Während des letztjährigen Präsidentschaftswahlkampfes versprach Joe Biden, die Reichen höher zu besteuern. Es schien wie eine Fortsetzung von Präsident Obamas ehemaligem Mantra. Aber werden die Reichen jetzt tatsächlich höher besteuert?

Bidens „American Families Plan“ soll 1,5 Billionen Dollar über ein Jahrzehnt einbringen. Es geht dabei darum, die Höchstverdiener zu einem höheren Prozentsatz zu besteuern. Millionen von Amerikanern stimmen damit überein. Sie denken, es ist fair, die Höchstverdiener höher zu besteuern.

Ich sehe das Ganze etwas anders. Sie müssen wissen, dass Bidens Plan nicht diejenigen mit einem hohen Vermögen besteuert. Diejenigen, die hohe Steuerabgaben leisten müssen, sind die Höchstverdiener. Die obere Mittelschicht stemmt also den Großteil der Steuergelder.

Unser Steuergesetzbuch ist dafür ausgelegt, bestimmte Verhaltensweisen zu fördern und zu belohnen. Die Steuerbehörde belohnt diejenigen, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen. Daher gibt es viele Steuererleichterungen für Investoren und Unternehmer. Arbeitnehmer auf der anderen Seite sorgen weder für Wachstum noch schaffen sie Arbeitsplätze. Der Großteil der Steuern wird nicht ohne Grund von den oberen 1 % und nicht von den oberen 0,1 % bezahlt. Die Gruppe der 1 % besteht vor allem aus hoch bezahlten Angestellten, welche die am höchsten besteuerte Art von Einkommen verdient: Arbeitslohn.

Die Ultra-Reichen hingegen sind diejenigen, deren Reichtum oft auf der Gründung eines Unternehmens oder aus professionellen Investitionen beruht. Diese Tätigkeiten werden von der Steuerbehörde belohnt. 

Die Ultra Reichen wissen, wie sie Geld einnehmen können, auf das sie keine Steuern zahlen müssen. Sie verdienen den Großteil über Einkommensquellen wie Unternehmen und Investitionen. Daher zahlen sie einen wesentlich geringeren Prozentsatz als Gutverdiener.

Steuern nach dem Cashflow-Quadranten

Mit dem Cashflow-Quadranten möchte ich das Thema Steuern illustrieren.

E – steht für Angestellter

S – steht für Kleinunternehmer oder Selbstständige

B – steht für Großunternehmer (500 Mitarbeiter oder mehr)

I – steht für Investor

Jeder von uns befindet sich in mindestens einem der vier Bereiche des Cashflow-Quadranten. Welchem Quadranten wir angehören, wird dadurch bestimmt, woher unsere Geldströme kommen, daher auch der Name. Eine Person kann mehrere Cashflow-Quellen haben und sich in mehr als einem der Quadranten aufhalten.

Angestellte im E-Quadranten sind Menschen mit festen Arbeitsplätzen, die auf Gehaltsschecks angewiesen sind.

Diejenigen im S-Quadranten sind Selbstständige, die auf Stundenbasis, für eine Provision oder auf Honorarbasis arbeiten. Viele Ärzte und Anwälte sind im S-Quadranten ansässig.

Der B-Quadrant ist gefüllt mit Menschen wie Steve Jobs und Bill Gates – Großunternehmer.

Menschen im I-Quadranten sind professionelle, aktive Investoren wie Warren Buffett.

Die meisten Menschen sind passive Investoren. Sie investieren in ihre Rentenversicherungen. Daher werden ihre Investitionen, im Gegensatz zu denen professioneller Investoren, hoch besteuert.

Die meisten CEOs befinden sich im E-Quadranten. Die Unternehmensführer arbeiten als Angestellte für Kapitalisten.

Die wahren Kapitalisten sind Menschen wie Steve Jobs, Bill Gates und Mark Zuckerberg. Sie besitzen Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Sie sind im Laufe der Zeit vom S- in den B-Quadranten gerutscht.

