Mein reicher Vater sagte: „Es gibt Gewohnheiten, die dich reich machen, und Gewohnheiten, die das Gegenteil bewirken. Die meisten armen Menschen sind arm, weil sie die Gewohnheiten armer Leute haben. Wenn du reich sein willst, dann lege dir die Gewohnheiten der Reichen zu.“

Wenn Sie ernsthaft nach Reichtum streben, dann müssen Sie die folgenden Dinge wieder und wieder tun – von jetzt an und für alle Zeit, für den Rest Ihres Lebens.

Angewohnheit Nr. 1: Stellen Sie einen Buchhalter ein und behalten Sie Ihre Zahlen im Blick

Bevor Ihnen irgendein Banker die erste Million leiht, wird er sich vergewissern wollen, dass Sie vertrauenswürdig mit dem Geld umgehen können. Viel Vertrauen schafft eine Bilanz, die klar und professionell Auskunft über Ihre Finanzen gibt. Mit einer Bilanz wird sich die Bank bereits viel wohler dabei fühlen, Ihnen größere Mengen Geld zu überlassen.

Viele Menschen haben keinen Zugang zu hohen Darlehen, weil ihr Finanzbericht nicht in Ordnung ist. Viele zahlen mehr Zinsen, als nötig wäre, weil schlichtweg die Dokumentation ihrer Finanzdaten unzureichend ist. In „Rich Dad Poor Dad“ habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, Finanzberichte lesen zu können. Die Grundlage dafür ist die Bilanz. Die wird Ihr Banker sehen wollen, wenn es an ihm ist, über eine beträchtliche Menge Geld für Sie zu entscheiden.

Auch wenn Sie kein Unternehmen besitzen, müssen Sie Ihr eigenes Leben als ein Unternehmen begreifen – und alle richtigen Unternehmen haben eine Buchhaltung. Darum empfehle ich Ihnen dringend, sich einen Buchhalter zuzulegen und nie wieder zu versuchen, ohne auszukommen. Die professionelle Dokumentation Ihrer Finanzen beginnt damit, dass ein Buchhalter Ihr Einkommen, Ihre Ausgaben, Ihre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Auge behält.

Ich lege Ihnen außerdem sehr ans Herz, sich jeden Monat für eine Rücksprache mit Ihrem Buchhalter zu treffen. Wir lernen durch Wiederholung. Sie etablieren eine gute Gepflogenheit, wenn Sie monatlich gemeinsam durch Ihre Zahlen gehen. Somit erhalten Sie bessere Einsichten in Ihre Ausgabegewohnheiten, können früher korrigierend eingreifen und gewinnen schließlich die Kontrolle über Ihr finanzielles Leben.

Angewohnheit Nr. 2: Bauen Sie sich Ihr Gewinnerteam auf

In meinem „Rich Dad’s Investmentguide“ erklärte ich, dass es sich bei dem B- und dem I-Quadranten um Mannschaftssport handelt. Manche Leute aus dem E- und dem S-Quadranten sind es nicht gewohnt, sich bei ihren finanziellen Angelegenheiten von einem Team unterstützen zu lassen. Deshalb fällt es ihnen häufig schwer, in die anderen Quadranten zu wechseln.

Als Kind fiel mir auf, dass mein armer Vater seine finanziellen Sorgen alle selbst schulterte. Bei Problemen saß er still am Essenstisch, seine Frustration über das Geld entlud sich in Streitereien mit meiner Mutter und manchmal saß er bis spät in die Nacht allein da und versuchte, alles irgendwie passend zu machen. Wie oft kam ich nach Hause und fand meine Mutter weinend vor. Sie wusste, dass sie finanziell in Schwierigkeiten waren, doch sie konnte mit niemandem darüber reden. Wenn es um Geld ging, war mein Vater der Mann im Haus, und er besprach seine finanziellen Schwierigkeiten niemals mit irgendjemandem.

Mein reicher Vater allerdings saß oft von seinem Team umgeben an einem Tisch in seinem Restaurant und besprach alle finanziellen Probleme ganz offen. Er sagte: „Jeder hat finanzielle Probleme. Die Reichen, die Armen, Unternehmen, Staaten und selbst die Kirche. Wie gut man damit umgeht, entscheidet darüber, ob jemand arm oder reich ist. Arme Leute sind arm, weil Sie ihre Geldprobleme schlecht anzugehen wissen.“

Deshalb besprach mein reicher Vater seine finanziellen Sorgen ganz offen mit seinem Team. Er sagte: „Niemand kann alles wissen. Wenn du im Spiel des Geldes gewinnen willst, dann solltest du dir die besten und klügsten Menschen ins Team holen.“

Im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter zeigt Ihnen mein Team, was Sie über Geldanlagen wissen sollten.

