Was haben Sie in der Schule über Geld gelernt?

Die meisten antworten darauf: „Nichts.“ Lehrer sind in der Regel großartige Menschen – nur ist unser Bildungssystem kaputt. Es ist veraltet und bereitet die Schüler nicht auf die reale Welt vor.

Das größte Versäumnis unseres Bildungssystems ist, dass den Schülern keinerlei Wissen über Finanzen vermittelt wird. Viele Pädagogen scheinen zu glauben, das Thema Geld hätte einen religiösen oder kultischen Anstrich. Die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels.

Als ich neun Jahre alt war, hob ich in der vierten Klasse die Hand und fragte meine Lehrerin: „Wann lernen wir etwas über Geld?“ Ich war wissbegierig, und ich wollte Antworten auf meine Fragen: „Warum wird Geld nicht in der Schule unterrichtet?“, und „Was macht reiche Leute reich?“

Als ich keine Antwort auf meine Fragen bekam, wurde ich noch motivierter, nach Lösungen zu suchen.

1984 wagten Kim und ich den Sprung ins Ungewisse und suchten nach Antworten auf dieselbe Frage, die ich schon Jahrzehnte zuvor gestellt hatte: Warum lernen wir in der Schule nichts über Geld?

Die Geschichte von meinem armen und meinem reichen Vater

Mein armer Vater war ein Akademiker. Er schätzte die Dinge, die auch heute noch Millionen von Menschen schätzen: einen Hochschulabschluss, einen gut bezahlten Job und eine Altersvorsorge. Mein reicher Vater hingegen schätzte seinen Finanzbericht. Er hat es wie folgt ausgedrückt:

„Wenn du die Schule verlässt, fragt dich niemand nach deinem Zeugnis. Einem Bankier ist egal, wie gut oder schlecht deine Noten sind. Er wird dich stattdessen nach deinem Finanzbericht fragen. Das ist dein Zeugnis in der richtigen Welt.“

„Rich Dad Poor Dad“ ist die Geschichte über meine beiden finanziellen Vorbilder, als ich aufwuchs, und die Geschichte über die Entscheidung, auf wen ich hören wollte.

Am 8. April 1997 wurde mein Buch „Rich Dad Poor Dad“ veröffentlicht. Wir verlegten uns selbst, da die Redakteure von großen Verlagshäusern genau wie mein armer Vater waren: gut ausgebildete Akademiker ohne viel Finanzwissen. Die Lektionen meines reichen Vaters über finanzielle Bildung störten die akademischen Vorstellungen der Redakteure über Geld.

Heute, fast 25 Jahre später, sind die Lektionen meines reichen Vaters über Geld noch zutreffender – und die Lügen, die sie enthüllen, sind noch viel beunruhigender als vor zwei Jahrzehnten.

Sparer sind heute noch viel größere Verlierer, da die Zinssätze in den meisten Ländern unter null sinken und Roboter zukünftig immer mehr Arbeiter ersetzen werden. Eltern raten ihren Kindern dennoch, das zu tun, was sie selbst taten: „Geht zur Schule, sucht euch einen Job und spart Geld.“

Was würde Gott wollen?

Im August 1981 reiste ich in ein Skigebiet in den Bergen zwischen Kalifornien und Nevada, um an einer Konferenz mit dem Titel „Die Zukunft der Wirtschaft“ mit Dr. R. Buckminster Fuller teilzunehmen. Zu dieser Zeit galt Dr. Fuller als einer der weltweit führenden Futuristen.

Obwohl ich schon ein wenig von seinem Ruhm und seinem Ruf wusste, war ich immer noch skeptisch, dass er die Zukunft so genau voraussagen konnte.

Diese Woche mit Dr. Fuller war jedoch ein Wendepunkt in meinem Leben. Es war kein einfacher Wendepunkt. Aber ich glaube, ich ging gestärkt daraus hervor.

1983 sagte Dr. R. Buckminster Fuller: „Ich mache, was Gott will.“ Also habe ich mich gefragt: Wenn ich Gott fragen würde, was ich machen soll, wie würde er antworten? Obwohl ich nicht sagen kann, dass ich es wirklich weiß, vermute ich, dass Gott nicht will, dass die Menschen in Armut leben. Also begann ich, das zu lehren, was mein reicher Vater mir über Geld beigebracht hatte. Und mein Projekt scheint Gottes Unterstützung zu finden.

