Es gehört zu den schönsten Seiten meiner Arbeit, zu sehen, wie Menschen von der linken auf die rechte Seite des Chashflow-Quadranten wechseln.

Aus Arbeitnehmern und Selbstständigen werden Unternehmer oder kluge Investoren. Dieser Prozess gleicht ein bisschen dem einer Raupe, die sich in einen schönen Schmetterling verwandelt. Es erfordert viel Zeit und verlangt oft einen kompletten Einstellungs- und Verhaltenswandel.

Was tue ich, wenn ich plötzlich sehr viel Geld zur Verfügung habe? Zu verstehen, wie nun richtig zu handeln ist, gehört zu einer dieser Verhaltensänderungen. Egal ob durch Vererbung, eine Gehaltserhöhung, Prämie oder irgendeine andere Quelle: Zusätzliches Geld löst bei Angehörigen der linken Seite die Versuchung aus, den herkömmlichen Ratschlägen zum Thema Geld zu folgen oder, im schlimmsten Fall, es für Verbindlichkeiten wie Autos oder Urlaube auszugeben.

Zu den herkömmlichen Ratschlägen gehört zum Beispiel, mehr in eine private Rentenvorsorge einzuzahlen. Oder weiter unter den eigenen Verhältnissen zu leben. Über beide Möglichkeiten habe ich bereits viel geschrieben und so sollte es Sie nicht überraschen, dass ich keine von beiden auch nur im Geringsten gutheiße.

Sollten Sie gerade in den Genuss eines warmen Geldregens kommen, dann ist nun der beste Zeitpunkt, um eine von Rich Dads fundamentalen Lehren in die Tat umzusetzen: in Cashflow generierende Vermögensgegenstände investieren.

Doch dafür müssen Sie die Grundlagen des Investierens verstehen. Hier sind sechs fundamentale Regeln, mit denen Sie das Investieren meistern können. Sie alle wurden mir von meinem reichen Vater beigebracht.

1. Werden Sie mit Schulden reich

Ich nutze nie mein eigenes Geld, um zu investieren. Ich nutze Schulden. Das ist ein Kernelement, das ich OPM nenne – Other People’s Money (Anderer Leute Geld).

Erfolgreiche Immobilieninvestoren wissen es: Die beste Methode, hohe Renditen zu erzielen, ist ein möglichst niedriger Einsatz eigenen Geldes.

Reiche Immobilieninvestoren verwenden ihre Zeit darauf, die besten Deals zu finden. Diese präsentieren sie dann anderen Investoren, die ihr Geld einsetzen wollen, um in das Geschäft einzusteigen. Geht er es richtig an, ermöglicht OPM einem Immobilieninvestor, sich ein wertvolles Objekt mit hohen Renditen und Cashflow nahezu kostenlos zu sichern.

Meine Frau Kim nutzte OPM für ihr erstes Investment – ein Mietshaus in Portland, Oregon. Heute besitzt sie Tausende von Wohnungen. Sie beschleunigte die Umlaufgeschwindigkeit ihres Geldes mit dieser Methode der guten Schulden und entwickelte sich von einem Haus zu einem riesigen Portfolio. Das können Sie auch. Es beginnt damit, anders über Geld zu denken. Erhöhen Sie Ihr finanzielles Know-how und machen Sie sich noch heute an die Arbeit!

2. Wissen Sie über Ihr Einkommen Bescheid

Die meisten Leute wachsen in dem Glauben auf, dass ein Gehalt die einzige Form von Einkommen ist. Sie bemerken gar nicht, wie viele Gesichter Einkommen haben kann.

Über Jahre hinweg hämmerte mir mein reicher Vater die drei Einkommensarten ein:

Herkömmlich verdientes Einkommen: Daran denken die meisten Menschen, wenn sie über das Geldverdienen reden. Das ist das Einkommen all derer, die von neun bis fünf arbeiten. Normalerweise wird es durch eine Anstellung verdient und auf das eigene Konto überwiesen. Es ist das Einkommen, das am höchsten besteuert wird und sich am schlechtesten zum Anhäufen eines Vermögens eignet: Nicht nur nimmt sich der Staat seinen Anteil, bevor Sie die Summe auch nur auf dem Konto haben. Sie geben auch noch Ihre Zeit dafür weg. Ihre Fähigkeit, etwas zu verdienen, hängt davon ab, wie lange Sie arbeiten können. Über herkömmliches Einkommen haben Sie die geringste Kontrolle. Es wird von Ihrem Arbeitgeber festgelegt, der es wiederum kürzen oder Sie hinauswerfen kann. Möchten Sie mehr Geld verdienen, dann müssen Sie sich entweder eine neue Stelle suchen oder darauf hoffen, dass Ihnen Ihr Chef eine Gehaltserhöhung gewährt.

