Ab 1971 war der US-Dollar kein Geld mehr, sondern nur noch eine Währung.

In der Folge wurden alle Sparer zu Verlierern. Die US-Regierung darf Geld schneller drucken, als man es sparen könnte – und das tat sie in den vergangenen Jahren in immer höherer Geschwindigkeit.

Inflation und Deflation werden von Regierungen und Banken verursacht. Sie versuchen, die Wirtschaft dadurch zu kontrollieren, Geld ohne Gegenwert zu drucken und zu verleihen – gedeckt durch nichts als den Glauben an die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten.

Über Jahre hinweg glaubten Menschen auf der ganzen Welt, es gäbe kein sichereres Anlagegut als US-Staatsanleihen. Über Jahre hinweg kauften Sparer pflichtbewusst US-Staatsanleihen in dem Glauben, das wäre der cleverste Weg. Zu Beginn des Jahres 2009 warfen US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren weniger als drei Prozent Zinsen ab. Für mich bedeutet das, es gibt zu viel dubioses „Geld“ auf der Welt – und US-Staatsanleihen könnten seit 2009 eines der riskantesten Anlagegüter überhaupt sein.

Wenn Sie nicht verstehen, warum, dann machen Sie sich keine Sorgen. Die meisten Menschen verstehen es nicht. Deshalb sage ich, dass finanzielle Bildung (oder deren Abwesenheit) in unseren Schulen die größte aller Katastrophen ist.

Buckminster Fuller sagte: „Die Menschheit ist noch immer im finstersten Mittelalter verhaftet, doch das Ausmaß dieses Umstandes wird erst jetzt wirklich klar. Dieses mittelalterliche Gefängnis hatte keine eisernen Gitter, Ketten oder Schlösser. Stattdessen ist es durch Fehlorientierung verschlossen und auf falschem Wissen erbaut.“

Ich las dieses Zitat in seinem Buch „Cosmography“, genauso posthum veröffentlicht wie „Grunch of Giants“. Dabei erschien mir der Gedanke, dass wir uns noch immer in einem dunklen Zeitalter befinden, wie ein Schlag vor den Kopf. Ich wollte mehr darüber wissen. Es stellte sich mir die Frage: Wie gelingt es GRUNCH, dass wir diese Zeiten nicht hinter uns lassen?

Zur Erinnerung, GRUNCH steht für Gross Universal Cash Heist, „Brutto Universal Bargeldraub“. Die Giganten sind die Eliten, die die Weltwirtschaft kontrollieren und dafür sorgen, dass ein Großteil der Welt im dunklen Zeitalter eingesperrt bleibt.

Ich denke, dass wir heute in einem Gefängnis sitzen, dass weder eiserne Gitter, Ketten noch Schlösser braucht, um uns festzuhalten, sondern lediglich fehlende finanzielle Bildung. Thomas Jefferson sagte 1802: „Ich denke, dass Banken unsere Freiheit mehr bedrohen als stehende Armeen. Wenn das amerikanische Volk es den Privatbanken je erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, dann werden die Banken und Konzerne, die um diese Institute heranwachsen, den Menschen ihren ganzen Besitz wegnehmen, bis ihre Kinder obdachlos aufwachsen, auf dem Kontinent, den ihre Vorväter erobert haben.“

Es herrschen noch immer dunkle Zeiten. Die Zentralbanken dieser Welt bekämpfen Deflation, indem sie Billionen von Dollar drucken. Sie drucken Dollar, um den Zusammenbruch der Börse und der Wirtschaft zu verhindern. Deshalb ist die Krise, in der wir uns gerade befinden, die gefährlichste in der Geschichte.

Inflation

Die Inflation ist gut für Schuldner und schlecht für Sparer. Darum sind Sparer die Verlierer. Die Inflation ist der Grund, warum das Leben von Millionen von Menschen heute viel schwieriger ist.

Die Inflation wird von der Zentralbank und dem Finanzministerium verursacht. Sie leihen oder drucken Geld, um die Rechnungen des Staates zahlen zu können. Deshalb nennt man die Inflation auch häufig „stille Steuer“. Durch die Inflation werden die Reichen reicher, aber die Lebenshaltung für die Armen und die Mittelschicht wird immer teurer. Das liegt daran, dass diejenigen, die das Geld drucken, den größten Profit machen. Sie können die von ihnen gewünschten Produkte und Dienstleistungen mit dem neuen Geld kaufen, bevor es den Wert des bereits vorhandenen abschwächt. Sie genießen alle Vorteile und müssen sich mit keiner der Konsequenzen ihres Handelns auseinandersetzen.

