Ich habe in der Vergangenheit Bitcoins mit Gold und Ethereum mit Silber verglichen. Heute möchte ich Bitcoins mit Aktien vergleichen. Nicht in Bezug auf die Anlagen selbst, sondern auf die Investoren der beiden Vermögenswerte.

Einer der Hauptgründe, weshalb Menschen ihr Geld im Kryptowährungshandel verlieren, ist, dass sie kaufen, wenn die Preise steigen. Dasselbe fand in der Dotcom-Blase statt. Mitte der 2000er-Jahre war es die Immobilienblase.

Heute bekommen Kryptowährungen die größte Aufmerksamkeit.

Vor Januar dieses Jahres gingen die Höchststände von Bitcoins nicht über 30.000 Dollar hinaus. Die Technologie ist so neu, dass die meisten Menschen noch gar nicht verstehen, was sich hinter dem Begriff Bitcoin verbirgt.

Aber im Januar schoss der Preis dann in die Höhe. Im April erreichte er einen Höchststand von 63.000 Dollar. Das kam vor allem durch die enormen Zuströme aus institutionellen Investitionen, wie z.B. Pensionsfonds, Investmentfonds und Universitätsstiftungen. Ein weiterer Teil kam aus Unternehmen wie Tesla.

Mit dem steigenden Preis setzten immer mehr große Investoren hohe Geldbeträge ein. Dieser Kaufrausch erinnert an die Blasen auf dem Aktienmarkt.

Und wie in jeder Blase hinterließ die hohe Volatilität einige Verlierer. Ich erzähle Ihnen nun etwas übers Investieren, was Sie wissen müssen, um nicht einer von den Verlierern zu werden.

Der I-Quadrant: die Spielwiese der Reichen

In der Realität geht es nicht um den Vermögenswert. Es geht um den Investor. Menschen, die für Gehaltsschecks arbeiten, fürchten wirtschaftliche Unsicherheit und haben ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit. Sie sagen oft Sätze wie: „Ich bin nicht so an Geld interessiert.“

Was sie damit wirklich sagen, ist, dass sie nicht für die lebensentscheidenden Veränderungen bereit sind, die sie aus dem Hamsterrad befreien könnten.

Für diese Art Menschen ist die Arbeitsplatzsicherheit, die es nicht wirklich gibt, wichtiger als Geld.

Es ist egal, ob der Angestellte ein Hausmeister oder ein Präsident eines wichtigen Unternehmens ist. Die Tatsache, dass sie für jemanden arbeiten und Geld in Form von Gehältern und Leistungsprämien verdienen, macht sie zu einem Angestellten.

Eine Leistungsprämie ist eine Zusatzleistung, die über ihr normales Gehalt hinausgeht.

Hört sich das nach Investieren an? Eine Rentenversicherung ist keine Investition. Es ist eine Leistung, die auf der Illusion von Sicherheit basiert.

Es ist egal, auf welche Weise Sie Ihr Geld verdienen. Wenn Sie davon träumen, eines Tages wirklich wohlhabend zu sein, müssen Sie von der Welt der Angestellten in die Welt der Investoren wechseln.

Ich veranschauliche die Typen von Menschen gern mithilfe des Cashflow-Quadranten.

Die Buchstaben stehen für:

E für Employee – Angestellter,

S für Kleinunternehmer oder Selbstständiger,

B für Business – Großunternehmer,

I für Investor.

I ist der Bereich, in dem Sie sein wollen. Und genau hier tritt die Verwirrung mit Rentenversicherungen und Investments auf. I steht nicht nur für Investor. Es steht für Inside Investor.

Um das klarzustellen, ich spreche nicht von Insiderhandel, wie das, wofür Martha Stewart ins Gefängnis ging. Wovon ich spreche, ist moralisch, ethisch und legal.

Ein Inside Investor ist jemand, der Deals abschließt. Während Angestellte im E-Quadranten Rentenversicherungen für Investitionen halten, sind Inside Investoren diejenigen, die ein tatsächliches Geschäft schaffen. Sie investieren nicht in Investmentfonds. Sie erschaffen sie. Sie betrachten alles von der Innenseite des Geschäfts.

Menschen, die Rentenversicherungen haben, stehen nicht im Geschäft. Sie sind so außenstehend, dass sie nichts über das Geschäft wissen. Üblicherweise verwaltet ein Broker alles für sie. Ein richtiger Investor sieht sich das Geschäft von innen an.

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben. Ich habe nie Gold-ETFs gekauft. Das ist Investieren von außen. Es ist kein Wissen erforderlich, um ETFs zu kaufen. Wenn Leute einen ETF kaufen, sind sie nicht in das Geschäft eingestiegen. Sie sind lediglich einer von Millionen von Menschen, denen der gleiche Deal angeboten wird. Sie befinden sich auf der Außenseite.

Ich habe echte Goldminen gekauft. Ich habe sie zum Erfolg geführt und Aktien an Außenstehende verkauft. Ich habe also ein Geschäft für andere erschaffen. Ich investiere

von innen.

Inside Investoren und außenstehende Investoren sind von Grund auf verschieden. Zwei völlig verschiedene Quadranten. Der außenstehende Investor im E-Quadranten hat keine Investments. Er erhält Leistungen.

Wahre Investoren investieren von innen, wo das Wissen liegt und das Geschäft beginnt. Nicht, nachdem alle anderen schon ihre Hände im Spiel hatten.

Ein Insider kann auch jemand sein, der ein Unternehmen von Grund auf aufbaut. Sie kennen jeden Winkel und jede Ritze. Sie sind komplett in jeden Deal, den das Unternehmen abschließt, eingeweiht. Sie kennen das Geschäft von innen heraus. Sie sehen das komplette Bild, sowohl die großen als auch die kleinen Perspektiven.

