Während der Präsidentschaftskandidatur 2016 sagte Bernie Sanders: „Die Ungleichheit von Vermögen und Einkommen ist die große moralische Frage unserer Zeit.“

In diesem Punkt gebe ich ihm Recht.

Wenn es allerdings um die Ursachen und um die Bekämpfung der Ungleichheit geht, endet unsere Übereinstimmung. Ich glaube, dass die moralische Krise, von der er sprach, in unseren Schulen beginnt.

Unser Bildungssystem lehrt seine Schüler so gut wie nichts über Geld. Die meisten Menschen glauben, man müsse noch immer Geld sparen. Sie wissen nicht, dass Geld nach 1971 aus Schulden besteht. Ohne finanzielle Bildung wird den Leuten nie klar, dass sich die Regeln im Umgang mit Geld verändert haben.

In G. Edward Griffins „Die Kreatur von Jekyll Island“ steht:

„Das General Education System wurde nicht zu dem Zweck geschaffen, das Bildungsniveau in Amerika anzuheben. Es dient dem Zweck, die Macht des Geldes zu nutzen, um die Richtung unserer Bildung zu beeinflussen.

Ziel war es, die Schüler zu passiven und unterwürfigen Bürgern zu machen, die ausreichend für produktive Arbeit unter Aufsicht ausgebildet wurden. Aber keiner soll darüber hinaus gehen. Keiner soll Autoritäten hinterfragen oder sich über seine Klasse stellen.

Wahre Bildung sollte für die Kinder der Elite beschränkt sein. Der Rest sollte sich zu produktiven Arbeitern entwickeln, die keine eigenen Interessen außer den Genuss des Lebens verfolgen.“

Eine der größten Sünden unseres jetzigen Bildungssystems ist, dass es einem nichts über Geld beibringt. Vielmehr lehrt es, ein guter Angestellter zu sein und seinen Platz im Leben zu kennen. Wie Griffin sagen würde, ist dies beabsichtigt.

Man mag nun glauben oder nicht, dass es eine absichtliche Verschwörung gegen den Unterricht über Geld im Schulsystem gab.

Aber was Sie nicht leugnen können, ist, dass unsere Schulen schlecht in Sachen finanzieller Bildung abschneiden. Ob absichtlich oder nicht, das Fehlen von Geldunterricht in unserem Bildungssystem ist eine treibende Kraft hinter der finanziellen Unterdrückung, der viele Menschen heute ausgesetzt sind.

Der Volksfeind Nummer eins: Steuern

Zwischen 1773 und 1943 war Amerika ein Land der niedrigen Steuersätze. Es gab natürlich ein paar Ausnahmen, wie etwa während des Bürgerkriegs.

Es galt als patriotisch, keine Steuern zu zahlen. Amerika boomte.

1943 wurde das „vorübergehende Steuergesetz“ in Amerika verabschiedet. Es war als eine zeitlich begrenzte Erhöhung der allgemeinen Steuersätze angedacht. Der Regierung wurde es zum ersten Mal erlaubt, Steuern direkt von den Gehaltsschecks der Arbeitnehmer abzuziehen, bevor sie das Geld überhaupt sahen.

Nach 1943 zog die Regierung mehr und mehr Geld vom Gehalt der Angestellten ab. Ich erinnere mich, wie ich in den frühen 60er-Jahren meinen Lohnzettel öffnete und mich gewundert habe, wo denn mein Geld abgeblieben ist.

Wie Sie sehen, ist das „vorübergehende Steuergesetz“ alles andere als vorübergehend. Es ist ein dauerhaftes Instrument der Regierung, Geld aus Ihrer Tasche zu saugen.

Ohne finanzielle Bildung sind die Menschen in Bezug auf Steuern unwissend. Sie werden von klein auf darauf trainiert, ihr Geld der Regierung zu schenken. Viele dieser Leute wählen dann Politiker, die versprechen, die Reichen höher zu besteuern.

Dann wundern sie sich, dass ihre Steuersätze immer weiter steigen. Das Problem sind nicht die Steuern. Es ist mangelnde Aufklärung.

Drei Arten von Steuern

In den Vereinigten Staaten gibt es drei grundlegende Arten von steuerpflichtigem Einkommen: Erwerbseinkommen, Kapitalerträge und passives Einkommen.

Erwerbseinkommen stammt aus Arbeit und wird am allerhöchsten besteuert. Bei Kapitalerträgen handelt es sich im Allgemeinen um Einkommen aus Kapitalgewinnen, die durch den Kauf eines Vermögenswerts zu einem niedrigen Preis und dessen Verkauf zu einem hohen Preis erzielt werden. Es ist das am zweithöchsten besteuerte Einkommen.