Die ganze Zeit über schauen die Armen und die Mittelschicht zu, wie jeder einzelne ihrer Dollar dünner und dünner wird.

Deflation

Die Zentralbank fürchtet Deflation, da diese sich nicht so leicht kontrollieren lässt wie Inflation. Bei normaler Wirtschaftslage kann die Zentralbank die Inflation mit höheren Leitzinsen abschwächen. Je höher die Zinssätze steigen, desto weniger werden Schulden aufgenommen und desto weniger Geld fließt in den Markt. Es gibt weniger Geld, um dieselbe Menge Güter zu kaufen und so werden Preissteigerungen angehalten. Doch im Fall von Deflation und fallenden Preisen gibt es nicht viel, was die Zentralbank tun könnte.

Deflation kann sehr hartnäckig sein. Das erlebten die Japaner während des sogenannten Verlorenen Jahrzehnts in den 1990er-Jahren. In dieser Dekade fiel die japanische Börse um 63 Prozent. Die Anstrengungen der japanischen Zentralbank, die Billionen von Yen in die Wirtschaft pumpte, konnten daran nichts ändern. Bis heute steckt die japanische Wirtschaft in einem Dornröschenschlaf und das Vertrauen der Konsumenten ist gering.

Die Hauptwaffe im Kampf gegen Deflation ist Inflation. Das heißt, die Zentralbank muss enorme Mengen Schulden aufnehmen und mehr Geld ohne realen Gegenwert drucken. Dies führt wiederum zu höheren Steuern, Verschuldung und, bei Erfolg, zu Inflation.

Stellen Sie sich die globale Wirtschaft als einen großen Heißluftballon vor. So lief zum Beispiel bis zum 6. August 2007 alles ganz wunderbar, bis zu viel heiße Luft – Schulden – ein Loch in den Ballon riss. Während sich das schreckliche Geräusch der reißenden Hülle verbreitete, begannen die Zentralbanken der Welt, mehr und mehr heiße Luft – Schulden – in den Ballon zu pumpen. Sie wollten einen Absturz und eine damit verbundene wirtschaftliche Depression verhindern.

In seinem Buch „A Tale of Two Cities“ schrieb Charles Dickens die berühmten Worte: „Es war die beste Zeit, es war die schlechteste Zeit. Es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit.“ Erstaunlicherweise hat sich nicht viel geändert, seit Dickens das 1859 niederschrieb.

Manche Leute erleben durch Deflation genau diese schönste Zeit. Die Lebenshaltungskosten sinken mit fallenden Preisen von Öl, Immobilien, Aktien und Rohstoffen. Alles wird günstiger.

Für andere brechen dann die schlechtesten Zeiten an. Vielleicht sinken die Lebenshaltungskosten, aber alle anderen Vorteile bleiben diesen Menschen verwehrt, weil sie keine Arbeit mehr als Lebensgrundlage haben. Oder weil sie so viele Kredite schultern mussten, dass die Schulden im Wert nun ihr Vermögen übersteigen. Sie müssen erkennen, dass ihr „Vermögen“ in Wahrheit ein Haufen Verbindlichkeiten sind, wie ihre Eigenheime zum Beispiel.

Was können Sie tun?

Den Unterschied zwischen den Profiteuren und den Verlierern dieser Krise machen ganz einfach Wissen und finanzieller IQ. Das große Versäumnis unseres Bildungssystems ist, dass es den Menschen nicht beibringt, wie Geld wirklich funktioniert. Stattdessen sind die Lektionen antiquiert und obsolet – sie behandeln die alten Spielregeln des Geldes.

Sie bringen einem bei, wie man sein Scheckbuch ausgleichen kann, aber über Bilanzen sprechen sie nicht, geschweige denn, wie man eine lesen muss.

Sie sagen Ihnen, Sie sollen Ihr Geld sparen, aber sie bringen Ihnen nichts über die Inflation und wie diese Ihnen Ihr Vermögen raubt bei. Man bringt Ihnen bei, einen Scheck auszustellen, aber nichts über den Unterschied zwischen Vermögen und Verbindlichkeiten. Man muss sich fragen, ob es Absicht ist, dass uns das System im Dunkeln lässt. Ich zeige Ihnen alles, was Sie wissen müssen, um sich vor den Gefahren des Geldraubs zu schützen.

Robert Kiyosaki

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