Portfolio-Einkommen: Die meisten gut bezahlten Angestellten haben auch irgendeine Form von Portfolio-Einkommen, meist in Form einer Renten- oder Lebensversicherung oder verschiedener Wertpapiere. Zum Beispiel in einem Mischfonds, den ein Finanzberater verwaltet. Portfolio-Einkommen wird zumeist aus Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder Investmentfonds gewonnen. Im Ranking der höchsten Besteuerung steht es an Platz 2 und Vermögensbildung ist immer noch eher schwierig, da die Renditen gering sind. Die meisten Experten sprechen von 7 %, die man sich als Rendite pro Jahr von einem langfristig angelegten Portfolio erwarten kann. In dieser Zeit kann es natürlich zu großen Schwankungen kommen. Für Leute mit geringem finanziellem Know-how mögen 7 % viel erscheinen. Die Reichen würden vor einer Investmentstrategie, die nur so wenig Rendite verspricht, zurückschrecken. Wie auch beim herkömmlichen Einkommen aus Gehalt hat man über sein Portfolio-Einkommen nur wenig Kontrolle. Sie sind von der Gnade der Börsenschwankungen und den Fähigkeiten Ihres Finanzberaters abhängig.

Passives Einkommen: Leute mit hohem finanziellen IQ verfolgen Investmentstrategien, die passives Einkommen generieren. Passives Einkommen kann man für gewöhnlich aus Immobilien, Eigentumsrechten und Unternehmensanteilen ziehen. Wenn Sie für eine Immobilie Miete bekommen, dann ist das passives Einkommen. Ich verdiene Geld mit den Eigentumsrechten an meinen Büchern. Sie sind Vermögensgegenstände, deren Cashflow für mich passives Einkommen bedeutet. Besitzen Sie ein Unternehmen, das Ihnen Gewinne ausschüttet, handelt es sich dabei auch um passives Einkommen. In aller Kürze geht es um Einkommen, das Sie erzielen, auch wenn Sie nicht arbeiten. Es ist das Einkommen mit der geringsten Besteuerung und vielen Steuervorteilen und man kann damit am leichtesten ein Vermögen aufbauen – dank der niedrigen Steuern und der potenziell unendlichen Rendite.

Mein reicher Vater sagte: „Wenn du reich werden möchtest, dann bemühe dich um passives Einkommen.“

Dann müssen verschiedene Schritte auf dem Weg zum eigenen Vermögen gemeistert werden: Sie müssen verstehen, dass es mehrere Arten von Einkommen gibt. Dann müssen Sie sich bemühen, Ihr Einkommen aus Lohn und Gehalt so effizient wie möglich in die anderen Einkommensformen umzuwandeln.

„Im Großen und Ganzen“, sagte mein reicher Vater, „ist das alles, was ein Investor tun sollte. Prägnanter kann man es nicht ausdrücken.“

Deshalb rate ich einer Person, die eine Gehaltserhöhung bekommt, diese nicht in eine Rentenversicherung zu stecken oder weiter unterhalb ihrer Bedürfnisse zu leben. Das wäre letzten Endes nämlich Sparen. Stattdessen sage ich ihr, sie soll zuerst sich selbst bezahlen und dann in Cashflow-generierende Vermögenswerte investieren. Kurz und knapp: Verwandeln Sie Ihre Gehaltserhöhung in passives Einkommen!

Am einfachsten geht das, wenn Sie Ihre Investitionsausgaben von nun an als Ihre wichtigste Ausgabe ansehen. Das haben Kim und ich über Jahre hinweg getan. Wir planten das Geld für unsere Investments als obersten Punkt in der Ausgabenspalte unseres Budgets ein. Auch wenn wir einmal nicht alle Ausgaben decken konnten, beglichen wir diesen Punkt doch zuerst (sehr zum Unmut unserer Buchhalterin). Wir fanden immer einen Weg, auch die anderen Ausgaben zu bezahlen, manchmal eben etwas verspätet. Auf diese Weise veränderten wir unsere Sicht auf Geld und das Investieren.

