Die Welt ist ein aufregender Ort, der stetem Wandel unterworfen ist. Dadurch tun sich immer neue Herausforderungen auf. Herausforderungen, hinter denen sich Chancen verbergen könnten.

Es ist eine der wichtigsten Aufgaben von Eltern, ihr Kind für die Welt von morgen vorzubereiten. Dabei kann einen zuweilen der Mut verlassen. Nehmen wir uns dieser Herausforderung an, so müssen wir zunächst verstehen, dass sich unser Denken und Handeln – also das, was unser Gehirn aufnimmt und wie wir diesen Informationen Taten folgen lassen – mit der Welt verändern muss.

Um einen Wandel in unserem Leben herbeizuführen, müssen wir zunächst unsere Sicht auf die Welt neu ausrichten. Wir müssen lernen, Informationen und Erfahrungen anders aufzunehmen und zu verarbeiten. Das Sinnbild von Veränderung ist die Raupe, die sich in einen Schmetterling verwandelt. Dieser Vergleich funktioniert sehr gut, müssen wir Veränderung doch als einen Prozess begreifen. Die Erkenntnisse aus dem Prozess stehen dabei dem Ergebnis an Bedeutung in nichts nach.

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Der Unterschied zwischen Inhalt und Kontext

Merriam-Webster definiert Kontext als „das Geflecht von Umweltfaktoren, vor deren Hintergrund etwas existiert oder geschieht“.

Inhalt wird als „ein Teil, ein Element oder ein Komplex von Teilen“ definiert.

Mit einfachen Worten bildet der Kontext den Rahmen der von uns wahrgenommenen Realität. Das Inhaltliche sind die Informationen (z. B. Erfahrungen, Gedanken, Worte, Taten usw.), aus denen sich dieser Kontext zusammensetzt. Meinen Beobachtungen nach konzentrieren sich die Reichen auf den Kontext. Die Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten haben nur den Inhalt im Blick.

Um das zu veranschaulichen, möchte ich die Obstschalen-Metapher bemühen. Die Frucht steht in diesem Zusammenhang für den Inhalt. Die Schale selbst repräsentiert den Kontext.

Die herkömmliche Schulbildung setzt auf Inhalte

In den traditionellen Lehrplänen stehen Inhalte ganz oben: Lesen, Schreiben, Rechnen – für Lehrer und das Schulwesen bedeutet das die Welt.

Meine Lehrer beteten mir unablässig vor, dass ich gut im Lesen, Schreiben und Rechnen sein müsste. Sobald ich mich wehrte und fragte „Warum lerne ich das?“, erhielt ich stets die gleiche Antwort. „Ohne eine gute Ausbildung bekommst du keine anständige Arbeit.“ Sie lebten in diesem Kontext, doch sie versuchten, ihn auch mir aufzuzwingen.

Leider zwingen die Erwachsenen vielen Kindern ihren Kontext auf. Das hat oft negative Auswirkungen, denn die Älteren können mit der von einem Kind wahrgenommenen Realität nichts anfangen, auch wenn sie mit besten Absichten an die Erziehung herangehen. Dann werden die Kinder mit Unmengen von Erwachsenenwissen vollgepumpt.

Es ist mir bewusst geworden, dass sich in den Antworten meiner Lehrer eine fehlende Sensibilität für meinen Kontext verbarg. Sie gingen davon aus, ich wollte ein Angestellter werden. Sie empfanden ihre Inhalte wichtiger als meinen Kontext. Sie nahmen an, dass jedermanns Kontext nur mit den von ihnen vermittelten Inhalten gut gestaltet werden könnte. Das trifft auf mich nicht zu – und auf viele andere auch nicht, da bin ich sicher.

Auf den Kontext kommt es an, nicht auf die Inhalte

Obwohl das herkömmliche Bildungswesen Inhalte mehr als alles andere schätzt, verdienen sie diese Ehrfurcht nicht. Auf den Kontext kommt es an. Er bringt alle nötigen Inhalte automatisch mit sich. Kontexte können sichtbar, unsichtbar, menschlich oder unmenschlich sein. Kontext ist für die Menschen von größter Bedeutung. Der Kontext bestimmt den Lauf des Lebens.

Der Kontext eines Menschen umfasst:

  • Glaubensmuster
  • Gedanken
  • Werte
  • Ängste
  • Zweifel
  • Einstellungen
  • Entscheidungen

Der Kontext einer armen Person spiegelt sich in deren Aussagen wider:

  • „Ich werde niemals reich sein.“
  • „Geld ist die Ursache allen Übels.“
  • „Ich will ein schönes Haus in guter Nachbarschaft.“
  • „Arbeitsplatzsicherheit ist mir sehr wichtig.“
  • „Wie viel Urlaubsanspruch habe ich?“
  • „Investieren ist ein Risiko.“

Leute mit dem Kontext der Mittelschicht werden für gewöhnlich nicht reich. Ihr ganzes Leben lang wurde ihr Kontext durch Ratschläge geprägt, wie gehe zur Schule, suche dir eine anständige Arbeit, kaufe dir ein schönes Haus und investiere in ein gut durchmischtes Portfolio aus Anleihen und Investmentfonds.

Alles, was sie tun, unterstreicht diesen Lebensstil. Viele verschulden sich, nur um mit dem Komfort ihrer Nachbarn mithalten zu können. Anstatt zu investieren, verlegen sich die Leute mit dem Kontext der Mittelschicht auf noch mehr Konsum.

Sie kaufen ein größeres Haus, unternehmen schöne Urlaube, fahren teure Autos und geben Geld für Hochschulbildung aus. Ihnen gefällt der Gedanke, reich zu sein, und sie wollen einen wohlhabenden Eindruck vermitteln. Aber sie verfügen weder über Kontext noch Inhalte, um zu wissen, wie man tatsächlich reich wird.