Als Kim und ich erstmalig finanziell unabhängig wurden, hatten wir plötzlich den Luxus, Gott danach zu fragen, was wir für ihn tun können. Anstatt um die Welt zu reisen, um die Menschen finanziell aufzuklären, entschieden wir uns, das Cashflow-Brettspiel zu entwickeln.

Das Cashflow-Brettspiel

Kim und ich haben 1996 das Cashflow-Brettspiel entwickelt. Die meisten Leute denken, mein Buch „Rich Dad Poor Dad“ sei zuerst erschienen, aber es war das Brettspiel. Wir erfüllten damit eines von Fullers allgemeinen Prinzipien: Ephemeralisierung.

Ephemeralisierung bedeutet, mit weniger mehr zu erreichen. Wie können wir unsere Botschaft an mehr Menschen weitergeben? Wie könnten wir es besser machen, und zwar für weniger Geld? Wir wussten, dass wir mehr Menschen erreichen würden, wenn wir einen kostengünstigeren Weg finden würden.

Die Stärke des Cashflow-Spiels besteht darin, dass man Menschen etwas beibringen kann, ohne zur Schule gehen zu müssen. Heute gibt es Tausende von Cashflow-Clubs auf der ganzen Welt.

Die Clubleiter sind Freiwillige, die ein Lernumfeld für andere aufbauen wollen. Der Beitritt zu einem Club ist eine gute Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen und die Spiegelneuronen im Gehirn zu aktivieren. Vielleicht möchten Sie ja irgendwann Ihren eigenen Cashflow-Club in Ihrer Nachbarschaft, Ihrem Unternehmen oder Ihrer Kirche gründen.

Der Oprah-Effekt

Im Jahr 2000 schaffte es „Rich Dad Poor Dad“ als einziges selbst verlegtes Buch auf die Bestseller Liste der New York Times. Dann rief Oprah bei mir an. Ich war ein Gast in ihrer Show. Und schon setzte der Oprah-Effekt ein. „Rich Dad Poor Dad“ wurde zum meistgelesenen Finanzbuch aller Zeiten.

Die Ironie ist, dass ich in der Highschool in Englisch zweimal durchgefallen bin. Ich bin durchgefallen, weil ich nicht gut schreiben und buchstabieren konnte – aber auch, weil der Lehrer mit dem, was ich schrieb, nicht einverstanden war.

Ich erwähne das alles nicht, um zu prahlen oder mich selbst zu beweihräuchern. Menschen aus aller Welt haben mir gesagt, dass „Rich Dad Poor Dad“ sie anspricht, dass es sie berührt. Das Buch hat den Nerv von Menschen auf der ganzen Welt getroffen, die wissen, dass es in ihrer Bildung Lücken gibt. Vor allem in Bezug auf Geld. Man hat mir auch gesagt, dass eine meiner Gaben die Fähigkeit ist, komplexe Ideen und Konzepte zu vereinfachen.

Auf dem Weg in die Zukunft

Fuller sagte auch das Ende des Arbeitsmarktes voraus. Er begründete das mit dem Aufkommen von intelligenten Maschinen, die den Menschen ersetzen würden. Fuller war der Meinung, dass die Idee, für Geld zu arbeiten, überholt sei. Er sagte voraus, dass „Super-KI-Maschinen“ die Menschen bald von der lästigen Arbeit befreien würden.

Schon heute lagern große Unternehmen ihre Arbeitsplätze ins Ausland aus. Kraftfahrern droht, durch robotergesteuerte Lkws ersetzt zu werden.

Für mich liegt die Lösung in einer verstärkten Finanzbildung, die den Menschen etwas über Geld beibringt. Wenn mehr Menschen etwas über Geld lernen würden, würden sie auch die erste Lektion meines reichen Vaters verstehen: Die Reichen arbeiten nicht für Geld.

Verlieren Sie keine Zeit und beginnen Sie noch heute damit zu lernen, wie auch Sie Ihr Geld für sich arbeiten lassen können.

Handeln Sie klug.

Robert Kiyosaki

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