Unsere Schulsysteme bereiten die Leute auf ein Leben im E- und S-Quadranten vor. Eltern erzählen ihren Kindern: „Geh zu Schule, dann bekommst du einen guten Job“ (E-Quadrant) oder „Werde am besten Arzt oder Anwalt“ (S-Quadrant).

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Einnahmequellen sind enorm. Der Cashflow-Quadrant, indem Sie sich befinden, bestimmt den Prozentsatz Ihrer Steuern.

Diese Grafik zeigt, welche Einkommensgruppen welche Steuersätze bezahlen.

Verstehen Sie, woher Ihr Einkommen stammt

Fast alle Eltern bringen ihren Kindern folgendes Mantra bei: „Geh zur Schule, such dir einen Job, spar dein Geld und investiere in deine Rentenversicherung.“ Fast jeder Mensch verdient in den Einkommensformen, die am höchsten besteuert werden.

  1. Das Einkommen der Armen

Gewöhnliches Einkommen ist das Einkommen der armen Leute, denn je mehr man verdient, desto weniger behält man. Das ist finanziell gesehen nicht intelligent. Viele Menschen gehen zur Schule, arbeiten hart und machen Überstunden, in der Hoffnung, mehr gewöhnliches Einkommen zu verdienen. Wenn sie mehr Geld verdienen, geraten sie in immer höhere Steuerklassen. Wiederum gilt: Je mehr sie verdienen, desto weniger dürfen sie behalten.

  • Mittelklasse-Einkommen: Portfolio-Einkommen

Anleger aus der Mittelschicht verlassen sich darauf, dass ihr Börsenportfolio sie am Leben hält, wenn ihre Tage als Angestellter vorbei sind. Das Gleiche gilt auch für viele Staatsbedienstete. Viele Pensionsfonds für Staatsbedienstete verlassen sich auf Gewinne am Aktienmarkt, um ihre Wachstumsraten, oft bei 8 %, einzuhalten. Was wird wohl passieren, wenn die Wachstumsraten nicht eingehalten werden können? Werden die Rentner weniger Geld bekommen? Oder wird die Bürokratie der Regierungsangestellten versuchen, die Steuern für den Rest von uns zu erhöhen?

  • Das Einkommen der Reichen: Passives Einkommen

Passives Einkommen, also Cashflow, wird auf der rechten Seite des Cashflow-Quadranten erzeugt. Das ist die Art von Einkommen mit dem geringsten Steuersatz.

Begeben Sie sich in die Steuerklasse der Ultra-Reichen

Der größte Unterschied zwischen Gutverdienern und Ultra-Reichen ist die Denkweise. Fangen Sie an, Finanzen und Steuern wie ein Ultra-Reicher zu betrachten, und Ihr Vermögen wird wachsen.

Erstens: Hören Sie auf, nach einem hoch bezahlten Job zu suchen und fangen Sie stattdessen an, darüber nachzudenken, wie Sie diesen schaffen können. Die Steuerbehörde wird Sie belohnen, wenn Sie unternehmerische Risiken eingehen.

Zweitens: Investieren Sie Ihr verdientes Einkommen in Vermögenswerte, die jeden Monat passives Einkommen durch Cashflow erzeugen. Die Steueraufsicht wird Sie auch dafür belohnen. Damit meine ich nicht Ihre Rentenversicherung, die mit einem Arbeitseinkommen besteuert wird. Sie müssen echte Vermögenswerte wie Mietobjekte, Unternehmen und Rohstoffe finden, die auf der Ebene des passiven Einkommens besteuert werden.

Sie müssen nicht groß anfangen. Tun Sie das, was Ihren Möglichkeiten entspricht und bauen Sie darauf auf. Das Wichtigste ist, dass Sie nicht wie ein Angestellter denken. Denken Sie wie ein Ultra-Reicher.

Im Rich-Dad-Poor-Dad-Newsletter zeige ich Ihnen, was Sie dazu brauchen, um Ihre Denkweise zu ändern und wie Sie zu einem erfolgreichen Investor werden.

Robert Kiyosaki

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