Als ich ein kleiner Junge war, erklärte mir mein reicher Vater den Unterschied zwischen Reichtum und Wohlstand.

„Viele glauben, reich zu sein und wohlhabend zu sein sei dasselbe“, sagte mein reicher Vater. „Aber es gibt einen Unterschied: Die Reichen haben sehr viel Geld, aber die Wohlhabenden machen sich über Geld keine Sorgen.“

Was meinte mein reicher Vater damit? Reich zu sein kann zwar bedeuten, dass Sie sehr viel Geld besitzen. Gleichzeitig können Sie aber auch hohe Ausgaben haben, die Sie nachts nicht schlafen lassen.

Das könnten Ausgaben sein wie zum Beispiel eine Darlehenstilgung, die Raten für das Auto, Kreditkarten, Gebühren für die Privatschule und vieles mehr. Kurz und bündig: Wenn Sie reich sind, mühen Sie sich oft, um im Hamsterrad mitzuhalten.

Viele Leute verstehen nicht, was es bedeutet, wahrhaftig wohlhabend zu sein. Viele verwechseln Wohlstand mit Reichtum – also damit, viel Geld zur Verfügung zu haben, aber keine richtige finanzielle Unabhängigkeit.

Wohlhabend zu sein bedeutet, keine solchen Sorgen zu haben.

Die Definition von Wohlstand

In den drei Jahrzehnten, in denen ich nun bereits mein Wissen über Finanzen weitergebe, sind mir viele Definitionen des Wortes wohlhabend begegnet.

Am besten definiert man wohlhabend mit einer Gleichung.

Ich hörte zum ersten Mal etwas von der Gleichung für Wohlstand, als ich bei einem der genialsten Köpfe Amerikas studierte, R. Buckminster Fuller. Er definierte wohlhabend wie folgt: „Die Fähigkeit einer Person, so und so viele Tage zu überleben, ohne arbeiten zu müssen.“

Im Kontext der Finanzwirtschaft wird diese Definition zu: Wie viele Tage könnten Sie überleben, wenn Sie heute aufhören würden zu arbeiten? Wie lange könnten Sie mit dem Geld überleben, das Sie gerade besitzen?

Das ist alles.

Wenn Ihre monatlichen Ausgaben zum Beispiel bei 5.000 Dollar liegen und Sie 20.000 Dollar Erspartes besitzen, dann liegt Ihr Wohlstand bei ungefähr vier Monaten oder 120 Tagen.

Wenn Ihre Ausgaben jeden Monat bei 5.000 Dollar liegen und Sie allerdings ein Investment besitzen, dass Ihnen jeden Monat 5.000 Dollar zur Verfügung stellt, dann sind Sie unendlich wohlhabend. Das liegt daran, dass ihr wiederkehrender Cashflow Ihre regelmäßigen Ausgaben deckt. Sie müssen nicht arbeiten gehen, um Ihr Leben zu finanzieren. Sie lassen Ihre Investments für sich arbeiten.

Wohlstand wird in Zeit gemessen, nicht in Dollar.

Denken wie die Reichen

In einer Welt schwindender Arbeitsplatzsicherheit ergibt die Cashflow-Methode der Reichen immer mehr Sinn. Um diese Methode zu übernehmen, müssen Sie die Welt aus der Perspektive eines Unternehmers oder Investors sehen lernen. Sie müssen die Sichtweise der Angestellten (Geld gegen Lebenszeit) oder der Selbstständigen (Leben von der Hand in den Mund) ablegen.

Eine der wichtigsten Lektionen meines reichen Vaters handelte von der Kontrolle über meinen eigenen Cashflow und die Überwachung des weltweiten Cashflows. Er lehrte mich, den globalen Cashflow anhand von drei Indikatoren zu beobachten:

  • Arbeitsplätze: Über Jahre hinweg gehen amerikanische Arbeitsplätze nun schon nach Übersee verloren. Viele gut bezahlte Jobs existieren hier nicht mehr.
  • Menschen: Das Verschwinden vieler Arbeitsplätze hat viele dazu bewegt, ihre Karriere neu auszurichten. Das hat oft einen Umzug in eine neue Stadt oder ein anderes Land zur Folge, wo bestimmte Industrien florieren. Ich investiere gern in Märkte, zu denen sich Leute hingezogen fühlen und nicht umgekehrt.
  • Geld: Während der Großen Rezession sahen wir, wie Geld aus dem Aktienmarkt in Sparanlagen, unters Kopfkissen, in Anleihen und Gold floss – mit anderen Worten: in sichere Häfen. Heute fließt Geld in den Aktienmarkt zurück, aber für wie lange? Wenn Sie reich sein wollen, müssen Sie stets vor allen anderen dort sein, wo das Geld hinfließt.

