Die Armen sind die Opfer unseres Geldsystems. Die Mittelklasse ist darin gefangen.

Mein reicher Vater beschrieb den Geldumgang der Mittelklasse wie folgt: „Die Mittelklasse löst ihre Geldprobleme anders. Anstatt das Problem zu lösen, denken sie, dass sie ihre Geldprobleme austricksen können.“

„Die Mittelklasse gibt Geld für ihre Bildung aus. Damit wollen sie einen sicheren Beruf bekommen. Sie versuchen eine Pufferzone zwischen sich und ihren finanziellen Problemen aufzubauen. Sie kaufen ein Haus, gehen täglich zur Arbeit und versuchen, die Karriereleiter zu erklimmen. Sie sparen für den Ruhestand, indem sie Aktien, Anleihen und Investmentfonds kaufen. Sie unterliegen dem Glauben, ihre akademische Bildung würde ausreichen, um sich von der harten und grausamen Welt des Geldes zu isolieren.“

Weiterhin meinte er: „Im Alter von 50 Jahren entdecken sehr viele Menschen, dass sie ein Gefangener in ihrem eigenen Büro sind. Sie sind oft geschätzte Mitarbeiter. Sie haben Berufserfahrung. Sie verdienen ein vernünftiges Gehalt und ihr Arbeitsplatz ist sicher. Aber tief im Inneren wissen sie, dass sie von ihrem Job abhängig sind. Ihnen fehlt die finanzielle Intelligenz, um aus dem Bürogefängnis auszubrechen. Sie versuchen, die nächsten 15 Jahre noch durchzuhalten, um danach anfangen zu können, zu leben. Natürlich auf eine sparsame Weise.“

Die Mittelklasse denkt, sie könnte ihre Geldprobleme mit akademischer Bildung und harter Arbeit überlisten. Ihnen fehlt es oft an finanzieller Bildung. Deshalb legen sie mehr Wert auf finanzielle Sicherheit, anstatt sich finanziellen Herausforderungen zu stellen. Anstatt Unternehmer zu werden, arbeiten sie für Unternehmer. Anstatt zu investieren, übergeben sie ihr Geld an Finanzexperten, die ihr Geld verwalten.

Wenn die Reichen Geldprobleme haben, nutzen sie ihre finanzielle Intelligenz, die sie durch jahrelanges Konfrontieren und Lösen von Problemen entwickelt haben. Wenn sie keine Lösung für ihr Problem finden, werfen sie nicht so einfach das Handtuch. Sie fragen Experten nach Rat. So werden sie finanziell immer intelligenter. So sind sie besser gerüstet, wenn es darum geht, ihr nächstes Problem zu lösen. Sie geben nie auf. Sie lernen immer dazu.

Ein Schritt zur finanziellen Unabhängigkeit ist zu lernen, wie die Reichen ihre Finanzen planen. Es gibt nur zwei grundlegende Begriffe der Haushaltsplanung: Überschuss und Defizit. Wenn Sie reich werden wollen, müssen Sie einen Haushaltsüberschuss schaffen. Das machen Sie nicht, indem Sie Ihre Ausgaben reduzieren. Sie müssen Ihre Einnahmen erhöhen.

1. Ein Haushaltsdefizit

Ein Haushaltsdefizit wird in Barrons Finanzen- und Investmenthandbuch wie folgt definiert: „Überschuss der Ausgaben über den Einnahmen in einem definierten Zeitraum. Ein Haushaltsdefizit kann bei Regierungen, Unternehmen wie auch bei Privatpersonen auftreten.“

Ein Haushaltsdefizit entsteht also dann, wenn man mehr ausgibt, als man einnimmt. Der Grund, warum so viele Leute an Haushaltsdefiziten leiden, ist, dass es viel einfacher ist Geld auszugeben, als es einzunehmen. Die meisten Menschen entscheiden sich in diesem Fall dafür, ihre Ausgaben zu kürzen.

Mein reicher Vater hielt es für klüger, sich die Frage zu stellen, wie man seine Einnahmen erhöhen kann.