Angewohnheit Nr. 3: Erweitern Sie fortwährend Ihren Horizont

Wir leben jetzt im Informationszeitalter, nicht mehr im Zeitalter der Industrialisierung. Im Informationszeitalter liegt der Fokus nicht mehr auf Ihren Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Unternehmen oder Immobilien. Ihr größter Trumpf ist die Menge und die Qualität der Informationen, über die Sie verfügen. Viele Menschen können nicht mehr mithalten, weil ihr Wissensstand veraltet ist oder weil sie an Antworten festhalten, die gestern richtig waren, heute aber falsch sind. Wenn Sie früh und reich in Rente gehen wollen, dann werden Sie mit einer Welt sich ständig verändernder Informationen mithalten müssen.

Wir bewegen uns gerade auf ein Zeitalter nie da gewesener Möglichkeiten zu – das Zeitalter der Unternehmer. Wenn Sie lediglich einen dickeren Gehaltszettel anstreben, könnten Sie dieses Zeitalter eventuell verpassen, während andere superreich werden. Wenn Sie sich das nicht entgehen lassen wollen, schlage ich Ihnen eine wichtige neue Angewohnheit vor: Seien Sie der Masse voraus und lernen Sie, eine Zukunft zu sehen, die den anderen verborgen bleibt.

Angewohnheit Nr. 4: Werden Sie erwachsen, wieder und wieder

Während der Finanzkrise 2008 beschwerte sich einer meiner Freunde, dass er mehrere Millionen Dollar an der Börse verloren hatte. Er war da erst kurz Investor und hatte sich Geld geliehen, um es in Aktien anzulegen. Er hatte fast alles verloren, sein Haus eingeschlossen, nachdem der Markt zusammengebrochen war. Er hörte nicht auf, sich laut zu beschweren, bis ich schließlich genug hatte. Ich sagte: „Werde erwachsen! Du bist jetzt ein großer Junge. Wie konntest du glauben, der Aktienmarkt würde immer nur nach oben gehen?“

Mein Kommentar hielt ihn nicht davon ab. Er fuhr fort: „Warum hat die Notenbank die Zinsen nicht früher gesenkt? Warum mussten sie die denn anheben? Es ist deren Schuld und die Schuld meines Maklers, dass ich alles verloren habe. Wie soll ich das ganze Geld zurückzahlen? Warum unternimmt die Regierung nichts gegen die Verluste an der Börse?“

Im Gehen wiederholte ich meine Worte: „Werde erwachsen!“

Mein reicher Vater sagte oft: „Menschen werden älter, aber sie werden nicht notwendigerweise auch erwachsen. Viele Leute tauschen die Sicherheit bei Mama und Papa gegen die vermeintliche Sicherheit in einem Unternehmen oder den Schutz des Staates. Viele erwarten, jemand anderes werde sich um sie kümmern oder die Verantwortung für ihr fehlendes Wissen und fehlende Lebenstüchtigkeit übernehmen. Deshalb suchen sie Arbeitsplatzsicherheit oder den Schutz sozialer Netze. Viel zu viele verbringen ihr Leben damit, nach Garantien zu suchen und Risiken zu vermeiden. Sie werden dabei nicht erwachsen und brauchen immer irgendwelche Ersatzeltern, die sich um sie kümmern.“

Die Welt verändert sich zum Beispiel in der Hinsicht, dass es keine Arbeitsplatzsicherheit oder finanzielle Sicherheit mehr geben wird. Unternehmen stoßen Leute hinaus in die kalte, grausame Welt und sagen ihnen: „Erwarte nicht von uns, dass wir uns um dich kümmern, wenn du nicht mehr für uns arbeitest.“ Sie sagen auch: „Du hoffst lieber auf die Börse, wenn du dann nicht mehr arbeiten kannst.“

In der echten, harten Welt ist es allerdings eine kindische Vorstellung, dass die Börse stetig steigt. Das ist so dumm, wie zu glauben, die Zahnfee würde für die Zahnarztkosten aufkommen. Erwachsen werden bedeutet, dass man bereit ist, immer mehr Verantwortung für sich, seine Taten, sein fortwährendes Lernen und seine Reife zu übernehmen.