3. Investieren Sie in Ihr finanzielles Know-how

Als junger Mann sagte mein reicher Vater zu mir: „Wenn ihr in der realen Welt erfolgreich sein wollt, dann werden deine Generation und du mehr benötigen als nur akademische und berufliche Bildung.“

Mein reicher Vater sprach natürlich von finanzieller Bildung. Finanzielle Bildung dreht sich darum, wie Geld arbeitet und wie man es für sich arbeiten lässt. Sie lehrt das Wesen von Schulden und wie man sie sich zunutze machen kann. Es geht um die Geschichte des Geldes, was eine Bilanz ist und wie man sie liest, welchen Unterschied es zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit gibt und so viel mehr.

Lassen Sie mich klar und deutlich sein: Ich behaupte nicht, finanzielle Bildung wäre wichtiger als akademische oder berufliche. Tatsächlich benötigen die finanziell Gebildeten die Hilfe derer, die von der anderen Bildung profitiert haben. Sie können nicht ohne die Hilfe großartiger Anwälte, Buchhalter, Makler und anderer erfolgreich sein.

Doch man kann nicht wegdiskutieren, dass finanzielle Bildung neben akademischer und beruflicher entscheidend ist. Ohne können Sie in der heutigen Welt nicht reich werden. Interessanterweise haben die Experten, mit denen ich zusammenarbeite, auch eine großartige finanzielle Bildung genossen. Deshalb verstehen wir uns so gut. Und gemeinsam werden wir reich.

4. Investieren Sie für Cashflow

„Die Reichen arbeiten nicht für Geld“ lautet der Titel des ersten Kapitels von „Rich Dad Poor Dad“. Die Reichen arbeiten nicht für Geld, sondern sie akquirieren Vermögensgegenstände.

Als ich als Kind Monopoly spielte, dann war das für meinen reichen Vater, seinen Sohn und mich nicht einfach nur ein Zeitvertreib. Wir Jungen lernten dabei die Cashflow-Formel „Vier grüne Häuser, ein rotes Hotel“.

In Immobilien zu investieren, bedeutet, diese einfache Formel in der echten Welt in die Tat umzusetzen.

Während also die Armen und die Mittelschicht arbeiten gehen und ihr Einkommen aus Lohn und Gehalt beziehen, verdienen die Reichen passives Einkommen durch den Erwerb von Vermögensgegenständen.

5. Der Investor ist das Risiko, nicht die Investition

Viele Leute denken, Investieren sei riskant. In Wirklichkeit ist es allerdings der Investor, der das Risiko darstellt. Der Investor ist der Vermögensgegenstand oder die Verbindlichkeit.

„Ich habe Investoren Geld verlieren sehen, als alle anderen Geld verdienten“, sagte mein reicher Vater.

Das bedeutet, dass Ihr finanzielles Wissen entweder ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit sein kann. Haben Sie einen niedrigen finanziellen IQ und entscheiden sich trotzdem, in ein großes Investment einzutauchen, dann werden Sie viele Fehler machen, aus denen Investoren mit hohem finanziellen IQ Kapital schlagen werden.

Wenn Sie sich von einem riskanten zu einem guten Investor entwickeln wollen, sollten Sie zuerst in Ihre finanzielle Bildung investieren. Als Teil Ihrer Ausbildung – denn nichts ist besser als Erfahrungen des echten Lebens – starten Sie am besten mit kleinen Investments, lernen aus Ihren Fehlern und steigern sich dann bei der Größe Ihrer Vorhaben.

Im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter zeige ich Ihnen, wie Sie ein guter Investor werden.

6. Lernen Sie, wie man zu Kapital kommt

Eine meiner größten Sorgen als Anfänger war es, wie ich an genug Geld kommen sollte, sobald ich ein gutes Geschäft fand. Mein reicher Vater erinnerte mich daran, dass ich mich zunächst auf die Chancen auf meinem Weg konzentrieren sollte, vorbereitet sein sollte.

„Wenn du vorbereitet bist, also dich gebildet und Erfahrungen gesammelt hast“, sagte mein reicher Vater, „und dann einen guten Deal findest, dann wird das Geld entweder dich finden oder du wirst das Geld finden.“

Er wollte damit sagen, dass die Mittelbeschaffung der leichte Teil ist. Viel schwieriger ist es, ein gutes Geschäft ausfindig zu machen, welches das Geld anzieht. Deshalb sind so viele Menschen bereit, einem guten Investor ihr Geld anzuvertrauen.

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Robert Kiyosaki

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