2. Ein Haushaltsüberschuss

Ein Haushaltsüberschuss definiert sich in Barrons Finanzen- und Investmenthandbuch wie folgt: „Überschuss der Einnahmen über den Ausgaben in einem bestimmten Zeitraum bei Regierungen, Unternehmen oder Privatpersonen.“

Diese Definition sagt nicht aus, dass ein Überschuss durch die Reduzierung der Ausgaben entsteht. Man muss nicht unter seinem Standard leben. Natürlich kann eine Reduzierung Ihrer Ausgaben zu einem Haushaltsüberschuss führen. Aber viel besser ist es, den Haushaltsüberschuss herbeizuführen, ohne Ihren Lebensstandard einzuschränken. Wenn Sie reich werden wollen, müssen Sie genau das tun.

Wie Sie Ihren Haushaltsplan aufstellen sollten

Wenn Sie Geld verdient haben, müssen Sie als Nächstes wissen, wie sie es einteilen müssen, um auf einen Haushaltsüberschuss hinzuarbeiten. Ich teile mit Ihnen ein paar Lektionen, die ich von meinem reichen Vater und anderen reichen Menschen gelernt habe.

Tipp Nr. 1: Überschüsse als Ausgaben ansehen

Das ist eine der wichtigsten Lektionen, die mir mein reicher Vater beibrachte. Er nahm einen Finanzbericht zu Hand und sagte: „Deinen Überschuss musst du als Ausgabe anrechnen.“ Der Finanzbericht war wie folgt strukturiert:

Die meisten Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen erzielen keinen Haushaltsüberschuss. Mein reicher Vater meinte, das läge daran, dass sie sparen, spenden und investieren als Vermögenswerte sehen. Sie betrachten es nicht als Ausgaben.

Die meisten Leute wissen, dass sie sparen, investieren und spenden sollten. Aber nachdem sie ihre Rechnungen bezahlt haben, bleibt kein Geld mehr dafür übrig. Sie setzen die Prioritäten falsch.

Ich denke, die meisten von Ihnen werden das genauso wie ich sehen. Die Menschen müssen Sparen, Investieren und Wohltätigkeit höher priorisieren. Doch ich weiß auch, dass es leichter gesagt als getan ist. Ich möchte Ihnen erzählen, wie Kim und ich mit diesen Problemen umgegangen sind.

Kurz nachdem wir geheiratet hatten, hatten wir dieselben Probleme, wie viele Frischvermählte: Unsere Ausgaben waren höher als unsere Einnahmen. Also stellten wir eine Buchhalterin ein. Unsere Buchhalterin Betty hatte die Aufgabe, 30 Prozent aller Einnahmen in die Aktiva-Spalte zu bewegen.

Ein Zahlenbeispiel: Wenn wir in einem Monat 1.000 Dollar einnahmen und Ausgaben von 1.500 Dollar hatten, steckte Betty 300 Dollar in die Aktiva-Spalte. Mit den restlichen 700 Dollar sollte sie dann die Ausgaben decken.

Betty hielt uns für verrückt. „Das könnt ihr nicht machen. Ihr habt Rechnungen zu bezahlen!“, sagte sie und hätte fast gekündigt.

Wissen Sie, Betty war eine großartige Buchhalterin. Aber sie führte ihr Budget wie ein armer Mensch. Sie bezahlte alle anderen zuerst und sich selbst zuletzt. Da selten etwas übrig blieb, zahlte sie sich selbst nichts. Ihre Schuldner, die Regierung und die Bank nahm sie alle wichtiger als sich selbst.

Betty kämpfte gegen unsere Idee an. Ihre gesamte Ausbildung sagte ihr, dass sie alle anderen zuerst bezahlen sollte. Der Gedanke, die Rechnungen oder Steuern nicht zu bezahlen, bereitete ihr weiche Knie. Aber als sie schließlich verstand, dass sie Einnahmen durch Ausgaben erzeugte, war sie bereit, unseren Plan zur Schaffung eines Haushaltsüberschusses umzusetzen.

Mit den 70 Cent von jedem Dollar, der übrig blieb, sollte sie Steuern, Verbindlichkeiten wie unsere Hypothek und Autozahlungen sowie unsere Rechnungen für Strom, Wasser, Lebensmittel, Kleidung usw. bezahlen.