Passives Einkommen ist Cashflow. Es wird am niedrigsten besteuert. Je härter Sie arbeiten, desto höhere Steuern müssen Sie bezahlen. Die Reichen wissen, wie sie mehr Geld verdienen und weniger Steuern zahlen können als die Armen und die Mittelklasse. Und das völlig legal.

Lernen Sie mit Spielen und Simulationen

Mein reicher Vater hat mir viele Jahre lang mithilfe des Brettspiels Monopoly etwas über Geld beigebracht. Die Formel war einfach: vier grüne Häuser, ein rotes Hotel.

Am Anfang war ich schrecklich in diesem Spiel. Ich habe oft versagt. Aber der Schlüssel zum Lernen lag im Tun und Scheitern. Ohne das Scheitern hätte ich nie die Lektionen gelernt, die ich brauchte, um in der realen Welt reich zu werden.

Simulationen und Spiele schaffen eine Umgebung, in der Scheitern nichts Schlimmes ist.

Später, als Kim und ich die Rich Dad Company gründeten, entwickelten wir das Cashflow-Brettspiel, bei dem die Leute Grundlagen der Finanzwelt lernen können. Heute wird das Spiel von Zehntausenden täglich in Cashflow-Clubs auf der ganzen Welt gespielt.

Verstehen Sie einen Jahresabschluss

Die Reichen haben ihr eigenes Vokabular zum Thema Geld entwickelt. Sie machen es komplizierter, als es ist. Und warum?

Sprache schafft Barrieren. Und die Reichen wollen natürlich nicht, dass immer mehr Leute reich werden.

Mit dem Cashflow-Spiel lernen die Spieler, wie man einen Finanzbericht richtig lesen und verstehen kann. Wenn Sie das nicht können, wird es Ihnen extrem schwerfallen, reich zu werden. Ihr Finanzbericht ist Ihr Zeugnis für die richtige Welt.

Mein armer Vater war sehr gebildet, wusste aber nicht viel über Geld. Er konzentrierte sich auf die Einkommensspalte des Finanzberichts.

Mein reicher Vater hingegen fokussierte sich größtenteils auf die Anlagespalte. Das war der Unterschied meiner beiden Väter. Mein reicher Vater steigerte sein Vermögen. Irgendwann besaß er ein luxuriöses Hotel auf Hawaii. Mein armer Vater bat uns um Vergebung, da er uns nichts hinterlassen konnte. Wir sagten ihm, dass uns das egal ist. Aber es machte ihn trotzdem fertig.

Worte können Einkommensungleichheit besiegen

Mein armer Vater sagte oft: „Das kann ich mir nicht leisten.“ Mein reicher Vater fragte sich prinzipiell: „Wie kann ich mir das leisten?“

Er sagte: „Ändere deine Worte, dann änderst du dein Leben.“

In meiner Sonntagsschule wurde das Wort dann zur Tat. Unsere Worte werden unsere Realität. Ändern Sie Ihre Worte, so ändern Sie Ihre Denkweise. Und damit lösen Sie Situationen ganz anders als zuvor.

Fragen auch Sie sich stets: „Wie kann ich mir das leisten?“ Und Sie werden einen Weg finden.

Das Beste an der ganzen Sache ist, dass Worte gratis sind. Sie sind für jeden gleichermaßen verfügbar.

Legen Sie die antiken Regeln des Geldes ab und Sie werden reich

2002 schrieb ich „Die Prophezeiung meines reichen Vaters“. Es handelte vom bevorstehenden Börsencrash und der Rentenkrise. Die Babyboomer fingen an, die Wertpapiere aus ihren Rentenversicherungen aufzulösen, um zu überleben.

Der Grund, warum die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer wird, ist, dass die meisten Leute immer noch nach den Regeln der alten Finanzwelt spielen.

Um die neuen Regeln des Geldes zu verstehen, braucht man zunächst finanzielle Bildung.

Die Reichen werden reicher, weil sie die Regeln des Geldes verstehen und sie zu ihrem Vorteil nutzen können.

In Zukunft wird die Mittelschicht weiter schrumpfen und die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Ich möchte, dass auch Sie reich werden. Bleiben Sie an Ihrer finanziellen Bildung dran. Lernen Sie, wie Sie Steuern, Schulden und Inflation zu Ihrem Vorteil nutzen können, statt sich davon ärmer machen zu lassen. Ich glaube, dass es für jeden einen Weg gibt, reich zu werden. Es liegt an Ihnen, Maßnahmen zu ergreifen.

Heute ist es wichtiger als je zuvor, die Regeln aus der alten Finanzwelt abzulegen. Die Mittelschicht wird ausgerottet. Und die Regierung wird sie nicht retten. Die Welt hat sich verändert. Ich zeige Ihnen, wie Sie in dieser neuen Welt auf der Seite der Gewinner stehen.  

Robert Kiyosaki

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