Angewohnheit Nr. 5: Seien Sie bereit, noch mehr Fehler zu machen

Einer der größten Unterschiede zwischen meinem armen und meinem reichen Vater war die Abneigung gegenüber Fehlern. Mein armer Vater dachte, dass ein Fehler immer mit Versagen gleichzusetzen sei. Letztlich war er ein Lehrer. Er dachte auch, dass es im Leben nur eine richtige Antwort gibt.

Mein reicher Vater stieß ständig in neue Gebiete vor, über die er nichts wusste. Er glaubte daran, große Träume zu haben, Neues auszuprobieren und kleine Fehler zu machen. Am Ende seines Lebens sagte er zu mir: „Dein Vater gab sein ganzes Leben lang vor, alle richtigen Antworten zu kennen und Fehler zu vermeiden. Darum beging er am Ende seines Lebens große Fehler.“ Mein reicher Vater sagte außerdem: „Fehler lehren Demut. Das ist eines der großartigsten Dinge, die man lernt, wenn man bereit ist, Neues auszuprobieren. Demütige Menschen lernen mehr als arrogante.“

Mein reicher Vater war auch bereit, unrecht zu haben. Unterlief ihm ein Fehler, so entschuldigte er sich. Er versuchte nicht, immer alles richtig zu machen. Er sagte: „In der Schule gibt es nur die eine richtige Antwort. Im echten Leben gibt es mehr als die. Wenn jemand eine bessere richtige Antwort hat als du, nimm sie. Dann hast du zwei richtige Antworten.“ Er fuhr fort: „Menschen, die nur eine Wahrheit kennen, haben meistens drei Eigenschaften. Erstens sind sie sehr oft streitbar und defensiv. Zweitens sind sie meistens sehr langweilig. Und drittens werden sie sehr oft obsolet, denn sie merken nicht, dass ihre früheren Antworten auf Probleme keine Gültigkeit mehr besitzen.“

Deshalb lautete der Rat meines reichen Vaters: „Lebe! Trau dich und gehe jeden Tag ein kleines Risiko ein. Auch wenn du nicht reich wirst, wird diese Gewohnheit dein Leben aufregend machen und dich auf lange Zeit jung halten.“

Angewohnheit Nr. 6: Hören Sie auf sich selbst

Die letzte und wichtigste Gepflogenheit für jeden, der reich werden will, lautet: Hören Sie auf sich selbst. Mein reicher Vater pflegte zu sagen: „Die größte Kraft, die mir innewohnt, steckt in dem, was ich zu mir selbst sage und woran ich glaube.“

Durch diese Gepflogenheit vergegenwärtigen Sie sich Ihrer Lebenswirklichkeit. Die Worte „größte Kraft“ gehen auf ein biblisches Konzept zurück, nach dem Worte zu Fleisch werden. Kurzum: Achten Sie darauf, was Sie zu sich selbst sagen, denn darin liegt begründet, was Sie jeden Tag aus sich machen.

Der Prozess sieht folgendermaßen aus:

  • Erkennen Sie Gedanken, die sie nicht möchten. Wechseln Sie zu Gedanken, nach denen Sie streben.
  • Erkennen Sie Gefühle, die Sie nicht möchten. Wechseln Sie zu Gefühlen, die besser sind.
  • Werden Sie aktiv, bleiben Sie nicht stehen und nehmen Sie eventuell Korrekturen vor, bis Sie das erreichen, was Sie wollten – und nicht irgendetwas, das Sie nicht wollten.

Wenn Sie diese einfachen Gepflogenheiten für Ihr Leben übernehmen können, dann könnten Sie eines Tages reicher sein, als Sie es sich je erträumt haben. Wie mein reicher Vater sagte: „Die Geschichte von den ‚Drei kleinen Schweinchen‘ ist mehr als nur ein Märchen. Es ist eine Geschichte voller Wahrheiten. Wenn du ein Haus aus Stein bauen willst, dann brauchst du eine Reihe guter Angewohnheiten. Gute Angewohnheiten sind die Bausteine der Reichen.“

Robert Kiyosaki

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