Darum ist es ebenso wichtig, die Macht guter Schulden zu erkennen.

Die Fähigkeit, Schulden zu nutzen, ist eine der wichtigsten, die ein Mensch lernen kann. Und eine weitere wichtige Lektion lautet, dass Schulden nur so gut sind wie Ihr Cashflow.

Schulden, die dazu führen, dass Geld auf Ihr Bankkonto fließt, sind gut. Schulden, die Geld herausnehmen, sind schlecht.

Meine Partner und ich generieren Cashflow für uns selbst, indem wir den globalen Cashflow beobachten.

Wir nehmen beispielsweise Schulden auf, um Apartmenthäuser in Gebieten zu kaufen, wo es gute Arbeitsplätze gibt. Gebiete, die sowohl Menschen als auch Geld anziehen. Einfach ausgedrückt sind Immobilien nicht viel wert, wenn es keine Arbeitsplätze gibt. Arbeit zieht Leute an. Und wo es die Leute hinzieht, dorthin fließt auch das Geld.

Es ist einfach. Aber viele Menschen sind nicht darauf trainiert, nach solchen Sachen Ausschau zu halten. In der Folge leidet ihr Cashflow.

Passives Einkommen aus verschiedenen Vermögenswerten gewinnen

Am Anfang von jeder Fähigkeit, die Sie fürs Reichwerden brauchen, steht finanzielle Bildung – eine Art von Bildung, die Ihnen in einer herkömmlichen Schule nicht vermittelt wird. Mein finanzielles Training begann mit meinem reichen Vater und setzt sich heute mithilfe von Büchern, Seminaren, Lektionen aus der Praxis und Mentoren fort. Aus all diesen Quellen schöpfe ich mein Wissen über Cashflow, Schulden, Unternehmen und Investitionen, Steuern und mehr – und wie alles davon hilft, reich zu werden.

Für mein Bestreben, jung und reich in den Ruhestand zu gehen, musste ich wissen, für welche Sorte Geld sich harte Arbeit lohnt. Kim und ich konnten uns jung zur Ruhe setzen, denn unsere Strategie sah vor, hart für passives Einkommen zu arbeiten. Im Gegensatz zu den meisten Leuten, die für herkömmliches Einkommen arbeiten. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass wir passives dem Portfolioeinkommen für unsere Rente vorzogen. Obwohl sich die meisten Leute für ihren Ruhestand auf ihr Portfolioeinkommen verlassen, handelt es sich dabei nicht immer um die beste Einkommensart. Von den drei Einkommensarten ist sie diejenige, die die zweitgrößte Steuerlast mit sich bringt – und Steuern sind in Ihrem Leben Ihr gewaltigster Ausgabenposten.

Als Investoren verfolgen wir das Ziel, einen Strom passiven Einkommens zu schaffen, der unsere Ausgaben übertrifft. Außerdem wollen wir unseren Cashflow erhöhen. Wenn Ihr passives Einkommen Ihre Ausgaben übersteigt, haben Sie das Hamsterrad verlassen.

Der Masterplan fürs Investieren

Ich begriff den Masterplan meines reichen Vaters, indem ich zuerst sein Konzept verinnerlichte und dann versuchte, ihn praktisch umzusetzen. Mit 25 verschrieb ich mich der Firmengründung, dem Investieren in Immobilien und dem Finden von Vermögenswerten in Wertpapieren. Ich wollte die Kontrolle über meine Vermögensgegenstände gewinnen und meine Karriere und mein Geld nicht irgendwelchen Fremden überlassen.

Der Masterplan meines reichen Vaters umfasst das Eigentum eines profitablen Unternehmens, das Investieren in Immobilien mit positivem Cashflow und schließlich den Kauf von Wertpapieren, die höhere Rendite als Sparanlagen mit derselben Liquidität einbringen.

Der Masterplan meines reichen Vaters ist die Grundlage des Erfolgs der reichsten Investoren in der Welt.

