Warren Buffett sagt immer: „Der beste Weg, um reich zu werden, ist, keinen Verlust zu machen.“

Wenn sich jemand Konsumprodukte wie Autos kauft, Dinge finanziert, die an Wert verlieren oder Geld spart, macht er Verlust.

Einige nennen es Inflation, ich nenne es Entwertung.

Auf psychologischer Ebene ist es wie folgt: Je mehr das Geld und die damit finanzierten Dinge an Wert verlieren, desto mehr sorgen sich die Amerikaner. Einige Menschen versuchen härter zu arbeiten. Aber viel schlimmer: Einige sinken immer weiter in die Verschuldung ab, nur um noch mehr Konsumprodukte zu kaufen, die immer weiter an Wert verlieren. Leider haben die Menschen immer weniger Dollars, die immer weiter an Wert verlieren.

Der Grund, weshalb ich immer mehr Geld habe, ist, dass ich nicht daran festhalte.

Statt an dem Geld, das ich habe, zu hängen, fokussiere ich mich darauf, immer mehr Vermögenswerte damit zu kaufen, die ihren Wert steigern.

In den späten 90er-Jahren, als jeder sein Geld in die Technologie- und Dotcom-Branche steckte, investierte ich mein Geld in Öl, Gold, Silber und Immobilien, als die Preise dafür gering waren. Dasselbe mache ich auch heute noch, während der Dollar weiter und weiter sinkt.

In der heutigen Ausgabe werden Sie erfahren, wie Sie am besten in den Rohstoffhandel einsteigen können. Und ich werde Ihnen erklären, warum ich schon immer auf Rohstoffe gesetzt habe.

Werfen wir mal einen Blick in die Geschichtsbücher.

1934: Der Besitz von Gold wird verboten

Auf dem Höhepunkt der großen Depression verabschiedete der damalige Präsident Franklin Roosevelt ein Gesetz, das sowohl Privatpersonen als auch die Fed dazu verpflichtete, Goldreserven über einem Wert von 100 Dollar an den Staat zu verkaufen.

Nachdem die Bürger dem Staat ihre Goldreserven ausgehändigt hatten, bekamen sie eine Entschädigung von 20,22 Dollar pro Unze. Anschließend erhöhte Roosevelt den Goldpreis auf 35 Dollar. Damit wurden die Menschen um etwa 15 Dollar bzw. 58 % betrogen.

Weigerte sich jemand, sein Gold auszuhändigen, musste er eine Strafe von 10.000 Dollar zahlen und ihm drohten 10 Jahre im Gefängnis, wenn er erwischt wurde.

Ein Hauptgrund für dieses Gesetz bestand darin, die Öffentlichkeit an das Papiergeld zu gewöhnen.

Ein weiterer Grund war, dass die Regierung mehr Dollars druckte, als sie mit Gold decken konnte. Die Regierung war pleite.

Mit dem Goldbesitzverbot von 1934 wurde ein Fonds zur Stabilisation von Kursen (Exchange Stabilization Fund) erschaffen, der dazu autorisiert wurde, Gold im Namen des Finanzministeriums zu handeln.

Wenn Sie heute auf die Website des Finanzministeriums gehen und den Exchange Stabilization Fund nachschlagen, stellen Sie fest, dass er nicht nur befugt ist, heimlich in den Goldmarkt einzugreifen, sondern im Auftrag der US-Regierung neben amerikanischen auch globale Märkte manipulieren kann.

Erst 1975 erlaubte Präsident Gerald Ford den Goldbesitz für die Öffentlichkeit wieder. Gerade nachdem Präsident Nixon den Goldstandard aufgehoben hat.

Solange der Dollar an Goldreserven gebunden war, war es schwierig, Geld zu drucken.

Seit der Auflösung dieses Bündnisses wurden die Druckmaschinen angeschmissen und seither nie wieder gebremst.

Wen interessierte schon Gold, nachdem die Zentralbanken nun nach Belieben Geld drucken konnten?

