand, dass viele Menschen glauben, ihr Eigenheim sei ein Vermögensgegenstand, beweist, dass sie den Unterschied zwischen ihren Vermögensgegenständen und einem Loch im Boden nicht erkennen. Es spiegelt ebenso wider, wie wenig finanzielles Know-how man den Schülern in den Schulen mitgibt.

Um alles noch schlimmer zu machen: Würde jemand tatsächlich die Beziehungen zwischen Ausgaben, Vermögenswerten und Schulden verstehen, dann wüsste er oder sie, dass es sich bei der staatlichen Rentenvorsorge in Wahrheit um eine Verbindlichkeit handelt und nicht etwa um einen Vermögensgegenstand.

Alles, was man tun muss, ist zu schauen, wie das Geld fließt. Ganz oft sparen Leute für ihre Rente, während ihnen das Geld aus der Tasche fließt und nicht umgekehrt. Finanziell exakt betrachtet füttern Menschen, die Geld in ihre staatliche Altersvorsorge stecken, tatsächlich eine unterfinanzierte Verbindlichkeit. Erst wenn wirklich Geld aus dieser Altersvorsorge auf das Konto fließt, verwandelt es sich in einen echten Vermögenswert – falls es jemals dazu kommt.

Schulden in Vermögen umwandeln

Meine Freundin Mona, ihres Zeichens Publizistin, und ihr Ehemann wollten schon immer ein Ferienhaus in den Bergen von Arizona haben.

Drückt in Phoenix die sommerliche Hitze, dann versprechen die Berge erfrischende Abkühlung. Sie sahen sich in verschiedenen Ortschaften in den Bergen nach verfügbaren Objekten um und stießen schließlich auf ein kleines Häuschen, das zu einem kühlen Refugium werden konnte.

Die Idee, ein Darlehen aufzunehmen, für das sie zahlen mussten, hat ihnen nie gefallen und während der Immobiliensuche fanden sie heraus, dass Mietobjekte in der Gegend rar waren. Sie waren nicht die Einzigen, die nach einem Ausweg aus der Hitze suchten!

Problem gelöst: Alles, was sie tun mussten, war, einen Raum des Häuschens für private Dinge vorzubereiten und mit einem Schloss zu versehen und schon waren sie im Ferienhausgeschäft.

Mona und ihr Mann verwandelten ein Objekt, das für sie eine Verbindlichkeit darstellte – samt zu bezahlendem Darlehen – in einen Einkommen generierenden Vermögensgegenstand.

Jetzt kann Mona der Hitze entfliehen und gleichzeitig alle Vorzüge des Immobilienbesitzes genießen: Steuervorteile, Cashflow, Leverage mit OPM (other people’s money) und Selbstbestimmung.

Warum die Reichen immer reicher werden

Einer der Gründe, warum die Reichen immer reicher werden, ist ihr Wissen um die Akquise von Vermögenswerten mittels Schulden. Vermögenswerte, die ihnen die Taschen füllen. Sie wissen auch, wie man Schulden in Vermögen verwandelt. Dazu ist ein gesteigerter finanzieller IQ nötig.

Anstatt sich mit der Kraft der Schulden auseinanderzusetzen, arbeiten und sparen die Armen und die Mittelschicht so viel es geht. Sie bringen das Geld auf die Bank oder stecken es in Rentenprogramme, in die wiederum irgendwelche Investmentfonds verwickelt sind.

Warum tun sie das?

Es gibt viele Gründe, aber vor allem ist es einfach. Man muss nicht so viel nachdenken, nichts Neues lernen und auch nicht sehr hart dafür arbeiten. Geh einfach weiter zur Arbeit, zahle deine Rechnungen und wenn du Geld übrig hast, dann gib es doch einfach irgend einem Fremden, der sich als Finanzexperte ausgibt.

Anstatt voranzukommen, arbeiten viele Leute heute noch härter, manchmal in zwei oder drei Jobs, doch sie arbeiten für die falsche Sorte Einkommen – Einkommen aus Lohn und Gehalt. Geraten sie in Schwierigkeiten, dann belasten sie ihr Eigenheim mit einer Hypothek (falls sie eines besitzen) oder besorgen sich eine neue Kreditkarte, die dann im Briefkasten erscheint.

Auf makroökonomischer Ebene werden heute nicht nur die wenig qualifizierten Arbeitsplätze nach Übersee ausgelagert, sondern auch die, für die Menschen auf die Uni gehen mussten. Heute konkurrieren hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus Entwicklungsländern mit den hoch qualifizierten Arbeitern aus den Vereinigten Staaten, Japan und Europa.

Es ist also schwierig, vorwärtszukommen, indem man zurück in die Schule geht, härter arbeitet, Geld spart und seine Schulden loswird. Wir befinden uns heute in einer finanziellen Krise, weil es ganz einfach so viele Millionen Menschen gibt, sogar Uni-Absolventen, die nicht genug Geld haben, um davon während ihres Ruhestandes leben zu können.

Die Welt ist voller Vermögenswerte. Alles kann ein Vermögensgegenstand sein – sei es ein Unternehmen, eine Immobilie, eine Ölquelle, eine Tankstelle, eine Aktie, eine Anleihe, eine Versicherungspolice, ein Einzelhandelsgeschäft, ein Flughafen oder ein Taxi. Cash fließt unaufhörlich. Darum lautet das Sprichwort auch: „Geld regiert die Welt.“

Um reich zu werden, müssen Sie lediglich einen Vermögenswert finden, der Geld in Ihre Tasche spült und nicht andersherum.

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Robert Kiyosaki

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