  1. Gründen Sie ein Unternehmen.
  2. Investieren Sie den Cashflow des Unternehmens in Immobilien.
  3. Investieren Sie den übrigen Cashflow in Wertpapiere.

1. Vermögensgegenstand: Unternehmen

Ein Unternehmen ist unser bei Weitem bester Vermögensgegenstand. Ist es erfolgreich, können Sie am meisten Einkommen mit wenig Arbeit und der geringsten Besteuerung erzielen. Einer der Gründe, warum Warren Buffett Berkshire Hathaway in eine Versicherungsgesellschaft verwandelte und nicht etwa in eine Bekleidungsfirma: Die Steuervorteile für eine Versicherungsgesellschaft sind viel größer.

2. Vermögensgegenstand: Immobilien

Lassen Sie uns ein Objekt im Wert von 100.000 Dollar mit Folgendem kaufen:

10.000 Dollar eigenes Geld

90.000 Dollar Geld der Bank

Der Banker erlaubt mir als Investor, den Phantom-Cashflow und die Kapitalerträge seiner Seite des Investments einzustreichen. Mit anderen Worten: Selbst wenn der Bank 90 % des Investments gehören, erhält der Investor auch den Anteil des Phantom-Cashflows des Bankers sowie dessen Anteil an den Kapitalerträgen.

Denken Sie darüber nach. Wie viele Geschäftspartner würden Ihnen einfach Ihren Anteil am Profit überlassen? In diesem Fall tut der Banker genau das. Er trägt 90 % des Risikos, aber Sie erhalten seinen Anteil am Gewinn. Die Bank bekommt nichts außer die Zinsen, für die wiederum Ihre Mieter aufkommen.

3. Vermögensgegenstand: Wertpapiere

Nachdem mein Geld Gewinn in meinen Immobilien erzielt hat, wandert es oft in den Aktienmarkt. Das Investieren in Aktienoptionen gestattet mir, auch mit Wertpapieren noch einmal Rendite zu generieren. Anstatt eine Aktie zu kaufen, kontrolliere ich sie durch den Kauf einer Option für den Bruchteil der Kosten. Optionen geben mir das Recht, eine festgelegte Menge Aktien zu einem festgelegten Preis in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen oder zu verkaufen. Den Preis nennt man den Ausübungspreis. Ein Vertrag, der mir das „Kaufen“ einer Aktie zu einem festen Preis erlaubt, nennt man eine Call-Option. Damit ist es mir möglich, zum Beispiel einhundert Anteile der damit verbundenen Aktie zu erwerben. Leute kaufen Call-Optionen, weil sie auf eine Kurssteigerung und damit auf einen Gewinn hoffen. Sie können Gewinn machen, indem Sie die Option entweder zu einem höheren Preis verkaufen oder von der Option Gebrauch machen. Das heißt, Sie kaufen die Aktien zum Ausübungspreis, wenn der Marktpreis höher liegt.

Auf der anderen Seite nennt man einen Vertrag, der mich eine Aktie zu einem festen Preis „verkaufen“ lässt, Put-Option. Diese werden gekauft, weil die Leute hoffen, dass der Kurswert fallen wird und sie dadurch Profit machen. Sie machen Gewinn, indem Sie die Option entweder zu einem höheren Preis verkaufen oder davon Gebrauch machen, was wiederum den Verkäufer der Option dazu zwingen würde, die Aktie zum Ausübungspreis zu kaufen, auch wenn der Marktwert niedriger ist.

Von 105.000 Dollar zu 30 Milliarden

Warren Buffett ist es gelungen, mit einer ähnlichen Methode 105.000 Dollar in 30 Milliarden Dollar zu verwandeln, auch wenn er nicht so viel mit Immobilien arbeitet wie ich.

Die Lektion dahinter lautet, dass erfolgreiches Investieren auf einer Synergie von Investments beruht.

Diese Synergie lässt leicht aus 10.000 Dollar 10 Millionen werden. Sie müssen nur lernen, wie es geht und warten, bis Ihr System ordentlich eingerichtet ist. Das kann am Anfang schwierig sein, aber sobald das System läuft, wird der Cashflow sprudeln.

Sie können noch heute Ihren ersten Cashflow-Vermögenswert erwerben. Im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter zeige ich Ihnen, welche Werte ich gerade in mein Depot nehmen würde.

Robert Kiyosaki

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