Da die meisten Leute auf Pump kaufen, finden sie sich häufig in einer Schuldenspirale wieder. Statt auf großem Reichtum sitzen sie auf schlechten Schulden.

Ein neuer Kontext ist harte Arbeit

Vielen Menschen fällt es sehr schwer, ihren Kontext zu verändern. Er hat schlichtweg eine grundlegende Bedeutung im Leben.

Sehr häufig wird Kontext mit Identität verwechselt, da es einem so von Familie und Freunden beigebracht wurde. Hier dreht es sich um einige der ersten fundamentalen Lektionen, die wir in unserem Leben lernen. Seinen Kontext zu verändern, kann sich anfühlen, als würde man grundlegend infrage stellen, wer man ist – und in mancher Hinsicht trifft dieses Gefühl tatsächlich zu.

Leute mit dem Kontext der Mittelschicht schalten meist ab, wenn sie auf einen Satz stoßen wie „Es gibt gute und schlechte Schulden.“ Sie wissen nur, dass Schulden schlecht sind und sie ärmer machen. Die meisten können mit der Idee guter Schulden nichts anfangen, mit den Schulden also, die sie reicher machen können.

Viele dieser Leute sollten am besten dem Rat derer folgen, die predigen: „Schneiden Sie Ihre Kreditkarte durch und machen Sie sich komplett frei von Schulden.“ Mit dieser Sorte Inhalte kommt ihr Kontext klar.

Beim Investieren sagt ein Mittelschicht-Kontext den Leuten meistens: „Investieren ist ein Risiko.“ Das liegt daran, dass die meisten in eine herkömmliche Ausbildung mit dem Ziel eines Hochschulabschlusses investieren und es versäumen, sich um ihr finanzielles Know-how zu kümmern.

Der Kontext der Reichen

Der Kontext der Reichen unterscheidet sich wesentlich von dem der Mittelschicht. Beispiele für Aussagen, die den Kontext einer reichen Person repräsentieren, könnten beinhalten:

  • „Ich muss reich werden.“
  • „Ich besitze mein eigenes Unternehmen und meine Arbeit ist mein Leben.“
  • „Freiheit ist wichtiger als Sicherheit.“
  • „Ich stelle mich neuen Herausforderungen, um daraus lernen zu können.“
  • „Ich möchte herausfinden, wie weit ich es im Leben bringen kann.“

Die meisten dieser Leute sind wahre Kapitalisten. Wo die Armen und die Mittelschicht Mangel sehen, erkennen sie eine Fülle guter Gelegenheiten. Sie wissen, wie sie von OPT, „Other People’s Talents“, und OPM, „Other People’s Money“, profitieren können, um reich zu werden.

Sie überlegen sich nicht, wie sie das selbst hinbekommen, sondern wie sie die Talente und das Geld anderer Leute dazu nutzen können. Für sie ist Investieren kein Risiko. Als riskant sehen sie viel eher ein Angestelltenverhältnis als einzige finanzielle Einnahmequelle.

Wenn also jemand aus der Mittelschicht seine Ersparnisse oder Rentenvorsorge auf die Bank bringt, dann verleiht die Bank dieses Geld an den Kapitalisten.

Deshalb sagte mein reicher Vater: „Der Kontext ist viel wichtiger als die Inhalte.“

Mit viel Kontext zu besseren Inhalten

Mein fehlendes Streben, später ein Angestellter zu werden, war einer der Gründe, warum ich in der Schule Schwierigkeiten hatte. Ich wollte ein Arbeitgeber werden, ein Unternehmer. Jedes Mal, wenn ein Lehrer mich mit Sätzen motivieren wollte, wie „Wenn du keine guten Noten schreibst, wirst du keine anständige Arbeit finden“, schaltete ich ab. Die Mahnung ließ ich einfach an mir vorbeigehen.

Schon mit zwölf hatte ich drei Jahre bei meinem reichen Vater gearbeitet. Ich hatte jetzt nicht mehr den Kontext eines Arbeitnehmers.

Die Drohung „Du wirst keine Arbeit finden“ wirkte auf meine Klassenkameraden, denn sie wollten Angestellte werden. Auf mich machte sie keinen Eindruck. Durch meinen Kontext war ich in der Lage, mir anderswo bessere Inhalte anzueignen. Durch die Arbeit bei meinem reichen Vater erhielt ich alles Wissen, das mein Kontext für den Durchbruch benötigte.

Die Lektion lautet wie folgt: „Der Kontext bestimmt die Inhalte.“ Sie wünschen sich, dass es Ihren Kindern und Enkeln einmal besser geht als Ihnen? Sie möchten, dass sie reich werden? Dann müssen Sie einen Weg finden, nicht nur Ihren eigenen Kontext, sondern auch den Kontext und die Inhalte Ihrer Kinder zu verändern. Gewähren Sie ihnen eine Ausbildung für einen gesunden Kontext, mit dem sie die Welt aus den Augen eines Unternehmers betrachten können.

Stellen Sie sich jetzt selbst die Frage: Was ist mein Kontext? Bin ich damit glücklich? Brauche ich eine Veränderung? Wenn Sie sich Wohlstand wünschen, dann benötigen Sie den Kontext der Reichen. Das gilt auch für Ihre Kinder.

Beginnen Sie noch heute damit, sich anzuschauen, was die Reichen über Geld wissen. Ich zeige Ihnen in meinem Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter, wie Sie sich das finanzielle Know-how zu eigen machen und bald selbst ein besserer Investor werden.

Robert Kiyosaki

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