Niemand will gern verlieren. Allerdings kenne ich keine reiche Person, die noch nie Geld verloren hat. Reiche Menschen gehen kalkulierbare Risiken ein. Mal gewinnen sie, mal verlieren sie – aber meistens gewinnen sie.

Im Gegensatz dazu habe ich viele arme Menschen getroffen, die noch nie auch nur einen Penny verloren haben. Sie haben aber auch noch nie gewonnen.

Verlustängste hat jeder, sogar die Reichen.

Es geht nicht um die Angst, sondern darum, wie man mit ihr umgeht. Es geht darum, wie man mit Verlusten umgeht. Dieser Umgang ist das, was die Reichen von den Armen unterscheidet.

Es ist in Ordnung, Angst zu haben. Es ist in Ordnung, ein Feigling im Umgang mit Geld zu sein. Sie können dennoch reich werden. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen.

Mein reicher Vater konnte diese Ängste nachvollziehen.

Er sagte: „Manche haben eben vor Schlangen Angst, andere vor dem Verlust. Beides sind Ängste.“

Sein Lösungsansatz zu diesem Problem war folgender: „Wenn man diese Ängste hat, sollte man früh dagegen ankämpfen.“

Fängt man jung damit an, hat man bessere Chancen, reich zu werden.

Aber was kann man tun, wenn man nicht mehr so viel Zeit hat oder zeitnah in Rente gehen will? Mein armer Vater tat nichts dagegen. Er ging dem Thema einfach aus dem Weg.

Mein reicher Vater schlug mir dagegen vor, wie ein Texaner zu denken. „Ich mag Texaner“, meinte er. „In Texas wird alles groß dargestellt. Wenn ein Texaner gewinnt, ist das großartig. Verliert er, ist es spektakulär.“

„Sie mögen es zu verlieren?“, fragte ich.

Er antwortete: „Das meine ich nicht. Kannst du mir einen glücklichen Verlierer zeigen, so ist es kein Wunder, dass er ein Verlierer ist. Ich meine ihren Blick aufs Leben. Texaner mögen das Risiko, den Gewinn und den Verlust.“

Er führte den Gedanken weiter: „Was ich besonders an ihrer Ansicht mag, ist, dass sie auf ihren Gewinn stolz sind, aber sich mit Verlust rühmen. Sie haben eine Redensart: ‚Wenn du pleitegehst, dann richtig.‘ Sie würden nicht wegen eines Zweifamilienhauses pleitegehen wollen.“

Er betonte immer wieder, dass der Hauptgrund für das massenhafte Ausbleiben des finanziellen Erfolgs darauf basiert, dass die Menschen einfach zu viel auf Sicherheit setzen.

„Die Menschen haben so viel Angst vor dem Verlieren, dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt.“

Der ehemalige NFL Quarterback Fran Tarkenton formulierte es auf eine andere Weise: „Gewinnen heißt, keine Angst vor dem Verlieren zu haben.“

Meiner Erfahrung nach folgt nach einem Verlust immer ein Gewinn.

Ich traf noch nie einen Golfer, der noch keinen Ball verloren hat und auch noch nie jemanden, der sich verliebte, ohne mal ein gebrochenes Herz erlitten zu haben.

Für die meisten Menschen ist der Gedanke an den Verlust viel schmerzhafter als die Vorzüge, die der Reichtum mit sich bringt.

Mein reicher Vater erzählte mir und meinem Jugendfreund Mike sehr viele Geschichten über seine Trips nach Texas. Er sagte: „Wenn ihr wirklich etwas über den Umgang mit Geldverlusten und Versagen lernen wollt, dann besucht Alamo in San Antonio.“

Alamo erzählt eine Geschichte über mutige Leute, die im Bewusstsein, dass es keine Hoffnung auf Erfolg gab, gekämpft haben. Sie entschieden sich lieber zu sterben, als ruhig zu bleiben. Also wie gehen sie mit dem Misserfolg um? Sie schreien heute noch: „Erinnere dich an Alamo!“

Mike und ich haben diese Geschichte oft erzählt bekommen.

Mein reicher Vater erzählte sie immer, kurz bevor er auf einen großen Deal einging und nervös wurde.

Es verlieh ihm Stärke. Er wusste, er konnte aus einem finanziellen Verlust einen finanziellen Gewinn zaubern. Er wusste auch, dass ihn Verluste nur immer stärker machen und ihm mehr Erfahrung verleihen würden.

Es verschaffte ihm einen Vorteil gegenüber den anderen, denn wo diese aussteigen würden, blieb er drin. „Und genau deshalb mag ich die Texaner. Sie nehmen sich eine große Niederlage zur Hand und verwandeln sie in Inspiration.“

Aber die Worte, die für mich am meisten bedeuten, sind folgende: „Texaner verlieren sich nicht in ihren Niederlagen. Sie werden von ihnen inspiriert. Aber das ist nicht nur die Formel für Texaner. Sie gilt für alle Gewinner.“

Niederlagen inspirieren Gewinner – und sie besiegen Verlierer.

Das ist das größte Geheimnis aller Gewinner. Verlierer sind die, die davon nichts wissen.

Es gibt einen großen Unterschied dabei, ob man die Niederlage fürchtet oder ob man sie hasst.

Die meisten Menschen hassen das Verlieren so sehr, dass ihnen gar nichts außer dem Verlust bleibt. Sie gehen wegen eines Doppelhauses pleite.

Aus finanzieller Sicht planen sie ihr Leben viel zu sicher und betrachten es viel zu klein.

Der Hauptgrund, aus dem 90 Prozent aller Amerikaner Geldprobleme haben, ist, dass sie darauf spielen, nicht zu verlieren.

Sie gehen zu ihren Finanzplanern oder Steuerberatern oder Börsenmaklern und lassen sich ein ausgewogenes Portfolio einreden.

Die meisten von ihnen investieren ihr Geld in Niedrigzinsanleihen und Investmentfonds. Eben ein vernünftiges Portfolio.

Aber das ist kein Portfolio für Gewinner. Es ist eines, das nur darauf spielt, keine Verluste zu generieren.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Das ist bereits ein besseres Portfolio, als 70 Prozent der Bevölkerung vorweisen kann. Und das ist furchterregend.

Es ist ein gutes Portfolio für Leute, bei denen die Sicherheit an erster Stelle steht. Aber das ist nicht die Art, wie große Investoren agieren.

Wenn Sie reich werden wollen, sollten auch Sie die Dinge so betrachten wie die reichen Menschen und in Zukunft nach dem Prinzip handeln, dass Sie jede Niederlage in einen Gewinn verwandeln können. Im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter zeige ich Ihnen, mit welchem Depot Sie zu den Gewinnern gehören.

Robert Kiyosaki

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