Wofür investieren Sie?

Wenn jemand sagt: „Ich habe diese Aktie oder Kryptowährung gekauft, weil ich glaube, dass der Preis steigen wird“, investiert diese Person hauptsächlich für Kapitalgewinne. Mein reicher Vater pflegte zu sagen: „Kapitalgewinne sind der Traum von Zockern. Ein wahrer Investor investiert vor allem für Cashflow, nicht für Kapitalgewinne.“

Wenn Sie für Cashflow investieren, investieren Sie in eine Geld-zurück-Garantie. Wenn Sie für Kapitalgewinne investieren, investieren Sie in Hoffnung. Hoffnung ist der größte Dieb von allen.

Es gibt in Sachen Kapitalgewinne gegen Cashflow drei Typen von Investoren:

1. Diejenigen, die nur für Kapitalgewinne investieren

In der Welt der Aktien werden diese Leute Trader genannt. Im Immobilienmarkt werden sie Flipper genannt. Ihre Investitionsziele sind im Allgemeinen, niedrig zu kaufen und hoch zu verkaufen. Wenn Sie sich den Cashflow-Quadranten ansehen, befinden sich Trader und Flipper eigentlich im S-Quadranten, nicht im I-Quadranten. Sie werden als professionelle Trader bezeichnet.

Trader und Flipper werden in Amerika zu den Steuersätzen der Selbstständigen besteuert. Sie kommen nicht in den Genuss der Steuervergünstigungen, die Investoren erhalten.

2. Diejenigen, die nur für den Cashflow investieren

Viele Anleger mögen Sparguthaben oder Anleihen wegen des stetigen Einkommens. Einige Anleger lieben kommunale Anleihen, weil sie eine steuerfreie Rendite abwerfen. Wenn ein Anleger zum Beispiel eine steuerfreie Kommunalanleihe kauft, für die er 7% Zinsen erhält, ist die effektive Kapitalrendite (ROI) die gleiche wie bei einer steuerpflichtigen Rendite von 9%.

Im Immobilienbereich schätzen viele Anleger Triple-Net-Mietverträge. Mit diesen Mitverträgen erhalten Investoren Einkommen, ohne die Ausgaben für Steuern, Reparaturen und Versicherungen zu tragen. Der Mieter übernimmt diese Kosten. In vielerlei Hinsicht ist ein Triple-Net-Mietvertrag wie eine Kommunalanleihe, da ein Großteil des Einkommens steuerfrei oder steuergestundet sein kann.

Ich bevorzuge Triple-Net-Immobilien gegenüber Kommunalanleihen, weil ich damit höhere Renditen erzielen kann. Durch eine höhere Hebelwirkung und das Geld auf meinem Konto kann ich mein Risiko senken. Das führt uns zum dritten Anlegertyp.

3. Der Investor, der sowohl für Kapitalgewinne als auch für den Cashflow investiert

Vor Jahren investierten die altgedienten Aktienanleger sowohl für Kapitalgewinne als auch für den Cashflow. Die alten Hasen reden immer noch davon, dass der Kurs einer Aktie steigt und der Anleger eine Dividende erhält. Aber das war in der alten Wirtschaft, dem alten Kapitalismus.

Im neuen Kapitalismus sind die meisten Wertpapierinvestoren auf der Suche nach dem schnellen Geld. Ein Aktienkurs hat möglicherweise keine Beziehung zum Wert des Unternehmens, weil Computeralgorithmen ein künstliches Angebot oder eine künstliche Nachfrage geschaffen haben.

Vielleicht erinnern Sie sich an die Dotcom-Blase. Unternehmen, die nichts als eine interessante Idee hatten, wurden mit Milliarden von Dollar bewertet, und bei wertvollen Unternehmen wurden die Aktienkurse ruiniert. Bis die Blase platzte.

Als altgedienter Investor in dieser neuen Ära des Kapitalismus muss ich klug genug sein, um für Kapitalgewinne, Cashflow, Fremdkapitalhebel und Steuervorteile zu investieren. Aber ich muss auch über dem Aufruhr stehen, den die Überflieger und Supercomputer auf dem Markt verursachen.

Warum Menschen Geld verlieren

Mein reicher Vater machte sich gern folgenden Spaß: „Jeder kann Investitionen finden, mit denen er sein Geld verlieren kann. Warum die Leute sogenannte Finanzexperten dafür anstellen, ist mir ein Rätsel.“

Die eigentliche Frage ist: Wie können so viele Menschen so leichtgläubig sein? Dafür gibt es viele Antworten. Eine davon lautet: Weil sie heute keinen Cashflow finden, investieren sie in der Hoffnung auf Kapitalgewinne von morgen.

Obendrein investieren sie ohne Geld-zurück-Garantie.

Meiner Meinung nach ist einer der Hauptgründe, warum Menschen für morgen und nicht für heute investieren, dass sie in ihrer Vorstellung keine Investition finden oder sich leisten können, die sich heute auszahlt. Wenn jemand keine Investition finden kann, die sich heute auszahlt, glaubt er an das Morgen. Das macht ihn zum Zocker, der auf Kapitalgewinne wettet.

Das ist der Grund, warum so viele Menschen Geld verlieren. Sie sind bereit, Geld zu verlieren, auch wenn es nur ein wenig jeden Monat ist, in der Hoffnung und dem Versprechen, morgen das große Geld zu machen.

Diese Menschen, die den Unterschied zwischen Cashflow-Investitionen und Kapitalgewinn-Investitionen nicht kennen, sind diejenigen, die den Finanzbetrügern zum Opfer fallen.

Machen Sie nicht denselben Fehler.

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Robert Kiyosaki

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