Unnötig zu sagen, dass wir eine lange Zeit lang jeden Monat zu wenig hatten. Obwohl wir uns selbst zuerst bezahlten, hatten wir nicht genug Geld, um andere zu bezahlen. Es gab einige Monate, in denen Kim und ich bis zu 4.000 Dollar zu wenig hatten. Wir hätten die 4.000 Dollar aus unserem Vermögen bezahlen können. Aber das war unser Geld. Die Vermögensspalte gehörte uns.

Tipp Nr. 2: Die Ausgabenspalte ist eine Kristallkugel

Wenn Sie die Zukunft einer Person vorhersagen wollen, sehen Sie sich einfach deren Ausgaben an. Zum Beispiel wird jemand, der Geld an wohltätige Zwecke gibt und spendet, eine andere Zukunft haben als jemand, der Geld für Fußballtickets und Fernseher ausgibt.

Mein reicher Vater sagte: „Wenn man sich ansieht, wofür jemand seine Zeit und sein Geld ausgibt, kann man die Zukunft der Person vorhersagen. Zeit und Geld sind wertvolle Güter. Gebt sie weise aus.“

Anhand der Ausgaben eines Menschen, kann man auch erkennen, wie wichtig demjenigen ein Haushaltsüberschuss ist.

Tipp Nr. 3: Meine Vermögenswerte decken meine Verbindlichkeiten

Mein armer Vater glaubte daran, billig zu kaufen. Er dachte, sparsam zu sein, sei eine intelligente Haushaltsführung. Wenn er einen Luxusartikel wollte, verweigerte er sich den Luxus. Er sagte: „Das können wir uns nicht leisten.“

Wenn mein reicher Vater einen Luxusartikel wollte, stellte er sich die Frage: „Wie kann ich mir das leisten?“ Er schaffte sich einen Vermögenswert in der Aktiva-Spalte, der die Kosten für die Verbindlichkeit deckt.

Mit anderen Worten: Er erwarb Vermögenswerte, indem er zuerst sich selbst bezahlte. Mit dem Cashflow aus den Vermögenswerten kaufte er dann seine Luxusverbindlichkeiten. Wenn er großen Luxus wollte, schuf er zuerst große Vermögenswerte. Was viele Menschen machen, ist, zuerst großen Luxus zu kaufen und nie genug Geld zu haben, um Vermögenswerte zu kaufen. Wieder ist es eine Frage der Prioritäten.

Tipp Nr. 4: Ausgeben, um reich zu werden

Wenn es hart auf hart kommt, neigt der Großteil der Menschen dazu, ihr Budget zu kürzen, statt Geld sinnvoll auszugeben. Das ist der Grund, warum so viele Menschen daran scheitern, nachhaltigen Wohlstand aufzubauen.

Ein Zeichen hoher finanzieller Intelligenz ist es, zu wissen, wann man Geld einbehalten und wann man Geld ausgeben sollte. Als Kim und ich in finanziellen Schwierigkeiten standen, haben wir Betty nicht gesagt, sie solle die Ausgaben kürzen, um die Rechnungen zu bezahlen. Stattdessen ließen wir unsere Werbung und unser Marketing auf Hochtouren laufen. Wir investierten Zeit, Geld und Energie, um unser Einkommen zu steigern. An Ausgaben sparten wir nicht.

Eine Sache nach der anderen

Eine sinnvolle Haushaltsplanung ist ein Prozess. Sie müssen eine Sache nach der anderen lernen. Anstatt uns über Geld zu streiten, nutzten Kim und ich den Prozess, um mehr über Geld und uns selbst zu lernen und zu diskutieren.

Die Dinge verbesserten sich nicht über Nacht. Aber langsam ging es aufwärts. Wenn Sie ernsthaft an einem Haushaltsüberschuss arbeiten, werden Sie reicher. Bei der Haushaltsplanung geht es darum, das zu nutzen, was man hat. Auch wenn Sie fast kein Geld haben. Es geht darum, besser, glücklicher und reicher zu werden.

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Robert Kiyosaki

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