Gold gegen den Dollar

Gold ist genauso eine Währung wie Euro, Dollar und Pfund. Damit stellt es einen Konkurrenten zu den staatlichen Währungen dar. Dem Staat ist jede Alternative zu ihrer Währung ein Dorn im Auge, denn wenn eine Währung besser als die andere läuft, werden die Menschen zu dieser wechseln.

Physisches Gold kann nicht von den Regierungen beeinflusst werden. Und wenn die Menschen Gold anstelle von staatlichen Währungen verwenden, verliert die Regierung nicht nur die Kontrolle über die Wirtschaft, sondern auch über die Öffentlichkeit. Sie verliert Macht.

Je mehr Menschen Gold wieder als Währung verwenden, umso mehr schadet dies dem Staat.

Die Ökonomen Brodsky und Quaintance stellten vor acht Jahren die Hypothese auf, dass die Zentralbanken Gold verwenden könnten, um sich neues Vertrauen zu erarbeiten und sich gegen die Abwertung ihrer eigenen Währungen abzusichern.

Aber bis dahin verwenden die Zentralbanken ihre Reserven, um Papiergold oder imaginäres Gold zu verkaufen. Das Problem daran ist, dass 80 bis 90 % des verkauften „Goldes“ nicht existiert. Es sind also nur leere Versprechen von Finanzinstituten.

Der Optionen- und Terminhandel soll plötzlich aller paar Monate ein Liefermarkt sein. In der Praxis werden Terminkontrakte jedoch in bar abgerechnet und berücksichtigen nicht die Lieferung der gehandelten Ware. Das ist ein Fehler.

Daher handeln Goldbarrenbanken an den Terminmärkten mit Gold und Silber. Sie haben nicht nur viele Terminkontrakte, sondern auch Forderungen auf sogenanntes nicht zugewiesenes Gold verkauft. Sie geben Ihnen eine Bescheinigung, aus der hervorgeht, dass sie Ihnen eine bestimmte Menge Gold schulden und diese für Sie aufbewahren. Das Problem ist, dass sie mehr Zertifikate verkauft haben, als Gold im Tresor liegt.

Das Teilreserve-System

Ein Großteil des globalen Bankensystems läuft auf dem sogenannten Teilreserve-System. Das wird schon seit Tausenden von Jahren praktiziert. Im Folgenden erkläre ich Ihnen gern dieses System:

Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Ladenbesitzer von vor 1.000 Jahren. Sie besitzen 10 Goldmünzen, mit denen Sie neue Waren kaufen wollen. Dazu müssen Sie Tausende Meilen durch ödes Land reisen, mit dem Risiko, auf ein paar Gauner zu treffen.

Sie gehen zu einem örtlichen Bankier, der sich bereit erklärt, Ihre 10 Goldmünzen in seinem Safe aufzubewahren. Der Bankier gibt Ihnen ein Blatt Papier, auf dem steht, dass Sie 10 Goldmünzen bei ihm hinterlegt haben.

Sie reisen dann, nur mit dem Stück Papier, Tausende Meilen durch ödes Land. Ihre Goldmünzen sind sicher.

Sie kaufen neue Waren für Ihr Geschäft, geben dem Verkäufer Ihr Stück Papier und fahren nach Hause.

Dann geht der Verkäufer zur Bank und möchte sein Gold abholen.

Nach einiger Zeit merken sowohl Sie als auch der andere Verkäufer, das Papier viel bequemer als Gold ist. Sie beide überlassen Ihr Gold der Bank und verwenden die Schuldscheine als Papiergeld.

Nun geht jemand zur Bank und fragt einen Kredit an. Der Bankier gibt 9 Ihrer 10 Goldmünzen an ihn heraus und behält eine Münze als Teilreserve ein. In dem Fall liegt die Teilreserverate bei 10 %.

Hier wird es nun spannend …

Wir führen diesen Gedanken morgen, im zweiten Teil von „Die geheime Manipulation von Gold“ fort.

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Robert Kiyosaki

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